weltreis.ch

2. Oktober 2005

„Wandern“ am Emei Shan

In Emei erwarteten uns anstrengende Tage. Hatten wir doch vor in drei Tagen auf den 3077m hohen Berg Emei Shan zu klettern.
Nach der genialen Unterkunft bei Teddy Bear’s Guest House starteten wir Tags darauf mit David, dem Briten den wir im Mix Backpackers in Chengdu kennengelernt haben, unsere Wanderung. Am Anfang witzelten wir noch wo denn die Treppenstufen bleiben, doch bald fehlte uns der Atem um weiter zu bloedeln.

Dieser heilige Berg der Buddhisten zaehlt heute gerade noch 20 Kloester in welchen man essen, trinken und teilweise auch naechtigen kann. Unsere erste grosse Pause legten wir nach gut drei Stunden kurz vor der „Affen-Zone“ ein. Nach dieser Staerkung kaempften wir uns durch hunderte von chinesischen Touristen, welche alle ein Foto mit einem „wilden“ Affen zu schiessen versuchten.

Ein paar Treppen hoeher waren wir wieder alleine unterwegs ausser, dass ab und zu diese Affen auf dem Gelaender oder auf dem Weg sassen. Wir mussten alle unsere Sachen, welche wir ausserhalb an unsere Rucksaecke befestigt hatten verstauen, denn sonst waeren wir von Affen angefallen und beraubt worden. Auf Anraten haben wir Holzstoecke mitgenommen womit wir die „Viecher“ im Griff halten konnten. Da fauchten und fleschten sie nur noch die Zaehne, liessen uns aber in Ruhe.
Um 13 Uhr erreichten wir schon jenes Kloster in welchem wir zu uebernachten gedachten. Da wir uns jedoch noch ziemlich fit fuehlten und auch nicht so recht wussten was wir in diesem Kloster bis am naechsten Morgen machen sollten, stiegen wir weiter die Treppen zum nachsten Kloster hinauf. Auf der Karte waren das gerade mal 1.5 cm. Sind wir doch in den letzten 4 Stunden ueber 8 cm gewandert. Doch dieses Stueck entpuppte sich als 3 Stunden Zwischenstueck mit endlos langen und extrem steilen Natursteintreppen. Wir hatten 900 Hoehenmeter zu bewaeltigen, hatten aber schon einige 100 in den Beinen!

Der Berg huellte sich immer mehr in Wolken. Zum Dunst und Nebel kamen nun die Wolken, doch die Temperatur blieb ueber 30 C, sodass wir den ganzen Tag durch und durch nassgeschwitzt waren. Wir fuehlten uns wie in den Tropen. Ihr koennt das gerne bei Euch zu hause im Fitnesscenter nachmachen. Reserviert Euch einen Stepper, stellt die Anzahl Stufen auf 30’000 ein (!), stellt den Stepper in die Sauna oder besser noch ins Dampfbad, schraubt das Thermometer auf 33 C und die Luftfeuchtigkeit auf 98%. Dann viel Vergnuegen und nach 2 Tagen einfach nicht vergessen zu dehnen 😉
Erleichtert trafen wir dann kurz vor dem Eindunkeln beim Kloster ein. Kein Mensch war zu sehen, nur Nebel und der Geruch von Raeucherstaebchen lag in der Luft. Kaum hatten wir dann eine „Box“ gegen den Innehof gerichtet bezogen, begann es extrem zu regnen. Das war Glueck… Wir schauten uns etwas um, sahen ein paar Moenche und inspizierten das Wasch- und WC-Haus. Wir kamen uns vor wie im Mittlelalter oder im Film „Der Name der Rose“. Wir schauten dann noch den Moenchen beim Beten zu und konnten es kaum fassen wieviel Glueck wir hatten nicht in diesen Wolkenbruch gekommen zu sein.

Ziemlich hungrig nach so vielen Hoehenmetern assen wir gemeinsam mit den Moenchen und Bauarbeitern unser Nachtessen. Das Bestellen war dieses Mal recht einfach, da wir etwas zu spaet eintrafen und nun auf den Tischen der Moenche die Gerichte zeigen konnten welche wir wollten. Lusteigerweise halfen uns die Moenche gerade noch bei der Auswahl der Gerichte, indem sie auf die am Besten schmeckenden zeigten. 🙂

Richtig gestaerkt zogen wir uns in unser kaltes, feuchtes Zimmer zurueck um noch etwas Karten zu spielen. Es ist schon interessant wieviele verschiedene Spielregeln das gleiche Kartenspiel haben kann. Wir spielten das britische Asshole. Kurz darauf schliefen wir mit dem Geraeusch des prasselnden Regens auf das Blechdach ein.

Wir wollten am naechsten Morgen gar nicht erst aufstehen, denn es hat die ganze Nacht unvermindert geregnet. Aber nach gut 12 Stunden Schlaf konnten wir nicht mehr anders und wagten uns nach draussen um zu sehen ob es etwas zu fruehstuecken gibt. Leider aber verpassten wir dieses Essen, morgens um 5 Uhr hatten wir den Gong fuers Fruehstueck gehoert, waren dann aber nicht in der Stimmung um etwas zu essen. Wir assen noch unsere restlichen Krackers und packten dann unsere Sachen alle in Plastiksaecke, da es immer noch regnete, fuer den Weitermarsch. Doch waehrend dem Packen ueberraschte uns ein wilder, erwachsener Affe und kam in unser Schlafgemach. Stephan begann wie ein wilder (Affe) zu schreien, dass Katja zuerst vom Laerm des Geschreis und dann noch vom Anblick des Affen in ihrem Ruecken erschrak! Wohl selbst etwas verbluefft von dem Laerm in diesem Raum verliess das Affenmaennchen das Zimmer wieder fluchtartig. Uffhh…
Gluecklicherweise hellte sich der Himmel etwas auf und wir wurden kaum mehr nass. Zuerst gings wieder 150 m hinunter 🙁 und diese waren echt glitschig. Dann hiess es wiederum Treppensteigen. Wir waren froh hatten wir am Voraben unsere Beine noch etwas gestretcht.
An einer Weggabelung auf 1’900 m mussten wir uns entscheiden, ob wir bis auf den Gipfel steigen wollten. Uns war aber die Lust nach der Gipfelbesteigung erst einmal vergangen. Wir wuenschten uns nur noch eine warme Dusche und trockene Kleider und da das Wetter sowieso kein schoenes Panorama versprach entschieden wir uns fuer den Abstieg. Auf dem Dach der Verpflegungsstaette bei dieser Gabelung sass ein bissiger Affe und fletschte seine Zaehne. Wir kauften uns dort noch etwas Wasser, zeigten dem Affen unsere Wanderstoecke und machten uns an den Abstieg.

Das Wetter war zum Glueck viel besser als erwartet und so kamen wir ganz flott voran. Wir passierten verschiedene Tempel, einige werden zur Zeit renoviert. Einer davon wird mit neuen Natursteinplatten belegt, welche von Maultieren muehsam auf diese Hoehe die Treppen hinauf getragen werden muessen… unfair und fuer uns Tiermisshandlung wie die Maultiere diese steilen Treppen hinaufgetrieben werden!
Den allerletzten Abstieg machten wir dann mit der Gondelbahn (made by TWA), wir hatten nun genug Treppen gesehen… Erschoepft erreichten wir unsere Unterkunft, nahmen eine Dusche und vergassen unsere Beine etwas zu dehnen. Diese Tage blieben unseren Waden noch lange in Erinnerung.


15. September 2005

Chengdu & Le Shan

Angekommen in Chengdu schien es kein Problem zu sein einen Flug und eine Bewilligung fuer Tibet zu erhalten. Nur ueber Land, was wir bevorzugt haetten, sind die Grenzen immer noch geschlossen. Mal schauen wie wir die 3000m Hoehenunterschied von Chengdu nach Lhasa verkraften werden. Aber erstmal wollten wir uns in Chengdu und der naeheren Umgebung etwas umsehen. Das Backpacker das wir hier gefunden haben ist eine Oase in dieser Stadt.

Es ist sowieso unglaublich, dass hier Orte, von denen man noch nie was gehoert hat, bei Ankuft einfach riesig sind und 3,5, 7 oder noch mehr Mio. Einwohner haben.
In Chengdu befindet sich das Giant Panda Research Center. Leider sind diese Tiere in der Welt ja vom Aussterben bedroht, und in freier Wildbahn findet man fast keine Tiere mehr. Die groesste Population ausserhalb Chinas befindet sich in San Diego, ganze 4 Tiere gibt es dort im Zoo! Die Pandas sind wunderschoene Tiere und waehrend der Fuetterung kann man sie sehr gut zu Gesicht bekommen, ansonsten koennen sie sich aber in ihren grossen Gehegen auch gut verstecken.

Neben den uns bekannten Pandas gibt es in diesem Center auch noch die roten Pandas. Die sind sehr viel kleiner, aber ebenso niedlich und schoen.

Am naechsten Tag hatten wir uns nichts grosses vorgenommen ausser die Busstation fuer den naechsten Tag ausfindig zu machen. Nachdem wir diese gefunden hatten schlenderten wir etwas durch die Strassen und lernten John, einen Chinesen der als Englischlehrer arbeitet, kennen. Er zeigte uns die letzte alte uebriggebliebene Strasse im Zentrum von Chengdu.

Und dort tranken wir dann auch mit ihm in einem Teehaus (dafuer ist Chengdu auch bekannt)heissen Tee bis wir innerlich fast kochten ;-).


Stephan bei der chinesisch Lektion

Waehrend diesen zweieinhalb Stunden haben wir sehr viel ueber China, wie die Leute hier leben, wie die rasanten Aenderungen aufgenommen werden und vieles mehr erfahren. Dass Traurigste ist, dass auch diese Strasse, in der wir sassen bald neuen Bankgebaueden und Hotels weichen muessen. Die Leute die dort ihr Geschaeft haben oder dort wohnen werden einfach umgesiedelt. Am neuen Ort haben sie dann meist keine Kundschaft mehr fuer ihr Geschaeft und verlieren somit ihr Einkommen fuer den Lebensunterhalt. Der Wirtschaftsboom hier ist nicht nur fuer die unterste Bevoelkerungsschicht eine Bedrohung, sondern auch fuer die Mittelschicht! Und wenn das so weitergeht, wird die Arbeitslosigkeit hier in China rasant ansteigen, vorallem auch, wenn die Modernisierung Einzug haelt und Maschinen, die bei uns seit 30 Jahren eingesetzt werden hier zusaetzlich Unmengen von Menschen ueberfluessig machen, denn hier hat es einfach viel zu viele Leute und die Laeden, Restaurants und Dienstleister haben sowieso schon 3 bis 4 mal soviele Angestellte fuer einen Job verglichen mit Europa, diese koennen nicht zusaetzlich noch mehr Leute anstellen.
In diesem Teehaus konnten wir auch gut beobachten, wie sich wildfremde Leute zueinander setzten und einfach zu plaudern begannen und auch auf der Strasse war immer etwas los. Die Zeit verging wie im Flug und John anerbot sich, uns die spezielle Sichuankueche zu zeigen. Doch bevor wir zum Hot Pot essen gingen, wollte er Stephan unbedingt noch eine Strasse zeigen, als er vernahm, dass Stephan Architekt ist. Fuer unseren Geschmack war das zwar eher kitschig, was wir zu Gesicht bekamen, doch es war nett gemeint.

Im Restaurant angekommen verstanden wir absolut nichts auf der Speisekarte (wie meistens 🙂 ) und John uebernahm die Bestellung. Natuerlich bestellte er vorallem Delikatessen a la gusto der Chinesen, wir sollten daran noch zu beissen haben 😉

Die Zutaten werden in zwei verschiedenen Suppen, einer scharfen und einer weniger scharfen, die in der Mitte des Tisches in einem riesigen Topf brutzeln, kurz gekocht, bevor man sie in eine Schuessel mit scharfer Sojasauce dippt und dann isst. Bereits bei der ersten Zutatatendie uns John in die Schale gab dachten wir beide, einfach nicht fragen was es ist und beim Kauen nicht vorstellen, wie es aussieht, einfach runter damit.
Doch das war einfacher gedacht als getan! Denn das Zeug war zaeh und wie Kaugummi und liess sich auch durch kauen einfach nicht zerkleinern. Wir kauten und kauten und kauten, bis wir es schlussendlich hinunterschlucken konnten. Brrrr…. Das naechsten waren Shrimpsteigtaschen, Stephan fand das noch gut, oder sagen wir, besser als die anderen Sachen, so steckte er sich immer wieder ein solches Stueck in die Sauce, damit er nichts anderes bekommen konnte, ich (Katja) hatte diesen Fischgeschmack nicht sehr gerne und sagte John, dass ich nicht gerne Fisch esse, da war ich fuer einen Teil des Essens gerettet, denn mit dem ganzen Fischstueck inklusive Haut und Graeten verschonte mich John dann, Stephan riet er jedoch, es ihm gleich zu tun und den gesamten Fisch inklusive Graeten einfach zu kauen und zu essen, Stephan bevorzugte jedoch die westliche Art und liess wenigstens die Graete beiseite :-).
Ab und zu gab es auch etwas, das wir kannten. Zum Beispiel Kartoffeln. Und diese Scheiben hueteten wir wir Schaetze, damit konnte man die anderen schlechten Geschmaecker uebertoenen. Auch die Sojasprossen und die Lotusblumenbluete waren nicht schlecht. Da lag jedoch noch etwas, das aussah wie Huhn (schoen rosa Fleisch), doch John verneinte, sagte jedoch wieder nicht, um was es sich handelt. Auch dies stellte sich als zaeh und wie Kaugummi raus und man konnte es nicht verbeissen. Beim Versuch das Ganze in einem runter zu schlucken scheiterte Katja klaeglich und dies fuehrte zu einem Brechreiz. Den Rest ersparen wir Euch….

Nur soviel, auch das runterspuelen war nicht ganz einfach, denn vor jedem Schluck wollte John zuerst anstossen, so musste man immer warten, bis er sein Glas erhob und mit uns anstiess bevor man das Zeug runterspuelen konnte. Zu allem Elend gab es an unserem Tisch auch nur Bier (Katjas Lieblingsgetraenk 😉 ) aber soviel Bier hat sie glaube ich noch nie getrunken und es dazu auch noch „genossen“.
Am Ende des Essens machten wir uns daran, die undefinierbaren Sachen, die wir verspeist hatten zu erraten, denn John wollte sie uns nicht verraten. Schlussendlich fanden wir heraus, die zwei Ekligsten, fuer die Chinesen die Delikatessen waren Rindermagen und Entendarm! Bon Appetit, wir koennen es nicht weiter empfehlen. Katja traeumte noch von diesem schrecklichen Essen und auch am naechsten Tag hatte sie noch mit dem Magen muehe.

Am naechsten Tag ging es nach Le Shan zum grossen steinernen Buddha. Er ist 73m gross, in Stein gehauen. Die Ohren haben je 7m Laenge. Den wollten wir sehen. Doch nach der Ankuft wollten wir zuerst unsere sieben Sachen in eine Unterkunft bringen. Doch dies war nicht so einfach, denn es gab kaum Hotels dort. Zwei ekelhafte Rikschafahrer verfolgten uns und wollten uns in eine Bruchbude einquartieren, doch wir versuchten sie immer wiederabzuhaengen, doch sie blieben hartnaeckig, damit sie sich die Vermittlungskommission im Hotel einheimsen konnten. Katja fragte in jedem Hotel oder was danach aussah nach dem Preis. Doch wir fanden gar nicht viele. Und bei einem wollten die beiden Waechter Katja einfach nicht reinlassen. Der hartnaeckige Rikschafahrer verbliess es fast vor Lachen, er konnte sich nicht erholen. Katja verstand nicht, wieso die Waechter sie nicht zur Reception vorlassen wollten und blieb hartnaeckig. Irgendwann nahm sie das Ueberlebensbuechli mit chinesischen Woertern (vielen Dank Monika) raus und deutete auf Hotel (fandian), doch die Waechter deuteten auf das Wort Botschaft. Aha, deshalb wurde Katja so ausgelacht und von der Wache nicht vorgelassen, es war gar kein Hotel! Soviel zu Reisen in China, wenn man die chinesischen Schriftzeichen nicht versteht :-)),
Die Bleibe, die wir dann fanden war eher am unteren Limit unserer Ansprueche und das Hotel eine einzige Baustelle. Dann machten wir uns auf auf die Suche zur Faehre um auf die Halbinsel wo der Buddha steht ueber zu setzen. Die Faehre war jedoch kapputt und nach 45 Minuten warten wurden wir mit einer Art Nusschale ans andere Ufer geschippert udn konnten beim „durchrauschen“ auch den Buddha sehen.

Dann machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum Buddha. Ein schwieriges Unterfangen, denn mittlerweile gibt es Touriboote und die Wege werden nicht mehr so gut unterhalten. Es hatte viele Wegweiser doch alle fuehrten in eine Sackgasse. Nach einer weiteren Stunde in der Hitze und Feuchtigkeit rumzulaufen und zu suchen zeigten uns zwei alte Damen den Weg. Mittlerweile war es 16 Uhr als wir ans Eingangstor kamen. Dort wollten sie einen horrenden Eintrittspreis von uns und zwar inklusive aller Tempelbesichtigungen. Doch die wollten wir gar nicht sehen und um 17 Uhr schloss sowieso alles. Ob wir es bis dann zum Buddha geschafft haetten war fraglich, so drehten wir um und fuhren mit einem Bus zurueck zum Hotel. Nun wollten wir wenigstens noch ein feines Essen zum Abschluss dieses eher muehsamen Tages und so goennten wir uns etwas.
Am naechsten Tag standen wir frueh auf, wir wollten nur noch weg von Le Shan. Natuerlich verlief auch dies nicht ohne Zwischenfall, wie koennte es anders sein in Le Shan (ihr merkt, wir waren richtig Fan von dieser Stadt 😉 ). Zuerst verlangte die Busbegleiterin nach 10 Minuten Fahrt nochmals den Fahrtpreis, obwohl wir schon mal bezahlt hatten und da wir nicht chinesisch diskutieren koennen blieb uns nichts anderes uebrig als zu zahlen, und ca. 5 Minuten spaeter schmissen sie uns gerade noch aus dem Bus, bei einer Bushaltestelle wo sie das Gefuehl hatten, wir muessten dort den Bus nehmen, das war natuerlich nicht unsere Meinung, aber wir konnten nicht in chinesisch diskutieren und so…
In Emei Shan lief dann wieder alles wie am Schnuerchen und das Hotel war super. Das Cafe vom Hotel toppte das ganze noch mit super Essen und Bananen-Schoggi-Pancake! Wow, das ist ein Traum wieder mal sowas im Gaumen zu haben 😀
Dort trafen wir auch eine Familie aus der Schweiz, die Graesslins, welche mit ihren zwei Kindern schon zum zweiten Mal auf einer Weltreise sind. Genial! Den Link von Ihrer Webseite findet ihr auf unserer Homepage, schaut doch mal rein, es lohnt sich.
Auch David, einen Traveller aus England trafen wir in Emei Shan wieder. Er war in Chengdu im selben Backpacker wie wir. Auch er wollte auf den Emei Shan hoch, so planten wir am naechsten morgen mit ihm zusammen aufzubrechen. Wir hatten was vor uns. Der Emei Shan ist 3055m hoch und wir befanden uns in Emei Shan auf 500m! Der ganze Berg ist voller Kloester, frueher ueber 200, mittlerweile gibt es nur noch ca. 50, aber immerhin. Sehr viele Pilger sollen diesen Berg anscheinend besteigen, es ist einer der vier wichtigsten Berge im chinesischen Buddhismus. Natuerlich kann man mittlerweile auch mit dem Bus und gewisse Strecken mit der Seilbahn/Gondel hoch, aber die schoenen Ausblicke sind auch unterwegs beim hoch und runter laufen, und genau dies hatten wir vor. Doch zuerst statteten wir uns auf Anraten der Hotelcrew noch mit Wanderstoecken aus, doch nicht als Wanderhilfe, sondern als Waffe gegen die aggressiven Affen am Berg.
Diese Tour sollte ein richtiges Abenteuer werden, aber nicht nur der Affen wegen….
(Abenteuer Emei Shan folgt im naechsten Bericht)


15. September 2005

Impressionen von China


Die Spielplaetze sind mit Crosstrainer ausgeruestet, da kann man sich das Fitnessabo sparen.


Zum dehnen brauchen sie auch nur Baeume, mitten am Tag.


Wenigstens den Preis des Essen koennen wir lesen 🙂


Hier tarnen sich sogar die Baeume…


Downtown Peking


Verbotene Stadt Peking


Verbotene Stadt Peking


Im Park


Meer von Lotusblumen


Obligate Glocke eines Tempels


Bruecke bei Le Shan


Reis beim Trocknen


Eine Ausfahrt gefaellig? Rikschas soweit das Auge reicht.


9. September 2005

Beijing & Xi’an

In Beijing we spent our days by visting the main sights and strolling around for the rest of the time. We like this city and could imagine to work for some time here, but first we would learn mandarin. Here some impressions of the main sights, unfortunately a lot of them are under renovation because of the Olympic Games 2008.


Marbleboat at the Summer Palace


Forbidden City


also Forbidden City


and again Forbidden City


at the Temple of Heaven


Park at the Temple of Heaven

Something you have to see to be able to believe: „the Nightmarket“ in the streets of Beijing, there you will see why in the streets of Beijing you can’t find cats, dogs and no insects anymore. It’s all on sticks prepared for the grill/barbecue. They eat everthing, snakes, skorpions, embryos of whatever, seastars and so on…


the scorpions are still moving, they aren’t dead yet!


nightmarket

One day we rented bikes and it’s one of the best way to get around in Beijing, you’re faster than by feet, cheaper than by taxi and you don’t have to struggle for the right bus and than inside for enough place to stay.

There are bikelanes nearly everywhere and they are as big as the lanes for cars in Switzerland. If you have to stop at a crossroad it’s so impressive to have more than 30 other bikers around you which all in a sudden, when the lights turning green, are fighting with you for the best and fastes way out of the crowd. By riding a bike you can also more easily discover what they are all transporting in their big louds.

From chairs and tables over garbage/recycling goods , big full gas bottles (with this heavy loud only fixed on one side of the bike they have to ride the bike in a diagonal position to be sure not to loose the balance), fishes swimming in waterfilled plasticbags hanging on each side of the bike…

Anonther funny thing was to try to find some silk pijamas in Beijing’s silkmarket. There is a big building filled with little shops inside with all kind of faked trademark stuff, silk products,…
In every store there are in minimum 3 girls who want to sell their stuff to the „stupid“ tourists. And they have a lot of different sell strategies. One girls just lowered the price three times during we rushed through in front of her shop, but then we turned and at the end she finally sold us the product for the price she just offered 2 minutes before after a big discussion and manz excuses (the price was for a baby T-Shirt, she will loose money,…). Another girl throw a scarves outside of the shop that I had to crab it because i didn’t want to let it fall on the floor. When I wanted to throw it back to her she was hiding behind the shelf so I had to go into the shop to throw it back, but then I was fast enough to throw it back to her and jumped out of the shop and we were both laughing.

Of course one day we spent at the Great wall. And we didn’t wanted just to have a look at it. We wanted to experience the wall. So we decided to walk from one sightseeing point of the wall to the other, all on the top of the wall. We were really lucky with the weather, although it was extremely hot, but for the view it was just excellent. It’s also worth to do it because at the sight seeing points the wall is all new built and the steps are perfect, but in between the wall in some parts was in really bad condition and sometimes you had to search for your way up or down and as well there aren’t that much of tourists during the walk. But after this 3 hours of steps up and down, sometimes so steep, that you could nearly kiss the second step in front of you or you had to take as well your hands to climb up we were extremlz tired. But it was a trip we would not miss and reccomend it to everzbody else who like to experience the Great wall.

After this 8 days in Beijing with our first impression of China we headed on to Xi’an to see the famous Terracotty warriors, which were found in 1974 but were built more than 2000 years ago. Xi’an itself has two towers and two pagodas to visit but outside of that, we did’t like the city itself that much.


Drumtower


Little Goose Pagoda

Probably one of the reason was also, that the time we spent there did’t start very good. Instead of walking 1 our with the whole luggage like in Beijing we topped it even and walk with more than 30 degrees for two hours around to find our accomodation! Completely wet we arrived in the hotel. But walking and searching wasn’t over for this day. We tried to buy train tickets for Chengdu and spent another half day by walking trough the city from one spot to the other to recognize that the tourist information is not anymore there were it should be, the ticketoffice for foreigners don’t exist anymore and the bank where they is as well a counter to buy tickets is closed because it was saturday… Probably you can imagine how we felt after this day 🙁
For the next day we went the second time to the trainstation to find the bus for the terracotty warriors. A very smart busdriver showed us the panel 306, exactly the busnumber we were looking for. We went on the bus and as we asked when it will leave he just started the engine and left the station with only 3 people. But then he curved around in Xi’an to pick up others until the bus was full. Naturally we were the only not Chinese in the bus and where once again an attraction for them. At one station we finally remarked, that we didn’t catch the official bus, because the official one was already standing at a busstation and our bus just went in front of it, the conductor ran out and stole every single passenger from the official bus and leaded him\her into our bus. At the end there were standing 2 of this inofficial buses standing on the street in front of the official bus and fighted for other passengers. What a theater….
We stopped first at some place where an emperor of the Tang Dynasty built up some bathing pools at a warm water source but because of the dusty weather we didn’t spend a lot of time there and for the next distance we even found an official bus.


at Huaquing Pool

The terracotty warriors where really impressive. Unfortunately after the Qing dynasty lost there power the new emperor burnt and destroyed the whole area and at the moment they are still working on restoring the destroyed pieces together and building up the whole terracotty army again in its old dimensions. It’s huge!


terracotty warriors


renovated relict of the terracotty army

The next day we organised our journey to Chengdu in order to collect there more informations about the rumours we heard, that the way to Tibet should be closed for foreigners at the moment.


24. August 2005

Transsib Teil 3

Wir hatten gelesen, dass der letzte Teil der Transsib-Strecke der Schoenste sein soll, und so erwarteten wir auch voller Spannung diesen letzten Abschnitt. Zuerst wurden wir jedoch mit einem Fruehstueck verkoestigt, wiedermal Wuerstchen + Salat um 7 Uhr morgens. Waehrend des Fruehstuecks „platzten“ bereits die neuen Uebernachtungsgaeste bei unserer sehr lieben Gastmutter rein. Da jedoch noch alle drei Zimmer belegt waren (wir und ein weiteres Paerchen mussten in einer halben Stunde auf den Zug) machten sich die 5 im Wohnzimmer neben unseren Tellern breit und es wurde ziemlich eng. Denn die drei Zimmer und eine winzig kleine Kueche ist alles, was neben dem Wohnzimmer noch vorhanden war, und dort schlief auch noch die Tochter oder Enkelin am Boden. Wo unserer Gastmutter selber schlief, haben wir in der Zeit wo wir dort waren nicht rausgefunden. Um wieder etwas Platz zu schaffen, packten wir unsere Sachen schnellstmoeglichst zusammen.
Auf dem Bahnhof im Riesengewuehl hatten wir unseren Waggon ziemlich schnell gefunden, und es war ein Chinesischer! Nun konnten wir auf unseren drei Etappen auch alle Zuege erleben. Der chinesische ist etwas weniger geschmueckt als der russische, dafuer haben immer zwei Abteile zusammen ein Wasch-/Duschabteil, was fuer ein Luxus! Im Abteil nebenan waren wieder Schweizer einquartiert. Rolf und Cornelia. Sie beide sind auch laenger unterwegs und starten mit der Transsib, danach geht’s fuer sie noch etwas in andere Teile Chinas und dann Australien und Neuseeland.
Nun aber zur Landschaft. Nach der Abfahrt konnten wir die bereits beschriebene wunderschoene rundhuegelige Landschaft nochmals geniessen, diese wurde immer trockener und flacher und die Wueste Gobi kuendigte sich an.

Ebenfalls eine Region, die wir spaeter irgendwann auch mal noch besuchen moechten. Wir sahen Gazellenherden, Kamele auf Duenen am Horizont und einfach Sand, Wueste halt ;-). Die Wueste Gobi ist neben der Sahara die zweitgroesst Wueste auf der Welt und erst als wir uns langsam der Grenze naeherten wurde die Umgebung wieder etwas gruener.

Das Prozedere an der Grenze war nicht so ermuedend wie bei der Einreise in die Mongolei und wir waren vorallem neugierig auf den Spurwechsel, den wir live miterleben konnten. Russland hat breitere Schienen als Europa und Asien, somit wurde an der Grenze zu China unsere gesamte Zugkompiosition in eine reisige Halle gefahren. Dort wurden Waggon fuer Waggon aufgebockt nachdem die Radkonstruktionen geloest wurden. Danach wurden die breiten Raeder weggefahren, wir schwebten in 2 metern Hoehe ohne Raeder bis die schmaldere Radkunsturktion unter die Waggons gefahren wurde und wir wieder heruntergalessen wurden.

Waehrend diesem Umbau sind alle Passagiere an Bord und da unser Zug in zwei geteilt wurde, konnte man das Geschehen ganz gut parallel an der anderen Haelfte des Zuges mitverfolgen. Danach war erstens dunkel und wir muede und wir genossen die Horizontale.
Fruehmorgens um 6 Uhr erwachten wir und Katja wollte sich nicht mehr hinlegen, denn es hiess, dass bald die chinesische Mauer zum ersten Mal zu sehen sei. So stellte sie sich ans Fenster und wartete. Einmal glaubte sie, sie zu sehen, doch beim naeher kommen, dachte sie, es sei eine Burg. Da an vielen Teilen die Mauer recht verfallen ist, sieht die Mauer auch an manchen Stellen nur noch wie eine Burgruine aus. Doch um ca. 10 Uhr klebten dann so ziemlich alle Fahrgaeste an den Fensterscheiben des Ganges. Man sah sie, wie sie sich ueber die Huegel schlaengelt. Sensationell!

Immer wieder konnte man die Mauer sehen und wir konnten uns nicht satt genug sehen. Als dann immer mehr Haueser kamen wussten wir, dass wir uns nun Peking naeherten. Nun begann unser Abenteuer so richtig.
Im Zug konnten wir schon eine Karte erstehen, wo die Strassennamen englisch und chinesisch aufgefuehrt wurden und um diese sollten wir bald schon froh sein. Doch nach dem Aussteigen wurden wir zuerst von den Menschenmassen ueberwaeltigt, die da vor dem Bahnhofgebauede warteten, schrien, draengten,… Dann suchten wir eine Bank damit wir uns den Luxus eines Taxis (die sind in Peking sehr guenstig, nicht teuerer als bei uns der Bus oder die Bahn) leisten konnten. Doch das mit dem Taxi war wohl nix… Keiner wollte auf unsere Handzeichen reagieren und diejenigen Taxis, welche an der Strasse standen, machten ebenfalls keine Anstalten uns mitzunehmen. So fragten wir mal, wo wir uns auf der Karte denn befinden (denn keiner wusste genau an welchem Bahnhof wir mit der Transsib ankommen sollten) und als wir sahen, dass es nur 2 Strassen nach Norden, dann drei nach Westen, nochmals drei nach Norden und dann 2 nach Westen sind, entschieden wir, mit Sack und Pack zu laufen. Uff… Das gab dann gute 45-50 Minuten Fussmarsch mit Vollpackung ;-). Voellig durchnaesst kamen wir im Hostel an. Doch wir hatten einen Volltreffer bei der Internetreservation gelandet und sogar ein Zimmer mit Dusche und Fernseher erstanden. Diese Dusche genossen wir nun in vollen Zuegen, bevor wir die Stadt unsicher machten.