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19. Mai 2016

Bangkopf

Zum Abschluss dieser Reise machten wir noch einen Abstecher nach Bangkopf – äh Bangkok. Flavio glaubt uns einfach nicht, dass es Bangkok und nicht Bangkopf heisst! Jänu 🙂 Wir wollten nochmals in diese pulsierende Stadt eintauchen und unseren Kindern zeigen wo wir vor zehn und acht Jahren eine tolle Zeit verbrachten. Wir bezogen wie zu Beginn unserer Reise eine ganze Wohnung, natürlich mit Pool- und Fitnessanlage im Hause (letzteres beäugten wir einmal mehr nur von aussen😉)!

   
   

Die Aussicht von unserer Dachterrasse – direkt auf das neu höchste Gebäude von Bangkok! (von Ole Scheeren)
  

Schon kurz nach unserer Ankunft machten wir uns auf um den Kühlschrank etwas zu füllen. Die Strassenfoodstände wurden soeben aufgebaut, herrlich diese verschiedenen Düfte!

 
  
  
 
Frisch zubereiteter Streetfood

Dann sind wir natürlich auch auf der Suche nach fabric also auf Deutsch Stoff. Per Passagierboot fahren wir dem Chao Praya entlang. 

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In der Nähe von little India steigen wir aus und finden uns direkt im Flowermarket wieder.
 
   
 

  
  
 

Und dann finden wir die richtigen Strassen, Katja wähnt sich im Paradies und kriegt von uns Dreien auch etwas Auslauf. 😉

 
  
  
  
 

Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen an der Khaosan Road Pat Thai essen zu gehen.
   
  
  

 

Abendessen für uns vier: köstliche Nudeln und 3 Frühlingsrollen für total 90 Baht (=2.50CHF!)

Für die Kinder suchten wir nochmals einen speziellen Spielplatz und wurden etwas im Norden der Stadt mit dem Children’s Discovery Museum fündig.

  

Im Cockpit

 

Bei der Feuerwehr

 

Beim Tierarzt

als Städtebauer

 

Archäologen

   

  
 

Ok, der Pinsel kommt normalerweise erst bei der Kleinstarbeit zum Einsatz…
  

Gärtnereien und vieles mehr, ein Kinderparadies!

Und der obligate Wasserpark

  

Während der Reise liefen wir immer wieder an Spielsachen heran welche unsere Kinder gerne haben wollten. So machten wir zusammen ab, dass wir in unserer letzten Station in Bangkok dann etwas für sie kaufen würden. Dachten wir doch dass wir hier relativ günstig davonkommen und wir das Ganze dann auch nicht mehr lange mit uns herumzuschleppen müssen. Die Spielzeuge fanden wir dann auch aber…. diese Preise???

Chaos, das übliche Bild

  
  
  
  

Wir wurden aber auch hier noch fündig und die Augen unserer Kinder begannen zu leuchten!

 

Zum Schluss fanden wir noch ein sehr tolles Shoppingcenter das Terminal 21. Jedes Geschoss repräsentiert eine Weltstadt wie Tokio, London, San Francisco und die Läden machen bei diesem Konzept mit, ja sogar das Wachpersonal passt sich an!

 
  
  
  
  
  
 
Nach total fünf Tagen in Bangkok hiess es für uns dann definitiv die Rucksäcke packen und ab nach Hause, ganz nach Hause 😉
Schön war’s in Bangkok – wir kommen wieder!


28. Dezember 2005

Unser Eindruck von Asien

Allgemein fragten wir uns, wo denn nur die Kinderwagen sind. Wenn man in Asien einen erspaeht, ist er meist von Touristen, denn in Asien werden die Kinder auf Armen getragen.
Die Arbeitsbedingungen und -Zeiten sind hart. V.a. in Tibet und Nepal haben die Frauen gleichstrenge koeperliche Arbeit wie die Maenner zu verrichten, in Vietnam und Thailand arbeiten sie an einem Tischchen am Strassenrand oder verbringen die Tage brusttief im Wasser. Ausser in Vietnam (ehemaliger Einfluss von Frankreich) findet man nur 7 Tage Wochen und gluecklich wer 7 Tage arbeiten darf!
Lernen koennten wir vom Gesundheitsbweusstsein der Asiaten. Da fuer die Meisten das Gesundheitswessen zu teuer ist wird von Generation zu Generation das Morgen- und/oder Abendturnen, sei es Tai Chi, Joggen oder einfach Gymnastik und Dehnen/Stretchen, weitergegeben. Bei keinem Morgen- oder Abendspaziergang stiessen wir nicht auf turnende Asiaten im Freien und man sieht es ihnen an, sie sind fit und beweglich bis ins hohe Alter!
Ansonten bleibt uns von China der Eindruck die von Ungeziefer und Hundkot freien Strassen, da das Meiste das sich bewegt auf dem Grill endet. Von Tibet die Armut und Unterdrueckung von China und die Opfer und Strapazen die sie fuer den Glauben auf sich nehmen; ein erstaunliches Volk. Von Nepal bleibt uns der indische Touch mit Geruechen und Farben und das chaotische Strassenleben. Im Gegensatz zu Thailand mit seiner guten Infrastruktur, was das Reisen als Globetrotter fast zu einfach macht, bietet aber kulturell und landschaftlich ebenfalls viel Abwechslung und Vietnam hat uns mit seiner Vielseitigkeit absolut erstaunt und hat uns gelehrt mit Schlitzohren (nicht Schlitzaugen 😉 ) umzugehen.
Alles in Allem viele verschiedenartige Laender, jedes auf seine Art eine Reise wert. Asien, wir waren nicht das letzte Mal hier 🙂

CHINA


Diese Katzen gingen uns richtig auf den „Wecker“.


chinesische Feinarbeit in rot bei allen Tempeln

TIBET


Gebetsflaggen …


Gebetsmuehlen


und wunderschoene Trachten, das ist Tibet (natuerlich das Gebirge nicht zu vergessen)


und alle Pilgern, der Weg ist das Ziel (fast wie bei uns 🙂 )

NEPAL


Lasten fast so gross wie Kasten (Schrank in hochdeutsch)


Chaos auf Strassen, nimm’s einfach gelassen


Bis auf den letzten Platz ausgenuetzt

VIETNAM


Ein vietnamesischer Fischer


Eine typische Strandverkaeuferin von Vietnam


Stilstudie aus Vietnam

THAILAND


Am Bangkok Weekendmarket hat’s alles (muesch eifach sueche, schwitze und Geduld ha 😉 )


In Thailand bewachen die Drachen…


Thailand, ein Land voller Flip Flopper (das isch oeppis fuer Dich, Sandra 😉 )


Adieu Thailand, heisst auch Adieu Asien


Obwohl Stephan bereits gepackt hat, sieht er nicht so aus, als wenn er Asien verlassen wollte. Aber ich habe ihn dann doch noch auf den Flieger gebracht.


23. Dezember 2005

Driving, diving, raining and dining

The last nearly two weeks we wanted to spend out time on the beach. First of all for the Open Water Licence on Koh Tao and then some relaxing beachdays on Koh Phangan. We got a really good deal for the diving package directly booked from Bangkok including transfer with a Airconditioned bus and the High Speed Express Ferry from the mainland to the Island. The busride was during the night and because they calculate some extra time to make sure that we won’t miss the Ferry we has about 3 stops during the night to make sure we don’t arrive to early because on this day there was no traffic. Therefore we couldn’t sleep very well and the busdriver tried to make a refrigerator out of the bus, Katja was nearly freezing. At 5 o’clock in the morning we arrived at the ferry terminal still two hours to early for the Ferry departure. So we spent some time with our heads on stone tables and tried to sleep a little bit more…
At 7 o’clock we could board the Catamaran High Speed Ferry. Half an hour everything was fine, but then, Katja had forgotten to take the travel medicine (because the last rides in the bus she was always fine) and this was a big mistake with this High Speed Catamaran Ferries, because the Captain does normally not care from which side the waves are coming, he just drives through or bumps over them. When we arrived finally in Koh Tao there was no more color in her face and she just decided to walk to the resort instead of taking the offered car transfer. After this very long and taff journey the only thing we wanted was a bed. But there was no more airconditioned bungalow left, and we were asked to wait for a transfer to another resort with aircon-bungalows.
Another 80 minutes of waiting until we got a transfer to the resort, which was far away. And because we had all our lessons for the PADI at the first resort we decided to take a fan bungalow back in the other resort to avoid every day four transfers for the diving . Finally we had our accomodation and the course started on the same day in the afternoon.


Chrystal dive resort

Four hours of video and answering questions about the video. Glad there was a person which invented Coke 😉
After this day our lights were turned off really early.
For the next day there was another video session in the morning and the afternoon we spent in the pool to train the required skills for the Open Water. More than 6 hours in a cold pool with two short breaks in between and Katja got a new nickname (Miss Blue, Fraeulein Blau), because she had already blue lips after an hour in the pool. At the end all of us couldn’t stop shaking. This was really hard work during our „beachholidays“ but we could manage every single task in the pool and didn’t have to repeat the poolsession the other day!
The next day we had the final theoretical test before we started on the boat to the sea for the first two dives.


Our dive-instructor Johan, we couldn’t take him always serious


preparations


Buddycheck with Buddy Denis


everything ok

Unfortunately the weather during the last 3 days was always bad and this had also consequences on the visibility conditions in the sea. Katja had to give up her first attempt to dive because of her claustrophobie 🙁 , Stephan and Denis (a german guy from Munich) went down for their first dive with Johan (our instructor from Denmark). They completed two dives in this afternoon and did a really good job although the visibility was bad.


surroundings of the dive spot

The next morning we had to be on the boat at 7.15 am (and we thought, we go on holiday 😉 ). Katja decided to come as well to be able to take some photos. There was as well a professional cameraman on the boat. He made a video from all Open Water students. He did a really good job even though the visibilty was worse than the day before. At noon Denis and Stephan had passed their Open Water and where now certified divers :-).


after the first dive of the day


after the completed course, only one big smile 🙂


Thanks very much Johan, you are the best!

Holidays could start.

In the afternoon we only lay at the pool and the sun was once shining!


pool life can be so nice, when the weather is fine


our dive group including instructor with his favourite RDP table

In the evening they should show the movie from the morning, but there was a technical problem and after more than 2 hours of waiting we decided to go for dinner. We had a really nice little party with Denis, Giovanni (friend of Denis) and Johan. I stopped to count how many buckets we drank but it was really fun. After the restaurant closed a free air Pick up Taxi brought us to a Beachside Bar with music.


already one over the thirst? 😉

The next day we went once again on the Catamaran to Koh Phangan. But this time with the tablets Katja was ok. Our accomodation on Koh Phangan was only a little box, but directly at the beachside. We could lay on the bed and watch the waves on the beach.


our beach box


the view from the beach box

But as well in Koh Phangan the monsun was not over and the beachvolley camp, which was the reason why we have choosen this resort was flooded :-(. We really miss it, but now we have to wait until Australia.
The next 5 days we relaxed on the beach or in the cabin (because of the rain) with reading, SuDoku and writing. Nearly every evening we walked along the beachside to different Restaurants which organised barbecues directly on the beach and Stephan tried different kind of fresh fish (Red Snapper is his favourite).


Barbecue, that’s not only looking very good, it was excellent!

Only one evening there was a really bad surprise in our cabin waiting. It was raining really hard in the evening and as we arrived from dinner, the room was full of cockroaches! ! ! First of all we saw only one (a big one). Stephan catched it and brought it outside. Because we know, you should not smash them. But when we saw the others, there was no other possibility than to kill them and it took more than an hour. Stephan was soaked with sweat after this session and Katja called him a „mass murderer“, although she was really glad, she had only to block the entrance holes for other cockroaches to come in with toiletpaper.
For the next nights we were cockroachfree! Good job 🙂


before a thunderstorm, and it was not the only one… 🙁

After this relaxing days we had planned to go back to bangkok during the day (not another night bus trip). But the sea was really rough, the waves were 6 meters high and as you know the ruddertecnic of the captains on this boats, we smashed over the waves and we had to hold us on the seat to prevent from flying out of our seats! That was too much for Katja. As well with the tablets she went paler and paler, was soaked with sweat (now it was her turn 😉 ) and the rest of the details we keep in secret. There was no sense to go further on because after the boattrip there was waiting a six hour busride back to Bangkok. We decided to disembark in Koh Tao and stop overnight. We didn’t regret this stop at all. We had another afternoon at the pool with some sunshine, met Johan (our really nice instructor, actually the best you can have) once again for dinner and we had the possibility to watch the movie of Stephans Open Water dive finally this evening. In the endeffect we were really happy to have made this decision for another day in Koh Tao. Katja took a higher dose of Stugeron for preparing for the next day. And the next day although she took 6 times as much as on the sailingboat trips last year she was afraid of the boat and busjourney. But everything was good the next day, even though the waves were the same or actually sometimes higher but she just closed her eyes, put earplugs in (to prevent from hearing the other pale faces) and lived in her own world for 2 hours until the catamaran trip was over.


Katja’s beloved Catamaran High Speed Ferry

On this day we finished our trip back to Bangkok and enjoyed our last days in Asia. Now we will fly further on to Australia 🙂


18. Dezember 2005

Bangkok

Bangkok wurde fuer uns so eine Art „unser Zuhause“ von wo wir unsere weiteren Ausfluege planten. Somit konnten wir die unnoetigen Sachen wie Schlafsaecke, welche wir dann spaeter wieder brauchen werden, dort zuruecklassen und mit weniger Gepaeck herumreisen. Zudem war es auch ganz einfach und billig etwas Zeit auf unserer Homepage zu verbringen und die verschiedenen Updates zu machen.
Bei diesen verschiedenen Zwischenstopps in Bangkok schauten wir uns noch ein paar Sehenswuerdigkeiten an. Eines Morgens liefen wir zu der meistbesuchten Tempelanlagen in Bangkok, dem Wat Pho mit dem liegenden Buddha und zum Grand Palace. Der Wat Pho mit seinem 46m langen und 15m hohen liegenden Buddha ist schon eindruecklich, passt er doch kaum in seine Behausung rein, geschweige denn aufs Photo.

Zudem beherbergt dieser Palast die meisten Buddha-Gemaelde von Thailand. Umgeben wird dieser Bau mit fantastisch verzierten Stupas.

Auch ist der Wat Pho das nationale Schulungszentrum der traditionellen Thai Medizin und Massage. Etwas versteckt wird dort von Moenchen noch eine Schule betrieben und wir waren gleich da, als die Kinder „Znuenipause“ hatten und spielten. Wir schauten dem Treiben recht lange zu und vergassen beinahe, dass wir ja eigentlich wegen einer Sehenswuerdigkeit hier waren 😉


Man beachte das Schwaenzli des Kleinen, echt spitzbuebisch!

Ein kleines Spaesschen in Ehren kann niemand verwehren, oder?


Obwohl, Katja wurde dann etwas groessenwahnsinnig…

Nur ein Steinwurf daneben gelegen ist der pompoese Grand Palace und Wat Phra Kaew. Auch der Touristenaufmarsch weist darauf hin, dass hier etwas Spezielles sein muss.


Wunderschoene Feinarbeit, echte Kunstwerke

Dieser Wat Phra Kaew beherbergt den Emerald Buddha, eine aus Emeraldstein bestehende Buddha Statue. Nicht extrem gross, doch sehr wertvoll. Dieser wurde auch ganz streng bewacht und somit war natuerlich fotografieren verboten, was wir auch respektierten. Wir schauten uns noch etwas um bevor wir genug Tempels fuer diesen Tag gesehen hatten…
Auf der Dachterrasse unseres Hotels liessen wir uns eines Abends noch mit einer Oelmassage verwoehnen, nachdem wir gesehen hatten wie die Thaimassage hier funktioniert, entschieden wir uns fuer die „Softivariante“ 🙂

Eines Tages liessen wir uns in einem Tuk-Tuk zum modernen Shoppingcenter MBK chauffieren. Die Fahrt war recht abenteuerlich, da die Fahrer jede noch so kleine Luecke ausnuetzen um schneller als die Autos vorwaerts zu kommen. Das geht dann recht ruckartig zu und her und zudem sitzt man meistens in einer Abgaswolke, vorallem der Abgase des eigenes Tuk-Tuks!
Katjas Kommentar: „Einmal und nie mehr!“

Auf der Zielgeraden wurde unser Fahrer dann auch noch von der Polizei angehalten und musste gleich seinen Fuehrerschein abgeben, aber mit etwas Kleingeld wurde das wohl schon wieder geregelt… So machten wir die letzten paar Meter zu Fuss und stuerzten uns ins Gewimmel des Shopping-Centers. Am Abend goennten wir uns dann noch einen Kinobesuch. Fuer den Film Madagascar kaufte sich Katja dann sooooo viel Popcorn (anstatt ein Nachtessen), dass ihr davon schlecht wurde und bei ihr braucht das ja mega viel 😉 Aber sie musste ja auch lange auf Popcorn warten seit unserer Abreise…
Auf der anderen Seite des Flusses Mae Nam Chao Phraya gibt es noch einen Tempel, welchen wir uns ebenfalls anschauten der Wat Arun. Dieser war die Herberge nachdem Ayuthaya als Hauptstadt zerstoert wurde und ist deshalb ebenfalls im Khmer-Styl gebaut. Der untere Teil wurde von Rama II. gebaut, auf schlechtem Fundament, erst Rama V. baute das Kunstwerk fertig. Der groesste Turm ist 67m hoch und wunderschoen, denn was diese Anlage ganz einzigartig macht ist, dass alle Tuerme mit Porzellan-Ornamenten dekoriert wurde. Dieses chinesische Porzellan kam als Ballast auf den Frachtschiffen von China her und wurde, nachdem die Waren von Thailand fuer China verladen wurden in Bangkok ausgeladen, somit gab es zu dieser Zeit Unmengen von chinesischem Porzellan in Bangkok. Eine glaenzende (in doppeltem Sinne) Idee, diese zu Dekorationszwecken zu verwenden.

Und uebrigens, auf den Strassen von Bangkok kann man sich guenstig und sehr gut verkoestigen. Sei es mit


Nudeln oder Fruehlingsrollen


Fleischspiesschen


asiatischer Crepe mit unserem Favoriten: Banane, Schokolade und gesuesste Kondensmilch 🙂


oder einem feinen Maiskolben frisch ab Grill, „en guete!“


18. November 2005

Elefantendung und andere Gewuerze

Zuerst ging es daran, aus Elefantendung (auf deutsch Scheisse) Papier zu schoepfen. Als wir das hoerten, dachten wir, das wird ja ne schweinige Angelegenheit. Doch der Dung ist bereits gereinigt und gebleicht und riecht nicht mehr nach dem, was er mal war… Nur der Gedanke daran ist etwas eklig, aber eigentlich ist es ja nur Cellulose. Wir machten uns daran, die „Scheissklumpen“ unters Wasser zu mischen und eine moeglichst ausgeglichene Masse zu kriegen, die dann auch schoenes Papier ergeben sollte. Die ersten Versuche waren nicht so der Hammer, doch mit jedem weiteren gefertigten Papier sah das Endresultat etwas besser aus.

Danach gings es in die Speisekammer der Elefanten, wir wollten unsere beiden Begleiter fuer die naechsten beiden Tage ja mit einer Leckerei begruessen. So machten wir uns mit einem Riesenbueschel Bambus auf den Weg zum Showplatz.

Nach der Vorstellung war es dann so weit, Katja wurde mit dem Mahout (Elefantenfuehrer) Swang und Jojo, dem Elefanten bekannt gemacht, Stephan durfte sich auf Prachaub setzen und wurde von Nut in die Theorie der Elefantenbefehle eingefuehrt. So uebten wir schon die ersten Befehle fuer Aufsteigen „Son-Soong“, der Befehl war ja noch einfach, aber dann aufsteigen war eine richtig schweisstreibende Angelegenheit. Katja hatte einen der groessten Elefanten bekommen und konnte den Hals des Elefanten kaum erreichen, uff war das ein Kampf. Doch kaum oben gings weiter. Wieder absteigen „nan loong“. Und wieder rauf. Dann vorne ueber den Kopf abspringen, umdrehen und gleich wieder aufspringen bevor der Elefant wieder aufsteht. Danach war man aber verkehrt auf diesem Riesending und eine akrobatische Einlage war gefordert, um sich um 180 Grad zu drehen. Danach gabs noch Befehle, dass unsere Elefanten einen zu Boden geworfenen Stock in drei verschiedenen Positionen mit dem Ruessel aufheben und uns wieder in die Haende geben und nach dem Absteigen der Befehl, er soll sichseitlich hinlegen, wie zum Schlafen. Danach gabs ne kurze Pause, in der wir unseren Elefanten die angeschleppten Bambusstangen verfuetterten und dann gings zur zweiten Runde Training. Wir koennen Euch sagen, wir hatten die Pause wohl mehr noetig als die Elefanten, auf einem so grossen Tier herumzuturnen ist recht anstrengend, vorallem wenn man nicht mehr regelmaessig Sport treibt ;-).

Danach hiess es die langen Ketten ueber den Elefantenhals zu werfen und ihn bereit fuer den Jungle zu machen. Danach stiegen wir wieder auf und trotteten mit den Elefanten in den Jungle, aber diesmal nicht in einem Holzsitzli, nein wie ein richtiger Mahout auf dem Elefantenhals und gaben mit unseren Fuessen die Befehle durch. Dies geschieht, indem man den Elefanten in die Ohren stoesst und zusaetzlich den entsprechenden Befehl ruft. Zum vorwaerts marschieren ruft man staendig „Bai, bai“ und stupft ihn mit beiden Fuessen gleichzeitig in die Ohren. Doch am diesem ersten Tag mussten uns die Mahouts doch ab und zu mit den Befehlen unter die Arme greiffen, denn manchmal machten unsere Elefanten was sie wollten :-).
Auf unserem Weg in den Jungle machten wir die erste Badepause in einem See, Katja wurde natuerlich wieder klitschnass, da Jojo so tief abtauchte, dass sie sich nicht mehr auf seinem Ruecken halten konnte und abdriftete. Dieses Bad war wieder ein Heidenspass.

Nach diesem ca. 40 minuetigen Trip in den Jungle auf dem Ruecken des Elefanten, hiess es das ganze zu Fuss durchs Dickicht zurueck zu laufen, oder besser gesagt zu springen, denn die Mahouts legten ein Heidentempo an den Tag um in den Feierabend zu kommen. So ein Elefantentag beginnt frueh, ist aber auch frueh zu Ende, denn die Elefanten muessen ja genug Zeit im Dschungel haben um Ihren Hunger zu stillen.
Zurueck im Camp hatten wir dann Zeit zum duschen und etwas erholen,

bevor wir von den Einheimischen mit Delikatessen bekocht wurden.

Danach legten wir uns bereits um 20 Uhr abens nach dem anstrengenden Tag schlafen.

Am naechsten Tag mussten wir frueh aus den Federn. Um halb sieben hiess es, ein bisschen Zueckerchen (Gurken und Nuesse) fuer die Elefanten in die Taschen stecken und wieder in den Dschungel laufen.

Heute morgen war das Tempo der Mahouts etwas gemaehchlicher, was uns auch recht war. Bei den Elefanten angekommen, mussten die Mahouts ihnen rufen, da sie mit den langen Ketten nicht mehr dort waren, wo wir sie gestern gelassen hatten. Sie kamen mit schnellen Schritten und freudigem Ohrenschlagen aus dem Dschungel auf uns zu und halfen den Mahouts mit dem Ruessel, die Ketten wieder einzuziehen, wirklich ein Zeichen, dass sie gut behandelt werden und gerne mit ihren Mahouts arbeiten, denn diese gaben nur die Befehle, nie ein Schlag mit einem Stock. Dann war unsere Arbeit wieder gefordert. Zuerst gaben wir dem Elefanten den Befehl, sich hinzulegen, damit wir ihn vom Dreck, den er sich zum Schutz vor Insektenstichen ueber Nacht mit dem Ruessel auf den Ruecken sprueht befreien konnten. Dafuer sammelten wir Aeste von Straeucher, die den Elefanten nicht als Nahrung dienen und „schlugen‘ sie damit ab. Katja streichelte zuerst nur ueber Jojo’s Ruecken, doch damit konnte sie den Dreck nicht aus seiner dicken, rauhen Haut bringen. Swang zeigte ihr dann, wie das geht und wir putzten die Elefanten wie die Wilden.

Danach durften wir wieder aufsteigen und es folgte wieder ein herrlicher Ritt „Hoch zu Elefant“ durch das Dickicht des Dschungels zurueck ins Camp. Waehrend dem Ritt durch den Dschungel bettelten Jojo und Prachaub die ganze Zeit nach Zueckerchen (Nuesse und Gurken). Sie streckten immer den Ruessel nach hinten, solange, bis sie was bekamen. Katja gab Jojo die Leckereien ziemlich schnell, da er extremen Ruesselgeruch (bei uns wuerde man Mundgeruch sagen) hatte, und wenn er dann so richtig ausschnaubte durch seinen Ruessel fiel sie fast vom Elefanten. So steckte sie ihm die Nuesse immer moeglichst schnell in die Ruessel. Ist noch ein komisches Gefuehl, jemanden etwas in die Nase zu stopfen. Stellt Euch das mal vor… Aber die Elefanten die pusten diese Nuesse danach in ihren Mund und lassen es sich schmecken. Natuerlich durfte auch an diesem Morgen ein Bad nicht fehlen, doch diesmal waren wir schon etwas vorbereitet und vertrauter mit den Tieren, und konnten den obersten Viertel trocken halten, indem wir ab und zu aufstanden wenn die Elefanten abtauchten. Nur wenn sie sich mit dem Ruessel selber abspritzten, gab es kein Entkommen und wir wurden wieder von Kopf bis Fuss nass.

Danach trotteten wir den letzten Teil auf der Strasse zurueck und hinterliessen unsere Spuren, damit die Touristen dann den Weg ins Camp finden.

Im Camp zurueck, klitschnass aber wieder zufrieden und gluecklich lagen im Homestay bereits frische trockene Mahoutkleider bereit, so konnten wir uns umziehen und das herrliche Fruehstueck geniessen.

Um 9 Uhr gings weiter zu einem weiteren Training mit den Elefanten. Aufsteigen, absteigen, Befehle geben und die speziellen Faehigkeiten nochmals trainieren. Stephans Elefant, Prachaub, kann zudem Musik spielen, Katja’s Jojo ist einer der geschickten, kann auf einem Baumstamm drehen und ist sehr kraeftig, indem er 4 Baumstaemme zusammenschieben kann. Danach gings zum See, wo fuer die Touristenshow ein Elefantenbad stattfand, dasselbe, das wir gestern noch als Zuschauer genossen hatten, heute waren wir mitten drin! Diesmal war Katja nach dem Bad etwas weniger nass als Stephan (fuer das erste Mal), aber nur weil Ihr Elefant und ein weiterer einen riesen Spass daran hatten, Stephan mit dem Ruessel die ganze Zeit abzuspritzen!

Danach machten sich alle Elefanten und Mahouts, inklusive Stephan und mir auf den Weg in Einer-Kolonne zum Showplatz. Jojo und ich fuehrten den Tross an, indem Jojo mit dem Ruessel eine Fahne schwang. Gleich dahinter hielten 2 Elefanten eine Trommel und der dritte in der Mitte schlug diese mit seinem Ruessel.

Beim Showplatz nahmen wir nun aktiv mit „unseren“ Elefanten an der Show teil und zeigten unsere erlernten „Kunsstuecke“. Zum guten Glueck gehorchten uns die Elefanten auch waehrend der Vorfuehrung meistens, sodass wir mit den Mahouts im Programm mithalten konnten.

Nach der Show fuehrten wir die Elefanten an die Abschrankung, doch dazu brauchte es nicht sehr viele Befehle, denn die Elefanten wissen, dass nach der Show hinter der Abschrankung die Touristen Leckerbissen in Form von Bambus und Minibananen fuer sie bereithalten, unsere Beiden stuermten los und erhaschten sich so viel, dass sie dazwischen immer wieder etwas mit dem Ruessel zu uns hoch gaben, was wir dann fuer sie auf ihrem Kopf stapelten. Sobald die Touristen dann nichts mehr hatten zum verfuettern, forderten sie mit dem Ruessel wieder etwas von ihrem angelegten Vorrat ein und wir gaben es ihnen wieder in den Ruessel (Katja hatte den Vorrat wieder sehr schnell verfuettert, woran das wohl lag 😉 ).

Danach hiess es schon Abschied nehmen von Jojo und Prachaub, Swang und Nut. Das war schon etwas traurig, hatten wir diese zwei Tage doch so genossen!

Dann sahen wir uns noch das Elefantenspital an. Ein sehr bedrueckendes Erlebnis. In diesem Spital werden alle Elefanten von Thailand gratis medizinisch versorgt, um sicher zu stellen, dass die Elefantenunfaelle auch gemeldet werden und ihnen geholfen wird, anstatt dass sie irgendwo unter Schmerzen vor sich hin vegetieren oder gar sterben. Viele der zu behandelnden Elefanten haben einen Teil eines Beines durch Minen verloren und werden nie mehr recht gehen koennen. Diese Unfaelle geschehen vorallem an der Grenze zu Myanmar (Burma). Ein Elefant hatte eine Hautkrankheit und ein weiterer den halben Ruessel bei einem Arbeitsunfall im Dschungel verloren. Ohne Ruessel kann ein Elefant sich nicht mehr selber ernaehren, da der Ruessel sein Werkzeug ist, wie fuer uns Messer und Gabel um die Speisen in den Mund zu kriegen, aber den Ruessel brauchen sie dann auch noch waehrend dem Essen um die Bambusstuecke immer wieder zu drehen und zu verreissen. Wahnsinn, wie geschickt die grossen Tiere mit ihrem Ruessel umgehen koennen. Fuer diesen Elefanten haben sie extra einen Trog gebaut, damit er direkt mit dem Mund essen kann, doch auch mit diese Hilfe isst er weniger als normal, da er sich nicht daran gewoehnt ist und auch das Futter viel kleiner zermalmt werden muss, als wenn er den Ruessel noch haette. Somit ist er sehr mager, ebenfalls ein hartes Schicksal.
Nachdem wir dann die Photos von Pat bekommen hatten verliessen wir das Trainings- und Conservationscenter und versuchten einen Bus zurueck nach Lampang zu finden. Das sei sehr einfach, einfach auf dem Highway die Hand heben, wenn ein Bus in die richtige Richtung faehrt. Doch die ersten zwei Busse brausten einfach an uns vorbei. Nach ca. 20 Minuten hielt einer, war aber schon voll. Wir konnten trotzdem einsteigen, Katja bekam ein Plastikstuehlchen auf dem sie im Gang sitzen konnte, Stephan musste mit der Treppe vorlieb nehmen.

Am naechsten Tag ging es dann weiter nach Chiang Mai. Gleich zu Beginn organisierten wir das Rueckfahrtsticket fuer den Zug und wir waren erstaunt wir problemlos das ging, nach 5 Minuten am Schalter hatten wir die Tickets bereits in der Hand. Danach gings zum Sonntagsmarkt, dort kann man wie in Bangkok sehr viele Souvenire kaufen, wir mussten uns zurueckhalten, wir wollen ja nicht all unser Erspartes in Paketporti ausgeben, denn zum mittragen haben wir keinen Platz.Am zweiten Tag nahmen wir es ruhig und liessen uns etwas in der Stadt treiben , schauten uns 2 Tempel an, in Chiang Mai hat es ueber 200! und am Abend assen wir in einem der vielen bekannten Flussrestaurants. Das Essen war gut doch die Laune wurde uns etwas verdorben, als der Nachbar des Restaurants mit einer Detonation einen Schwarm Fische, welchen wir beobachteten, zum Rueckenschwumm zwang, da er sich das Nachtessen zubereiten wollte. Er hatte aber vergessen die Stroemung einzuberechnen und konnte keinen der toten Fische einfangen bevor sie mit der Stroemung davon trieben, die Fische waren um sonst gestorben :-(. Nach einem feinen Dessert liessen wir uns mit einem Sammeltaxi zurueckchauffieren. Am dritten Tag mieteten wir uns ein Motorrad (125ccm) und schauten uns zwei Tempel etwas ausserhalb von Chiang Mai an. Die Fahrt war toll und wir genossen es, wiedermal selber entscheiden zu koennen, wo wir unsere Pause einlegen. Zuerst fuhren wir zum Wat Jet Yot Tempel

und dann zum beruehmten Wat Doi Sutep

Der Tag darauf stand unter dem Kochstern. Wir hatten uns fuer einen Thaikochkurs eingeschrieben. Den Beweis, dass wir auch in der Kueche arbeiten auf unserem Trip (nicht sehr oft , aber immerhin 😉 ) findet ihr auf dem Link http://www.cookinthai.com/photo/20051026/
An diesem Tag haben wir soviel gegessen wie schon lange nicht mehr, denn es galt alles gekochte auch zu essen, das waren im Abstand von 1 Stunde drei Gerichte. Vielleicht kommt der Eine oder Andere nach unserer Rueckkehr in den Genuss ein Thaigericht zu versuchen, obwohl wir nicht sicher sind, ob wir die tausend verschiedenen Gewuerze und Gemuese in der Schweiz finden werden.

Am letzten Tag in Chiang Mai war dann wieder etwas ausruhen angesagt. Ein kurzer Abstecher zum Nachtbazar mit einem sehr bunten Angebot.

Freitags, fruehmorgends kaempften wir uns zum Bahnhof. Dort angekommen wurden wir aber ueber Lautsprecher informiert, dass unser Zug nach Bangkok ausfaellt und der naechste erst abends um 17 Uhr faehrt. Da die Busse meistens ebenfalls fruehmorgends fahren und wir diese ziemlich sicher verpasst haetten entschlossen wir uns, zum Flughafen zu fahren und einen Flug zu suchen. Dass ging dann recht flott und um 10.20 Uhr waren wir bereits auf dem Flugzeug. Mittags um 13Uhr im Hotel.


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