weltreis.ch

18. April 2006

Ein weiterer Traum wird wahr…

Je naeher wir dem Ende unserer Reise kommen, desto mehr gehen fuer uns langersehnte Traeume in Erfuellung. Die Reise durch die groesste Salzwueste der Erde den „Salar de Uyuni“ war ein Weiterer.

Die Nervositaet von Katja war unnoetig, wir hatten ja gute Instruktionen bekommen, dass wir uns einfach an den roten Jeep haengen sollen, das sei der von Valerio, dem anscheinend besten Fahrer, Koch und Fuehrer und da diese Tour eine unserer langersehnten Ziele war, war es uns sehr wichtig, einen guten Fuehrer zu haben.

Doch zuerst kam der Grenzuebertritt nach Bolivien, welchen wir mit vielen anderen Tourgruppen von San Pedro, welche alle diesselbe Tour machen wollten, zu bewaeltigen hatten. Wiedereinmal wurde uns hier in Suedamerika gezeigt, dass die Touristen als Geldablieferer sehr gerufen kommen, man aber sonst meistens letzte Prioritaet hat. Wir standen in der Schlange zum Grenzuebertritt. Nebenan bildete sich eine zweite Schlange mit Suedamerikanern (nein sie stellten sich nicht hinten an). Doch dass liessen wir uns nicht gefallen und alle ca. 40 Personen der Tourgruppen standen ganz eng in der Schlange, damit sie sich nicht reindruecken konnten. Als wir nach ca. einer halben Stunde anstehen endlich das Fenster des Beamten erreicht hatten wurden wir alle (d.h. die nicht Suedamerikaner) kurzerhand ans andere Fenster verwiesen, wo aber niemand drin sass und nebenan konnten sich die Suedamerikaschlange den Grenzuebertritt sichern. Als dann alle 50 aus diesem Suedamerikanerbus fertig waren, durften wir zurueck ans Fenster wo wir vor 20 Minuten schon mal standen! Da muss man sich manchmal schon zusammen nehmen…

Als wir den Grenzuebertritt geschafft hatten wurden wir recht rasant mit dem Minibus zur Bolivianischen Grenze gefahren wo uns die Jeeps erwarteten. Die Einreiseformalitaeten waren relativ schnell erledigt doch die schweizerische Diplomatie hatte hier nicht so gute Arbeit geleistet wie der Rest von Europa. Wir bekamen als Einzige nur 30 Tage Aufenthaltserlaubnis in Bolivien, alle anderen 90 Tage. Was eigentlich nicht so schlimm ist, denn wenn alles wie geplant verlaeuft, sind wir nur 3 Wochen in Bolivien.

Danach schmissen wir unserer Rucksaecke sofort hinter den roten Jeep und hofften das unsere Informationen stimmen und tatsaechlich, wir haben es geschafft und sind bei Valerio im Jeep gelandet. Und er machte einen sehr sympatischen Eindruck. Zusammen mit Louise und Phil von England und Pasquale und Guy von Belgien ging unsere Reise los.
Schon bald nach der Grenze kamen wir zur weissen Lagune (Laguna blanca) in welcher sich die Berge herrlich spiegelten.


Laguna Blanca

Und kurz darauf die gruene Lagune, welche ihre Farbe von den Algen hat. Valerio meinte wir haetten Glueck, dass der Wind so fest blaest, denn dann sei die Laguna am gruensten (dafuer war es bitterkalt ;-( ).


Laguna Verde

Da wir die naechste Nacht in einer Unterkunft verbringen werden, in welcher es weder fliessend Wasser noch Heizung etc. gibt, werden wir von unseren Fahrern zu einer heissen Quelle gefahren, um die abendliche Dusche hier bereits vorzuholen. Da bei den ersten Quellen jedoch ein eisiger Wind blies, hatten sie erbarmen und fuhren uns zu einem anderen Ort wo wir dann ein heisses Bad geniessen konnten waehrend ein vorzuegliches Mittagessen durch unseren Fahrer vorbereitet wurde.


Sandwichgelage (sogar die Tomaten hatte er geschaelt, das ist ein Service!)

Danach ging es weiter durch die wunderschoene Landschaft. Wir sahen wieder viele Lamas und Vicuñas.
Auch auf diesem Weg gab es wieder Untergrund mit vulkanischer Aktivitaeten welche wir besuchten. Valerio meinte, solange diese Kraefte langsam und stetig hier durch die Erdoberflaeche austreten koennen, bestehe keine Gefahr eines vulkanischen Ausbruchs, erst wenn die Kraefte gestaut werden, wird’s gefaehrlich. Es war wieder sehr eindruecklich die kochende und spruehenden Massen zu sehen.


Geysirs „sol de manana“

Danach ging es zuegig Richtung Unterkunft. Valerio hat es immer geschafft ohne zu stressen oder zu rasen als Erster an fast jedem Ziel zu sein. Vorallem in den Unterkuenften wollte er uns so immer die besten Zimmer sichern. Einen kleinen Daempfer gab es nur, als wir unsere Rucksaecke vom Dach luden. Die von den Englaendern und unsere waren triefend nass. Leider nicht von Wasser (das waere ja nicht der Rede wert) sondern von einer verplatzten Fantaflasche. So hiess es zuerst einmal das klebrige Zeug wegputzen. Danach fuhren wir weiter zur Laguna Colorada. Da Valerio mittlerweile rausgefunden hat, dass sein Jeep voller Tiernarren ist, fuhr er uns zuerst zur Nebenlagune, wo wir von ganz nahem Flamingos beobachten konnten. Einfach wunderbar.


Flamencos Andinos (die mit den schwarzen Federnspitzen)

Danach fuhren wir auf eine Anhoehe fuer die Laguna Colorada, welche sich immer abends ganz rot verfaerbt. Herrlicher Anblick und auch hier hatte es Hunderte von Flamingos.


Laguna Colorada

Bald wurde es uns zu kalt und wir genossen den herrlichen Ausblick und den Sonnenuntergang aus dem Jeep bevor wir in die kalte Unterkunft zurueckfuhren.
Mit allen warmen Sachen die wir hatten begaben wir uns zum Abendessen. Die superfeine und heisse Gemuesesuppe war bei allen heissbegehrt. Die Spaghettis danach fuellten zwar den Magen auch etwas aber da freuen wir uns schon eher wieder auf die selbst gekochten Pastas! Da es wegen der Kaelte nicht so gemuetlich war verzogen sich alle bald unter den Bettdecken und gluecklich waren die, welche seit ueber 8 Monaten die warmen Schlafsaecke mitschleppen und fast nie brauchen koennen 😉 (aber fuer dieses Mal hat es sich wieder extrem gelohnt).

Da wir ja wieder viele Hoehenmeter hinter uns legten tranken wir den ganzen Tag sehr viel, um uns vor der Hoehenkrankheit und Kopfschmerzen zu schuetzen. Das hat zwar gewirkt, doch leider musste Katja mitten in der Nacht in dieser Affenkaelte aus dem warmen Schlafsack kriechen und die Toilette aufsuchen. Was sie dort erwartete war nicht besonders appetitlich. Da die Wassertonne, aus der man mit einem Eimer Wasser schoepft um zu spuelen, leer war und niemand die zweite Wassertonne entdeckte, waren alle Toiletten mit Ueberresten von anderen Gaesten gefuellt und der Geruch war aetzend. Nur eine Toilette war noch einigermassen benutzbar. Die mit der Glasscheibe.


Dieses Foto wurde jedoch vor dem Einbruch der Dunkelheit gemacht und sieht daher noch ganz ordentlich aus.

Da Katja um diese Zeit niemanden anderen auf der Toilette erwartete und das Taschenlampenlicht sowieso nicht so viel hergab entschied sie sich kurzerhand fuer diese um sich dann schnurstracks wieder in den warmen Schlafsack zu kuscheln und den Rest der Nacht den Luxus zu geniessen. Am naechsten Morgen hatte es Katja dann gar nicht eilig auf die Toilette zu kommen, denn sie wusste, was sie erwartet… Und aus dem warmen Schlafsack zu kriechen war sowieso sehr hart. Nach dem Toilettengang, inzwischen hatten doch Einige den zweiten Wassertank gefunden und es war nicht mehr so schlimm wie mitten in der Nacht, setzten wir uns an den Fruehstueckstisch. Natuerlich wieder mit der Vollmontur ;-). Doch auch das Kondenswasser, welches sich im Innern der Bude bildete, vermieste uns das gemuetliche Schlemmern, denn bereits nach 10 Minuten war der Tisch und alle darum herum nass von tropfendem Kondenswasser, wir sassen sozusagen im Regen. So dauerte das Fruehstuecken nicht so lange. Bald packten wir alles wieder aufs Dach des Toyotas und fuhren in die Morgenstimmung hinaus.


Unsere Schlafstaette in klarer, kalter Morgenluft

Vorbei an der Laguna Colorada (welche zu dieser Tageszeit tatsaechlich nicht so rot war wir am Abend zuvor) in die Wueste Siloli wo ganze Bergformationen mit vielen verschiedenen Farben unsere Augen entzueckten und wir bald schon zu den durch Erosion geformte Steinen kamen. Der wohl beruehmteste ist der Arbol de Piedra (Steinbaum).

Doch auch rundherum gab es herrliche Photomotive. Wir genossen unsere freie Zeit (wir waren wiederum die Ersten die hier waren und somit hatten wir laengere Zeit fuer Spaziergaenge zur Verfuegung) und wanderten durch die schoene Landschaft bis die naechsten ankommenden Jeeps die herrliche Ruhe stoerten, indem sie auf jede Steinformation steigen mussten und herumschriehen.


Da fuehlt man sich wie in einem Bild von „Salvador Dali“

Dann ging es weiter um den Berg mit den sieben Farben von weitem zu bestaunen. Fuer uns schienen zwar die zuvor gesehenen Berge genauso schoen, aber anscheinend hat dieser Berg eine spezielle Bedeutung, dass er mit diesem Namen versehen wurde.

Danach fuhren wir durch die Regionen der verschiedenen Altiplanoseen. Jeder hat auf seine eigene Art seinen Reiz. Einer hat eine spezielle Form (wie eine Steinschleuder) und sollte deshalb an die Legende von David und Goliath erinnern, uns faszinierten dort jedoch wieder eher die schoenen Spiegelungen, ein Anderer war wieder Lebensraum fuer wunderschoene Flamingos. An mehreren Stellen durften wir dem Seeufer entlangschlendern, waehrend Valerio am andern Ende auf uns wartete.

Am letzten See war dann gleich noch das Mittagessen bereit und wir konnten uns direkt an den Tisch setzen. Der Service war so gut und immer genuegend, dass wir unsere mitgebrachten Snacks noch nie antasten mussten. Ein weiterer Beweis, dass wir die richtige Entscheidung unter den vielen Tourenanbietern getroffen hatten :-).
Waehrend dem Essen naeherte sich unserem Piknickplatz ein wilder Fuchs (zorro andino). Voellig aufgeregt entfernten wir uns vom Essen, um ein weiteres Tier kennenzulernen.


zorro andino

Leider schmaelerte sich unsere Freude, als wir andere Touristen sahen, wie sie sich dem Fuchs naeherten und ihn fuetterten, um die besten Fotos zu machen. Somit war es fuer uns kein Wunder mehr, dass sich dieser Fuchs hier zeigte (Fuechse sind ja schlau). Waere ja auch was Anderes gewesen, wenn er in die Naehe geschlichen waere, um nach unserer Abreise irgendwelche Ueberreste zusammen zu suchen, aber dieser hatte keine „Beruehrungsaengste“ mehr, da er wusste, dass er nur gefuettert wird, ihm aber nichts passiert. Stephan machte sich dann wiedermal einige Feinde, da er den Fuetternden beibringen wollte, dass dies absolut unnatuerlich sei und sie es lassen sollten, natuerlich erntete er nur fragende und missbilligende Blicke, aber vielleicht hilfts ja fuers naechste mal. Wir hoffen es jedenfalls!

Weiter ging es dann wieder durch schoene Landschaften. Auch auf diesem Tripp bewegten wir uns immer etwas ueber 4’000 Meter Hoehe. Schon bald durften wir einen willkommenen Verdauungsspaziergang einlegen, da die „Strasse“ in einem schlechten Zustand war. Wir stiegen aus und wanderten dem Weg, welcher eher an ein Bachbeet erinnerte entlang waehrend unsere drei Fahrer sich als Strassenunterhaltsarbeiter betaetigten und Steine entfernten oder dazu hinlegten ,um den Abschnitt wieder passierbar zu machen. Wir wollten eigentlich auch Hand anlegen, dass wurde uns jedoch nicht erlaubt. So genossen wir wieder einen gemuetlichen Spaziergang der diesmal fast eine Stunde dauerte und uns erlaubte, die schoene Umgebung noch intensiver zu geniessen. Als wir wieder aufgeladen wurde erklaerte uns Valerio, dass diese Strassen nie von der Regierung unterhalten wuerden und dies somit immer von den Chauffeuren gemacht wuerde, welche am meisten um ihre Autos besorgt waren.

Schon bald kamen wir in die Salar de Chiguana (ebenfalls eine Salzwueste) und dort mussten wir mit dem Jeep die einzige Eisenbahnstrecke des Landes ueberqueren, natuerlich ohne Schranke oder Spur, es hiess einfach, den steilen Hang hinauf, ueber die Gleise und hinten wieder runter, aber wir haben ja 4 WD’s :-). Dies war jedoch nicht sonderlich gefaehrlich, denn es faehrt nur ein Zug pro Woche diese Strecke von Antofogasta (Chile) nach Uyuni/Oruro (Bolivien). Diese Zugstrecke war die Gegenleistung der Chilenen an die Bolivianer nachdem sie ihnen den Meeranstoss „gestohlen“ hatten. So konnten die Bolivianer auf dieser Strecke trotzdem noch ihre Gueter zur Verschiffung an die Kueste bringen.

Danach gab es noch eine lange Fahrt, welche unser Sitzleder forderte bis wir beim Eindunkeln im Salzhotel ankamen (natuerlich wieder als Erste!). Auf der Fahrt hatten wir ein weiteres mal einen Jeep einer anderen Agentur gesehen, welcher uns durch seinen unverantwortlichen und rasenden Stil schon mehrmals auffiel. Und diesmal steckte er mitten im Schlamm fest. Er wollte die Abkuerzung nehmen anstatt die offizielle Strasse zu befahren. Sie trafen dann ca. 2 Stunden nach uns im Hotel ein.

Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das ganze Hotel, inklusive Tisch und Hocker, wie auch Bett und Nachttischen waren aus Salz hergestellt. Und die Kerzen, welche zur Beleuchtung dienten, verbreiteten eine super Atmosphaere. Doch zuerst war duschen angesagt (diese waren uebrigens nicht aus Salz 😉 ). Die Angestellt meinte, wir sollten uns beeilen, bevor die anderen Jeeps ankommen. Wir zahlten gerne den Aufpreis von 0.75 CHF pro Person um uns eine herrliche, warme Dusche zu goennen. Danach erkundeten wir das interessante Hotel mit sehr viel Flair.


unser salziges Schlafgemach

Das Essen wurde in Tontoepfen serviert und auch unsere Teller und Becher waren aus Ton. Es schmeckte wieder herrlich. Es gab eine Quinoasuppe (dies ist ein Getreide, das u.a. sehr viele Mineralstoffe enhaelt und sehr gesund sein soll. Danach gab’s Poulet, Pommes Frites und wieder Quinoa. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch lange mit Louise und Phil (die beiden Englaender aus unserem Jeep). Das war sehr gemuetlich und wir verstanden uns sehr gut. Sie haben etwa die gleichen Ansichten vom Reisen wie wir und die Zeit verging im Fluge. Doch um halb elf machten auch wir uns dann auf ins Bett, da wir am naechsten Morgen frueh aufstehen mussten, um den Sonnenaufgang mitten in der Salzwueste im Wasser zu erleben.
Obwohl es wieder einige Ueberwindung kostete hielten wir den Zeitplan von Valerio genau ein und fuhren punkt 5.45 Uhr vom Salzhotel ab. Nach einer halben Stunde standen wir in der Salar de Uyuni im Wasser und warteten gespannt auf den magischen Augenblick. Im Jeep wurde es ganz ruhig, nur ab und zu hoerte man einen Photoapparat knippsen.

Als wir unsere Photos geschossen hatten fuhren wir mitten in die Salzwueste hinein, zur Insel Pescadores. Diejenigen, welche etwas spanisch verstehen werden sich wundern, wieso diese Insel Fischerinsel genannt werden kann, denn mit diesem salzigen Untergrund ist es doch nicht moeglich, dass es hier Fische gibt. Doch der Name stammt von der Form der Insel, wenn man sie von weitem betrachtet. Als wir unseren Eintritt auf die Insel bezahlt hatten durften wir die Insel ablaufen, waehrend uns Valerio das Fruehstueck vorbereitete. Imposant, was fuer Sujets sich uns zeigten. Die ganze Insel ist voller Kakteen und rundherum zeigten sich uns Spiegelungen der Berge in der Salzwueste welche leicht mit Wasser bedeckt war (dies ist nur 4 Monate im Jahr der Fall).
Wir waren so fasziniert, dass wir fast das sensationellen Fruehstueck verpasst haetten, welches uns von Valerio aufgetischt wurde.

Die drei Fahrer hatten doch tatsaechlich waehrend der letzten 3 Tage auf diesen Holperpisten ca. 36 Eier dabei gehabt, um uns hier mit feinen, frischen selber gebackenen Pancakes zu verwoehnen. Einfach der Hammer.


und das mit einer solchen Aussicht!

Danach hatten wir nochmals etwas Zeit, um die Umgebung zu erkunden und weitere Photoversuche zu starten bevor es weiterging.
Schon bald liess uns Valerio an einem Ort raus, wo das Wasser nur ca. 5cm tief war und wir die herrlichen Spiegelungen der Umgebung und von uns ins Bild fassen konnten. Immer wieder kamen neue Ideen fuer Photos, das machte richtig Spass. An dieser Stelle soll das Salz ungefaehr 6 Meter dick sein, unglaublich. Und eigentlich fuehlte es sich an wie auf einem gefrorenen See, die Farbe ist ja diesselbe. Dieses Problem hatte jedenfalls Louis, sie sprach immer wieder von Eis und musste mehrmals das Salz mit der Zunge spueren, bis es in ihrem Kopf endlich Salz war 🙂

Auf der weiteren Fahrt befanden wir uns mit dem Jeep immer leicht im Wasser, sodass sich darin der Himmel spiegelte und wir das Gefuehlt hatten, als wuerden wir mit dem Jeep durch den Himmel schweben, einfach fantastisch!
Der naechste Stopp diente dazu uns die Lebensadern der Salzwueste, wie sie Valerio nannte, zu zeigen. Das sind tiefe Loecher mit kalter Stroemung, welche fuer eine Fahrt sehr gefaehrlich werden koennen ,wenn man die Augen nicht offen haelt, denn ab und zu sind die richtig gross. Doch darin sieht man die Salzkristalle wunderschoen.
Valerio hat uns diese Exaktheit der Natur von Nahem gezeigt.


Salzkristall

Danach wollte er uns auch noch die speziellen Oktagons zeigen, welche sich im trockenen Teil der Salzwueste bilden, diese konnten wir jedoch an dieser Stelle nur schwach erkennen, da sich das Wasser noch nicht sehr lange zurueckgezogen hatte.

Kurz bevor wir die Salzwueste verlassen mussten (was uns sehr schwer fiel, wir haetten noch tagelang hier verbringen koennen) kamen wir zu den Salzminen. Hier wird das Salz zu groesseren und kleineren Haufen zusammengeschaufelt, damit es vor der Verarbeitung austrockenen kann. Das war ebenfalls ein willkommenes Photosujet.

Am Rande der Salzwueste im kleinen Doerfchen Colchani durften wir uns dann mit „Windowshopping“ verweilen waehrend das Mittagessen zubereitet wurde. Viel gab es hier nicht zu sehen, so verbrachten wir die Zeit damit, Sonne zu tanken. Nach dem Essen fuhren wir noch zur letzten Sehenswuerdigkeit, dem Zugfriedhof von Uyuni. Auf dem Weg dorthin, ging es Katja wieder mal schlecht in der Magengegend, als die Kraempfe immer staerker wurden, wussten wir, dass sie nun dringend eine Toilette haben muss. Natuerlich gab es diese nicht auf dem Zugfriedhof, aber man wird ja mit der Zeit erfinderisch…
Auf dem Friedhof befinden sich alle alten Zuege und Lokomotiven, welche mal auf der Strecke Uyuni – Antofogasta eingesetzt wurden. Jetzt sind sie der Witterung ueberlassen und vegetieren vor sich hin. Doch eigentlich gab dies noch ganz spezielle Motive.

Danach war unser Tripp mit Valerio vorbei :-(. Wir waren alle ueberzeugt, dass wir sehr viel Glueck hatten, dass wir diese wunderbare Umgebung mit Valerio erkunden durften und wuerden es jedem empfehlen und auch sofort selber wieder machen.


unsere Reisegruppe


4 Kommentare zu ' Ein weiterer Traum wird wahr… '

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  1. barbara sagte:

    Wow, von dieser salzigen Angelegenheit müsst ihr mir dann unbedingt einmal erzählen!!
    Gruss und guten Endspurt
    Barbara

    19. April 2006 um 11:57

  2. laila sagte:

    WAU, das coole start-jump-bild…isch ja spitzenmässig ! ! ! :smile::grin::wink:

    wieviel jumps brauchte dieses resultat??? 🙂

    weiterhin noch gute reise… grüässli laila

    19. April 2006 um 13:31

  3. Stephan&Katja sagte:

    Der vierte Anlauf war perfekt. Wir waren auch schon langsam ausser Atem 🙄

    19. April 2006 um 22:53

  4. Gerit sagte:

    Hallo

    bin beim Recherchieren fuer unseren Chile/Bolivien Trip auf eure tollen Photos gestossen! Wir wollen auch die Tour durch den Salar de Uyuni machen. Habt ihr zufaellig naehere Angaben dazu, wie man Valerio findet und ob er auch Touren von Uyuni aus macht?

    Vielen Dank, Gerit

    2. März 2008 um 21:49

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