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12. April 2016

Melaka, UNESCO Weltkulturerbe

Stephan&Katja, Position: º/º

Melaka wurde von verschiedenen Seefahrern erobert. U.a. Portugiesen, Briten und von der holländischen Kolonialzeit blieben viele Gebäude um den roten Platz (der so benannt wird, seit 1911 alle Gebäude darum rot gestrichen wurden).

  

   
Das Stadthuys ist das Älteste noch erhaltene holländische Gebäude in Asien. Dort besuchten wir das historische und ethnologische Museum.  

   

  

  

  

 Danach gönnten wir uns eine Stärkung in der beschaulichen Strasse des Chinatown, wo ein grosser Teil des Weltkulturerbes gesehen werden kann. Die Häuserreihen sind durchwegs zweistöckig und in ihrem Ursprung belassen, im Kontrast des modernen Melaka mit Wohn- und Hoteltürmen und klotzigen Einkaufszentren.

   

  
  
Da danach die gewünschten Rikschas der Kinder nicht zu sichten waren, beschlossen wir die Flussfahrt zu machen. Wir tukkerten durch die Flussbiegen durch die verschiedenen Stadtviertel und hatten einen etwas anderen Blick auf das Geschehen. Aber auch hier durchstreiften unsere Nasen immer mal wieder unangenehmen Gerüche, wie in den Strassen bereits festgestellt.

    
 

Kampung-Village -> ursprüngliche Hausform
 
  

       

  
 
Danach nahmen wir einen zweiten Anlauf und Tabeas‘ Wunschrikscha konnten wir für einen kurzen Tripp zu einem Einkaufszentrum (wir suchten wieder mal eine gekühlte Umgebung) besteigen. Der arme Kerl erlaubte uns, zu Viert in das Gefährt zu steigen …..

   
Dann schlenderten wir noch etwas rum und für den nach Hauseweg nahmen wir die Wunschrikscha von Flavio. Diesmal durfte aber nur Katja mitfahren mit den Kindern, Stephan legte den Weg zu Fuss zurück. Bei Elektrosound der übelsten Sorte war es diesmal  nicht unbedingt das bessere Los.

  
 Beim Laufen der Strasse entlang heisst es immer, auf den Boden schauen, denn neben Dreck gibt es auch immer wieder mal gefährliche Löcher.

  
   Neben weiterer Planung unsere Reise assen wir an einem Tag an der Foodfare über der Strasse. Da wird gebruzelt alles kommt frisch auf den Tisch. Viele Ausländer meiden solche Orte, da man keine Menukarte hat und das was geschrieben steht auch nicht lesen kann, aber wir haben uns angewöhnt, auf die Teller zu gucken zu fragen und dann zu bestellen.

Das ist günstig, frisch und somit für unsere Magen, abgesehen davon, dass es mal zu scharf sein könnte, ungefährlich.
Das Erlebnis ist meist gegenseitig. Für uns ist es das ganz drumherum, für die Einheimischen ist es spannend, da sie wie oben erwähnt wenige in solche Foodfares „verirren“.

   

  

Die Aussicht vom St. Pauls Hill wollten wir uns auch nicht entgehen lassen.

     
  

Dann hiess es Abschied nehmen. Unsere Unterkunft war eine Oase.

  
Mit Taxi, Bus und Flug ging es weiter an die Ostküste, wir sind gespannt, dort soll es weniger öffentliche Busse geben, aber ursprünglicher und moslemischer sein als im Westen. 


11. April 2016

Weiterreise nach Malaysia

Stephan&Katja, Position: º/º

Gespannt was uns alles erwartet machten wir uns auf den Weg nach Johor Bahru. Das ist die angrenzende Stadt an Singapore auf malayischer Seite. Wir hatten uns entschieden, den Bus bis zum malaischen Busbahnhof zu nehmen und dann von dort die Weiterfahrt zu organisieren, da die Reise in malayischen Ringgit ca. viermal weniger kostet. Morgends dann noch eine kurze Diskussion, ob wir zum Busbahnhof die U-Bahn oder ein Taxi nehmen, doch fürs erste Mal mit Backpack und dreimal umsteigen, da die U-Bahnlinie so gar nicht auf unserem Circle lag, gönnten wir uns ein Taxi, das hier in Singpur auch sehr bezahlbar ist, im Vergleich zur Schweiz. 

      

Jeder muss anpacken.

Wenn wir gewusst hätten, was uns noch erwartet, hätten wir diese Diskussion gar nie begonnen….
Doch der Reihe nach.
An der Bushaltestelle war gar nichts angeschrieben, wann, wo und welcher Bus nach Johor Bahru fährt.  

 Haben wir im Führer noch mehr Infos?

Wie vertrauten auf die Hilfe der „einheimischen“ Anwesenden und staunten nicht schlecht, als wir nur für uns Erwachsenen je CHF 1,05 zahlten. Der erste Lotterbus brachte uns mit Ach und Krach bis zur Grenze auf Singaporer Seite. Wir haben gelesen, man soll sich die Busnummer gut merken, denn wir mussten mit dem gesamten Gepäck aussteigen, was bei unseren Kindern eine Panikattacke auslöste, waren wir doch vor 10 Minuten erst eingestiegen. Kinder beruhigen, Gepäck buggeln bei über 34°C schnell durch die Kontrolle, denn es hiess, wenn man viel Gepäck hat, kann es sein, dass der Bus nicht auf einem wartet. Waren wir doch vor allem mit Einkaufstouristen im Bus und die hatten natürlich noch leere Taschen und waren dadurch agiler. Die Zollhalle war voll und runtergekühlt, deshalb vielleicht auch die sehr kühlen Beamten, die es im Gegensatz zu uns gar nicht eilig hatten. Nach der Kontrolle im Laufschritt (so gut das mit vollen Rucksäcken und Kindern an der Hand halt geht) die Rolltreppe wieder runter und bereits fährt unser gelber Bus halb leer an uns vorbei😁grrrrr.
Ok, wir waren nicht die Einzigen, denen es so erging, in die richtige Kolonne stehen, die der Busgesellschaft, von welcher wir das Ticket hatten und wenig später konnten wir einen Bus besteigen, der viel moderner war. Es ist nicht immer schlecht, langsam zu sein😉.

  
Doch die Freude darüber war nur von kurzer Dauer, denn höchstens 5 Minuten später, wir hatten uns kaum eingerichtet, das selbe Spiel von vorne. Dieser zweite Bus fuhr uns also nur durch Niemandsland zwischen dem Zoll von Singapur und der Einreise nach Malaysia. Beim Aussteigen ein Déjà-vu, wir konnten die Kinder nicht darauf vorbereiten, da wir ja selber überrascht waren. Gepäck wieder aufladen, Panikattacke und wieder in einer Halle anstehen, hier waren die Beamten zwar redseliger und dynamischer, aber den Bus haben wir trotzdem wieder verpasst. Aber diesmal hat es nur uns erwischt.  

Wenn Kinder warten müssen, gibt es manchmal dreckigen Überraschungen. Die Stirn mit dem Absperrgitter der Busbahnhof verziert😜

  
So warteten wir beim Busparking unserer Busgesellschaft, und hüpften in den Bus, der 20 Minuten später fuhr. Endlich hatten wir die Grenze hinter uns, doch nach 10 Minuten waren wir in Johor Bahru und das war dann Endstation unseres Busanbieters. Tja, da standen wir nun, inmitten einer Ansammlung von Menschen, die anscheinend alle wussten, wo sie hin wollten oder angestellt waren, um uns zu sagen, wo wie unser Geld abladen sollen für die nächste Fahrt. Es war mittlerweile 13 Uhr, gestartet sind wir um 9.45 Uhr, geschätzte Kilometer 5, wahrlich weltrekordverdächtig im negativen Sinn.

Das Gute daran, wir hatten 3 Busgesellschaften, welche uns empfohlen wurden, der Haken, zwei Schalter konnten wir nicht finden, die eine Gesellschaft fuhr erst abends um 18.30 Uhr los.
Auf gut Glück buchten wir bei einer seriös wirkenden Gesellschaft einen der nächsten Busse nach Melakka. Beim Einrichten im Bus fragten die Kinder, wie lange bleiben wir nun hier drin? Viiieeeel länger, 2 Stunden eine halbe Ewigkeit! 

 

Vom Busbahnhof in Melakka nahmen wir ein Taxi direkt vor unser gebuchtes Guesthouse. 

 

Es erwartete uns ein warmer Empfang, nicht nur wegen des Gastgebers Chua. Im Gebäude war es über 32 Grad und Chua wollten uns wohl in der ersten Stunde alle Infos nicht nur über die Unterkunft, sondern auch über die Umgebung und unsere Weiterreise weitergeben. Stephan erlöste die Kinder nach einer halben Stunde, Katja hörte sich geduldig alles an und verlief dabei wie ein warmes Schoggiküechli (aber nicht mal darauf hat man bei dieser Hitze Lust)🙈

 
Die Kinder genossen den schön gestalteten Gemeinschaftsbereich der Unterkunft, während wir uns das erste mal daran machten, die Moskitonetze zu montieren. Das war gar nicht so einfach, denn die Decke war so hoch, dass wir für den Haken an der Decke eine dreiteilige Leiter gebraucht hätten ,die wir natürlich nicht dabei hatten.
Aber mit Improvisation schafften wir es. 

  
Danach machten wir uns auf, um den Nightmarket, welcher während unseres Aufenthaltes nur an diesem Abend stattfand, zu besuchen. Natürlich war dieser in der Chinatown.

Auf dem Weg dorthin, wurden wir schon das erste Mal mit den eher unangenehmen Gerüchen dieser Stadt und dem chaotischen Verkehr konfrontiert. Es brauchte einiges an Ueberredungskunst, dass uns die Kinder über die Strasse folgten. 
  
 Viel Kitsch wurde geboten, gut sind wir am Beginn der Reise, da haben wir immer noch die Ausrede, dass wir das nicht 6 Wochen mit uns rumschleppen können.

Aber es gab auch orginelle Ideen.
Zum Beispiel der Wassermelonendrink.
Man nehme eine Wassermelone, bohre ein genügend grosses Loch, sodass ein Stab des Mixers hineinpasst und mixe dann heftig. Stecke ein Trinkhalm ein und fertig ist der Drink. 

 

  
Lange hielten wir es nach dem turbulenten ersten Reisetag nicht mehr am Markt aus.
Auf dem Rückweg begannen Tabeas und Flavios Augen nochmals zu leuchten als sie diese Rikschas sahen. 

   

Wir versprachen Ihnen eine Fahrt am morgigen Tag und flüchteten dann in unser klimatisiertes Zimmer und schnell waren die Lichter gelöscht.


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