weltreis.ch

4. Februar 2006

Suedostkueste und Sydney

Unser naechstes Ziel war Narooma, um von dort einen Ausflug auf das Naturreservat der Montague Island zu unternehmen. Doch den Weg dorthin legten wir der Kueste entlang, auf dem Touristdrive zurueck, nicht auf dem schnelleren Highway. Leider spielte das Wetter nicht so mit und die schoene Kueste zeigte sich uns nicht in ihrer vollen Pracht, doch wir haben doch einige lohnenswerte Abstecher gefunden. Z.b. “ The Pinnacles“ vor Merimbula und das historische Staedtchen Tilba Tilba

Die Jugi in Narooma koennen wir ebenfalls waermstens weiterempfehlen.
Ein gemuetliches Haus mit einem Hot Top im Garten, eine Wohltat

Abends war ganz klar, TV Time. Wir mussten doch verfolgen, was unserer Schweizer Tennisasse hier in Melbourne machten. Auch der Besitzer der Jugi war ein Roger Federer Fan (wie viele Australier) und wollte nach seinem Sieg mit uns anstossen, doch Reisen macht muede und unsere Augenlider waren schwerer als der Wille und so konnte er erst am naechsten Tag von „Rogi“ vorschwaermen.
Der Himmel war wiedermal bedeckt, als wir uns mit einem Boot Richtung Montague Island aufmachten. Und wie meistens, wenn wir auf ein Boot gehen, gab es starken Wellengang. Das setzte Katja wieder arg zu, sodass sie die ersten Minuten, wo wir uns der Seeloewenkolonie naeherten nicht so geniessen konnte. Danach war es weniger der Seegang, sondern schon eher die Ausduenstung der Seeloewen (wer schon mal in San Francisco war, weiss von was wir sprechen), die unseren Magen zu schaffen machte :-/.
Danach verbrachten wir fast zwei Stunden auf der Insel, leider bei bewoelktem Himmel, was das Erlebnis betraechtlich schmaelerte, doch die Fuehrung war sehr gut und liess uns spueren, was fuer ein einsames, isoliertes Leben die Leuchtturmwaechter mit ihren Familien auf dieser Insel verbrachten.

Vor Ulladulla wollen wir Beiden unbedingt noch einen Abstecher an die Pebblybeach machen. Dort sollen auch am hell heitern Tag Kanguruhs direkt am Strand grasen. Wir hatten nun zwar schon einige Kanguruhs gesehen, doch die gibt es ja nur hier und wir konnten der Versuchung nicht widerstehen nochmals einige zu beobachten. Nach der ersten Enttaeuschung am Strand, der Wind war stark und es hatte keine Kaenghis, entdeckten wir im Wald und in einem geschuetzten Garten eine ganze Gruppe friedlich beim Grasen. Faszinierend. Auch ein weiterer Kokkaburra machte uns seine Aufwartung mit seinem Gelaechter und nebenan beim Campingplatz war alles voller Papageien.


Photo fuer Adleraugen, seht ihr die Kaenghis?

Auch am naechsten Tag war eher grau als blau angesagt (einer der schlechtesten Sommer, wie uns die Australier versicherten). So entschlossen wir uns, statt die Kueste abzufahren, einen Abstecher ins Landesinnere zu den Fitzroi Wasserfaellen zu machen. In diesem Wetter muessten doch wenigstens die eindruecklich sein. Es hatte eine mystische Stimmung um die 81m hohen Faelle mit dem Nebel doch nur eine kleine Rinnsale fand den Weg hinunter.
Da war das Blowhole in Kiama dann doch spektakulaerer!

In Wollongong, einer Industriestadt, mit weniger Charme als Newcastle besuchten wir einen chinesichen Tempel. Der Tempel selber war ganz neu und nicht sehr eindruecklich, heutzutage ist das prunkvolle Bauen viel zu teuer, doch der angelegte See mit den vielen Lotusblumen war schoen.

Am 26. Januar, dem Australian Day (Nationalfeiertag) wollten wir moeglichst schnell nach Sydney, wurde doch so stark Werbung fuer die Festivitaeten an diesem Tag gemacht. Doch beim Darling Harbour ist mehrheitlich OpenAir Stimmung und etwas Chilbi, doch sonst laueft bis am Abend nicht viel. So entschliessen wir uns, ins Aquarium zu gehen. Eine gute Entscheidung, es hat kaum Leute. Die beiden groessen Becken sind sehr eindruecklich. Man hat die Moeglichkeit, die Haie, Rochen usw. von unten (in Glastunnels) zu beobachten. Den Rest des Aquariums haben wir schnell gesehen. Fuer den Abend lassen wir uns in einem Restaurant nieder, das den Balkon direkt ins Hafenbecken des Darling Harbour richtet. Dort verkoestigen wir uns bis das Feuerwerk kommt. Nicht so riesig wie das an Silvester, aber ebenfalls schoen. Wir haben mehr Glueck, da unser Nationalfeiertag nicht so nahe zu Silvester liegt.


Feuerwerk am Australian Day

Am naechsten Tag besuchten wir per Velo den Olympiapark, eines sehr schoen Anlage, nur schade, dass sie nicht mehr so gebraucht wird.

Und zum Abschluss wollten wir noch das schnellste Becken der Welt ausprobieren und schwammen wieder einen Kilometer im Becken der Weltrekorde und tatsaechlich, auch wir waren schneller 😉

Der naechste Tag stand im Zeichen der Beaches. Wir zeigten Ruth und Juerg das Bondibad, doch leider waren der Seegang heute zuwenig rauh (wir hatten wieder mal herrliches Wetter) und das Schwimmbecken wurde nicht mit riesigen Wellen ueberspuehlt, so wollten wir uns lieber an der Cogeebeach in die Wellen legen. Doch das erwies sich als schwieriges Unterfangen, denn fast der ganze Strand war wegen Wettkaempfen gesperrt. Doch dies war eindruecklich zum Zuschauen, wie sie mit den Ruderbooten durch die Wellen preschten.

Danach war es an der Zeit, uns von Ruth und Juerg fuer die naechsten Monate zu verabschieden. Wie immer fiel uns dies schwer. Wir hatten schoene, interessante und abwechslungsreiche Tage miteinander verbracht und sie mussten fuer den Abflug nach Brisbane zurueck. Herzlichen Dank fuer alles 🙂 Unser Flug war am 1. Feb. ab Sydney, so schauten wir uns noch den Rest von Sydney an, den wir vor unserem Loop nach Melbourne noch nicht gesehen hatten. Und hier eine Zusammenfassung der Eindruecke von Sydney.


Arkade in Weihnachtsstimmung


OpenAir Kino mit sensationellem Hintergrund und Vorpremiere von „The Producers“


Operahouse von innen


…und von aussen


Harbour Bridge


Darling Harbour, hier verbrachten wir viel Zeit, einfach nur mit Schlendern

nochmals Darling Harbour, weil’s hier so schoen war 🙂


The Rocks


Neue Appartements bei den Docks, wir kamen nicht nur einmal und auch nicht nur einmal ins Traeumen


Wooloomooloo Appartements


Gut war das nicht unser Mietauto 😉


Liveuebertragung des Finals auf Grossleinwand vor dem Operahaus, gute Stimmung war garantiert!

Alles in Allem hat uns Sydney sehr gut gefallen, falls wir wiedermal nach Australien kommen, koennten wir gut wieder ein paar Tage in dieser Stadt verweilen.


2. Februar 2006

Schweizer Tennis zwischen Australischen Alpen und Kuesten


Und das ist die Australische Haupt“stadt“ von oben


Das Kriegsdenkmal


neues Parlamentsgebaeude

Auch nach verlassen von Canberra Richtung Snowy Mountains waren wir wieder fast die Einzigen auf der Strasse.

In Cooha entschieden wir uns dann, den weiteren Umweg einzuschlagen, um eine grosse Strecke durch den Nationalpark fahren zu koennen. So fuhren wir an den Stausee in Jindabyne. Das Wetter lud sogar zu einem Bad ein.

Leider nur fuer einen Tag, am naechsten Tag entschlossen wir uns, da das Wetter nicht zum wandern war, wir aber trotzdem Bewegungsdrang hatten, in einem Hallenbad einen Kilometer zu schwimmen. In Asien waren wir soviel zu Fuss unterwegs, dass wir nie ein solchens verlangen hatten, aber hier in Australien sitzt man soviel im Auto, dass wir uns wiedermal sportlich betaetigen wollten. Danach schauten wir noch den australischen Meisterschaften im Speedwasserskifahren zu, definitiv nichts fuer uns. Die lassen sich mit fast 200 km/h auf einem See ihre Runden ziehen.

Dann fuhren wir Richtung Kosciuszko Nationalpark, da es zu Regnen begann und man diesen Wettkampf nach einer Stunde gesehen hat. Die australischen „Alpen“ eroeffneten sich vor uns, soweit wir durch die Wolken sehen konnten. Der hoechste Berg von Australien befindet sich hier in Thredbo, ca. 2’220m hoch, doch heute war wieder nichts mit wandern, denn der Regen wurde immer staerker. So entschieden wir uns, statt im Zelt, mal wieder eine Jugendherberge als Nachtlager auszusuchen und im warmen, trockenen Bett zu schlafen. Am naechsten morgen gabs fruehe Tagwache, wollten wir doch auf den hoechsten Berg von Australien. Die Wolken lichteten sich und die Sonne zeigte uns die ganze Bergkettenpracht. Da wollen wir hin.
Fuer den ersten Teil liessen wir uns zur Sesselbahn verleiten, auch wieder mal schoen, dann gings zu Fuss weiter auf „Wanderwegen“. Na ja, nicht gerade das, was wir uns vorgestellt hatten.

Beim Aufstieg pfiff uns der Wind maechtig um die Ohren und wir waren froh um unsere windfesten Faserpelze und Regenjacken. Doch da kreuzten wir doch tatsaechlich Australier mit kurzen Hosen und Tops! Am Aussichtspunkt fuer auf den hoechsten Berg, den Kosciuszko, sahen wir ihn in Wolken verhuellt, das machte wiederum keinen Sinn weiter zu laufen.

So entschlossen wir uns, wenigstens zu Fuss durch den Naturpfad runter zu laufen. Leider bestand der Weg wieder mehrheitlich aus Treppen, nicht aus einem Pfad, wir sind wohl verwoehnt von der Schweiz, aber die Umgebung war sehr schoen.

Die letzten Meter wollten wir Rodeln, doch das geht nicht, es gibt nur den Rundtrip, hoch und runter mit dem Rodel, schade, so nahmen wir die letzten Treppen unter die Fuesse. Von Thredbo fuhren wir nach Tallangatta und weiter nach Bonegilla, wo wir wieder einen schoenen Zeltplatz am See fanden. Nach einem ausgiebigen Barbecue fielen wir muede in die Schlafsaecke.
Am naehchsten Tag, da wir gestern den Nationalpark hinter uns gelassen hatten, hatten wir ploetzlich Drang nach Melbourne, wir hatten ja auch schon Einiges von dieser Stadt gehoert. Auf diesem Streckenabschnitt lag die Weinkellerei von Brown Brothers und etwas westlicher noch De Bortoli. Doch einerseits waren die Infos sehr schlecht, und andererseits hatten wir uns gesagt, dass wir keine Weinkellerei besuchen, wenn einer von uns fahren muss. Muessen wir halt die guten Tropfen zu Hause dann wieder geniessen…
Wiedermal schauten wir uns Arbeiten lokaler Kuenstler an, diesmal ein Gebilde, dass von Antonia Gaudis Arbeit in Barcelona beeinflusst wurde.

Nach der langen Fahrt und dem Aufstellen des Zeltes gingen wir voellig ausgehungert einkaufen. Wie man weiss – ein Fehler! Wir kauften fuer ueber 40 CHF ein und dachten, dass wir dies alles aufputzen wuerden. Im Endeffekt reichte uns dieser Einkauf fuer vier Fruehstueck und drei Nachtessen ;-))
Melbourne gefiel uns auch sehr gut, hier wird auch viel zur Unterhaltung gemacht. Das Highlight waren unsere beiden Tage im Melbourne Park am Australian Open. Einmal mit Groundpass und einen ganzen Tag in der Rod Laver Arena, wo wir „unseren“ Roger Federer bestaunen durften. Diese beiden Tage waren voll nach unserem Gusto und wir verheimlichten unsere Herkunft auch nicht.


nur dumm, dass viele nicht wissen, dass Federer, Schnyder und Hingis aus der Schweiz sind!

Doch auch sonst hat die Stadt Einiges zu bieten.


Federation Square von oben


eine Statue down under 😉


alte Exhibition Hall


MCG (Melbourne Cricket Ground), fast bis zu 120’000 Personen


Denkmalschutz nach australischer Art


Music Bowl


Downtown Melbourne

Eine interessanten Fuehrung hatten wir in der Town hall, wo wir in eine riesige Orgel gehen durften, waehrend sie gespielt wurde (groesser als die in der Sydney Opera).

Aber auch der Open Air Tanzkurs war ein spezielles Erlebnis. Unter freiem Himmel, bei strahlendem Sonnenschein und Blick auf das Meer lernten wir die Kunst des Tangos, einmalig!

Nach den intensiven Tagen in Melbourne fuhren wir Richtung Phillip Island, wo wir uns abends beim Eindunkeln mit Nachsichtgeraeten der Heimkehrenden kleinen Pinguinen erzueckten. Richtig schnuselig diese kleinen, watschelnden Genossen.

Am naechsten Tag gings zur Ninety Mile Beach, waaahhhnnnnssiiiinnnnnn diese Laenge. Ein kurzer Spaziergang durch einen Gestruepwald mit vielen verschiedenen Singvoegeln fuehrte uns zur Mc Loughlins Beach, dem Beginn des Neunzig Meilen Strandes. Gut war der gut beschildert, denn wir suchten zwei Touristinfos auf, um nach einer Karte zu fragen, doch wir wissen heute noch nicht, wie diese beiden Bueros den Namen einer Touristinfo verdienen (eigentlich sehr ungewohnt, denn sonst sind diese Posten immer sehr hilfreich). Am naechsten Tag wird es uns vollend bewusst, dass wir in einer Gegend sind, in welcher es weniger touristisch ist. Wir wollten in einem kleinen Dorf auf der Strecke uebernachten, angesichts der moeglichen Uebernachtungen fuer Ruth und Juerg in Motels entschlossen wir uns dann aber weiter zu fahren und bis ins naechste Touristenzentrum vorzudringen, Malacoota. Dies stellte eine grosse Strecke dar. Auf dem Weg schauten wir uns noch die aelteste Drehbruecke der Welt an. Einen langen Jetty, der durch Sedimentablagerungen vom Fluss gebildet wurde und an einem Strand konnten wir uns wieder kaum losreissen, da wir eine Albatross-Familie beobachteten, die mit ihren Jungen Luftkaempfe uebten.
Bei einem Strand von Malacoota fanden wir schoene Felsformationen und wanderten den Strand entlang, die Natur ist schon was Herrliches!


aelteste Drehbruecke (dieser Art) der Welt

Hier noch einige Impressionen zwischen den Staedten

Camping Stylleben 🙂


31. Januar 2006

Kuesten & Straende, dann Nebelwaende

Von Byron Bay bis Sydney gab es noch etliche Straende, die zum Baden oder Bodysurfen einluden, viele Kuesten und Leuchttuerme, die ein Bild wert waren, aber auch ab und zu Kultur (wenn auch junge), einheimische Kunst und Nationalparks im Landesinnern, welche wir uns anschauten. Und einmal beim oestlichsten Punkt von Australiens Festland (in Byron Bay) hatten wir sogar das Glueck, Wasserschildkroeten und Delfine vom Land aus zu beobachten. Wir beiden Tiernarren merkten natuerliche wieder nicht, wie die Zeit vergeht…


(speziell fuer Sandra!)


Mosaikmauer

Da auf unserer Strecke im Osten Koalas in freier Wildbahn eher eine Seltenheit sind, durfte natuerlich auch ein Besuch in einem Koalapark nicht fehlen, um die wuscheligen Tiere zu sehen. Natuerliche haetten wir auch diese Spezies lieber in der Natur gesehen, doch das blieb uns leider vergoennt 🙁

Kurz vor Sydney machten wir in Newcastle einen laengeren Stopp, da dort ein ehemaliger Arbeitskollege von Stephan in den Ferien war und wir ihn seit langem wiedermal treffen wollten. Und Newcastle war die erste Stadt in Australien, die auch etwas Charme hatte mit aelteren Hauesern und gelungenen Neubauten. Aber das Highlight war natuerlich das Wiedersehen mit Patrick und das Bodysurfen am Newcastle Beach.

Doch auf das Bogey Hole in Newcastle hat seinen besonderen Reiz, wir konnten uns jedenfalls lange darin verweilen.


Das Bleichgesicht in der Mitte ist Katja 🙂

In Port Stephens buchen wir noch eine Tour fuer eine 4WD Ausflug auf die 32 km lange Duene. Das ist sehr interessant und informativ, da wir auch noch Pipishells (eine Muschelart, die sich im Sand vergraebt, um waehrend der Ebbe zu ueberleben) vom austrocknen zu retten, eine sinnvolle Kombination von Tourismus und Naturschutz. Auch die Infos die wir ueber das einzige Dorf mitten in den Sandduenen erhalten sind voelliges Neuland fuer uns. Und fuer Euch? Wusstet ihr, dass Duenen eines der besten Filteranlagen fuer Trinkwasser darstellen, und dass das Grundwasser die beste Kuehlung fuer solche Haeuser ist und dieses Grundwasser nur 5m unter dem Boden vorkommt? Fast nicht vorstellbar wenn man auf den Duenen in der Hitze steht!

Am 30. Dezember gings weiter nach Sydney wo wir am Tag darauf ein eindrueckliches Feuerwerk mit bester Aussicht geniessen durften.

Der naechsteTag war der heisseste seit 1935, und sowas, hatten wir auch in Asien noch nie erlebt!
Es nuetzte nicht mal, sich in den Schatten zu setzen ,denn der Wind war noch heisser als die Sonnenstrahlen. Die einzige Flucht hiess, Shoppingcenter mit Airconditioning. Darling Harbour ist an diesem Tag ausgestorben. Natuerlich wussten wir an diesem Tag noch nicht, dass diese Hitze wirklich ein Ausnahmezustand war, aber als wir es hoerten waren wir froh darueber. Die naechsten Tage zeigte sich Sydney nicht von der Besten Seite. Am Tag nach der Hitze liefen wir mit Faserpelzen udn Regenschirm herum und auch die folgenden Tage konnten wir die Umgebung der Unterkunft an der Bondibeach leider nur gelegentlich geniessen, doch einen Kuestenspaziergang von der Bondi- zur Cogeebeach koennen wir jedermann empfehlen. 🙂

Damit wir von Syney ueber Canberra nach Melbourne nicht nur die Staedte sahen und zusaetzlich einfacher auf die Campingplaetze kamen, mieteten wir uns ein kleines Auto um die Strecke zurueck zu legen.


Unser Autoeli und unser Zuhause.

Zuerst gings in die Blue Mountains. Doch der beruehmte blaue Dunst der Eukalyptus war zu dieser Zeit leider nicht blau, sondern alles grau in grau. Und auch die three Sisters haetten sicher gerne eine Jacke bekommen 😉

Das wurden feuchte Tage, doch wir genossen es trotzdem, wieder mal in freier Natur zu sein. Jeden Tag wurden wir anders geweckt. Einmal durch einen unermuedlichen „Gueggel“, dann von Kokkaburras (lachender Hans) und an einem Tag meinten es die Kakadus sehr gut mit ihrem „Gesang“, aber das ist ja auch das, was man in freier Natur so geniesst. Wenn man auf dem Rueckweg von der Toilette von einem Hasen begleitet wird oder auch wenn einem die grasenden Kaenguruhs am Abend vor dem Zelt zuerst einen tuechtigen Schrecken einjagen :-). Aber wer haette gedacht, dass wir im Hochsommer in Australien um unsere warmen Schlafsaecke froh sein werden…?

Neben den Three Sisters gibt es noch andere schoene Aussichtspunkte, die weniger beschweizert sind. Man koennte bei Touristenattraktionen manchmal wirklich meinen, die ganze Schweiz sei hier.

Fuer die Weiterfahrt entschieden wir uns, einen Touristdrive zu nehmen. Sensationelle Landschaften breiteten sich vor uns aus, und die Touristen hatten wir hinter uns gelassen (wer weiss, welchen Drive die genommen haben, uns konnte es recht sein). Wir genossen es und hielten unzaehlige Male an, um Tiere zu beobachten, bis Katja langsam Bammel bekam, denn das Benzin schwand und weit und breit war kein Dorf zu sehen. Die Klimaanlage wurde ausgeschaltet und mit den letzten Tropfen kamen wir in Goulburn an, tankten und schlugen unser Zelt auf.

Am naechsten Tag sind wir bereits frueh in Canberra und versuchen uns, einen Ueberblick ueber die riesige (flaechenmaessig) Stadt zu verschaffen. Ein richtiges Stadtgefuehl kommt hier nicht auf, denn alles ist soweit auseinander, von der Erkundung zu Fuss kommen wir schnell weg. Es hat einige interessante Gebaeude, aber im Grossen und Ganzen kann uns diese Stadt nicht sehr begeistern. Natuerliche besuchten wir die beiden Parlamentshaeuser, und das Kriegsdenkmal, aber lange blieben wir nicht haengen. Die Natur hat es uns hier mehr angetan und so entschliessen wir uns, wieder einen groesseren Umweg durch die Snowy Mountains einzuschlagen und nicht direkt nach Melbourne durchzubrettern.


14. Januar 2006

Brisbane nach Byron Bay, der „Westen“ hat uns wieder

Zuerst moechten wir uns entschuldigen, dass die Reportagen hier in Australien immer etwas laenger auf sich warten lassen, weniger ausfuehrlich und auch weniger bebildert sein werden, denn das Internettlen ist hier einfach zu teuer, wenn man mal eins findet!

Eigentlich hatten wir uns Australien vorallem speziell vorgestellt, da wir zum ersten Mal warme Weihnachten und einen hitzigen Jahreswechsel erwarteten. In Asien hoerten wir die Weihnachtsmusik ja vorallem bei Lastwagen, die rueckwaerts fahren und „Jingle Bells“ Musik spielen als Warnung. Aber auch kulturell war es ein echter Schock.
Nach dem anstrengenden Flug von Singapur nach Brisbane (wir mussten beide das Bordunterhaltungsprogramm von A-Z durchprobieren (so was hatten wir beide noch nie gesehen!) wurden wir in Brisbane am Flughafen von Ruth und Juerg (die Eltern von Stephan) in Empfang genommen. Das war ein sehr schoenes Gefuehl wieder mal jemanden Bekannten zu sehen. Nach den ersten Erzaehlungen stiegen wir ins Luxusauto und fuhren Richtung Mount Coot-Tha um die Aussicht auf Brisbane zu geniessen und fuhren dann Downtown.

Dort liefen wir die halbe Stadt ab, da uns Juerg und Ruth schon Einiges zeigen konnten, sie waren ja vor 6 Jahren schon mal hier.

Obwohl wir wenig geschlafen hatten, hielten wir gut mit und erst im spaeteren Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu Stephans Onkel Hans uns seiner Lebenspartnerin Marianne wo wir im Garten unser Zelt aufschlagen durften.


von links nach rechts: Kakadu Jenny, Stephan, Katja, Hans, Marianne, Ruth und Juerg

Doch schon beim durch die Strassen von Brisbane schlendern und auf dem Weg von Brisbane nach Robina (Surfers Paradise) mit den vielen Vergnuegungsparks auf der Strecke und den vielen Eindruecken machte sich der Kulturschock etwas bemerkbar. Fuer die naechsten Tage mussten wir es langsamer angehen, denn soviel Luxus und Infrastruktur usw. waren wir uns einfach nicht mehr gewoehnt. Australien kam uns vor wie Nordamerika. Stephan hatte das etwas erwartet, Katja war ziemlich ueberrumpelt und hatte laenger, um sich daran zu gewoehnen. Die ersten Tage haette uns niemand fragen muessen, ob wir in einen Adventurepark gehen wollen.
Die naechsten Tage verbrachten wir in der Umgebung des Surfers Paradise und Brisbane. Einen Tag ermoeglichte uns Hans mit seinem Boot Brisbane aus der Kanalperspektive zu erkunden, das war super. Wir fuhren vorbei an Haeusern mit Swimmingpool und modernen neuen Bauten (Traeumen darf man ja, leisten werden wir uns das nie koennen) und Stephan und Juerg betaetigten sich auch noch als Steuermaenner. Fast haetten wir bei der Ruderuebernahme von Juerg noch mit einem Mann oder Frau ueber Bord Manoever ueben koennen, doch es blieb dann beim „Hut ueber Bord Manoever“.

Natuerliche durfte auch ein Strandbesuch nicht fehlen, wo wir uns in die Wellen warfen.
Und einen weiteren Tag verbrachten wir nochmals in Brisbane, wo wir eine empfohlene Spaziertour unseres Reisefuehrers machten und die moderne Architekur von Brisbane und die gemuetlichen Kaffees nochmals auf uns wirken liessen. Eine gelungene Stadt, finden wir.


Mitten in der Stadt wurde ein echtes Strandbad aus dem Boden gestampft, auch das ist Brisbane!

Ein weiterer Ausflug fuehrte uns zuerst zu dem Stausee, welche die ganze Region um Brisbane mit Frischwasser versorgt, der Hinze Dam und dann weiter nach Tambourine Mountain, einem Nationalpark mit einer Einkaufs- und Kaffeeshop Strasse, doch wir waren zu spaet dran und alles war schon geschlossen, ist etwas speziell um die Weihnachtszeit mit den Oeffnungszeiten. Doch zum Abschluss des Tages gab es noch ein feines Essen mit super Aussicht auf die Kueste.

Ansonsten hat Katja mal wieder einen Zopf gebacken, Stephan machte eine Tour zu neuen Bauten, extrem was sie hier in Australien, vorallem in der Umgebung von Surfers Paradise aus dem Boden stampfen…


Grillmeister Stephan

Am 24. Dezember machten wir einen ganz speziellen Ausflug. Gegen Mittag gingen wir zu dritt zu einem Pferderennen. Die Australier sind ganz Sportwettverreuckt. Wir kamen zwar erst fuer die letzten zwei Rennen und hatten keine Ahnung was wie wo, doch die Australier sind ja so geduldig und hilfsbereit und so konnten wir eine Wette mit Hilfe der Kassierrin (oder wie die auch immer benannt wird 😉 ) platzieren. Dann gings auf die Tribuene und das Rennen startete gerade. Katja filmte das Spektaktel, doch als sie feststellte, dass „ihr“ Pferd fuehrt, war die Kamerafuehrung eher dass es einem schlecht werden konnte und ausser dem Geschrei von Ihr „meins ist erster, meins ist erster“ hoerte man nichts mehr auf dem Film! Und tatsaechlich, Ihr Pferd gewann. Einsatz 2 Dollar, Auszahlung 8.40 Dollar! War wohl ein Aussenseiter!
Beim zweiten Rennen war dann Stephan an der Reihe auch bei ihm gab es etwas mehr als das Dreifache! Froehliche Weihnachten!
Das war vielleicht ein spezielles Erlebnis!


Das Pferd, das Katja einen vierfachen Gewinn brachte 🙂

Aber auch das ganze Drummherum hat uns recht fasziniert, obwohl wir nicht mal die Haelfte begriffen, aber wir werden versuchen nochmals einen solchen Event zu besuchen, das war echt spannend und lustig!

Am Abend gab es dann Barbecue im Garten anstatt Fondue Chinoise in der warmen Stube. Nur die Muecken wollten uns die Stimmung etwas verderben, sodass wir dann das Dessert trotzdem in die Stube verlegten und den Weihnachtsbaum noch etwas genossen.

Am naechsten Tag verabschiedeten wir uns von Hans und Marianne, da wir nun nach Sueden zogen. Zuerst in den
Springbrook Nationalpark. Wunderschoen in den Huegeln (Berge kann man diesen Hoehen ja nicht sagen, wenn man aus Asien kommt), doch leider spielte das Wetter nicht ganz mit und die schoenste Aussicht blieb uns vergoennt. Doch die Wasserfaelle und Naturbruecken mit den schoen angelegten Spazierwegen genossen wir in vollen Zuegen.

Danach fuhren wir bis nach Byron Bay, wo wir mit viel Glueck das letzte Zimmer fanden (denn am 25. Dez. ist ein oeffentlicher Feiertag, an dem sogar fast alle Unterkuenfte geschlossen haben, entweder man kommt schon am 24. oder dann erst wieder am 26.!). Bei Fish n‘ Chips liessen wir den Tag ausklingen.


23. Dezember 2005

Merry Christmas & a Happy New Year !

Wir moechten Euch auf diesem Weg allen frohe Festtage und en guete Rutsch ins neue Jahr wuenschen !


mmhhh, feini Zimtsterne vom Mami, Direktimport us Wattwil 🙂

We wish you a Merry Christmas and a Happy New Year !