Velotour durch die Umgebung von Kota Bharu

Das absolute Highlight des Aufenthaltes in Kota Bharu war die eintägige Velotour durch das Hinterland, kleine Dörfer und zu Handwerkern.Die Kinder bekamen bereits funkelnde Augen, als sie unsere Gefährte sahen.
Trailervelos  

 Nach 1 Minute wollte zwar Flavio schon wieder zurück und wir bangten um den Ausflug, doch dann hat er so richtig Spass daran bekommen. Anfangs liess er sich nur chauffieren und sass wie eine König auf dem Sattel und begutachtete die Umgebung, aber er wurde immer mutiger und zum Schluss konnte er sogar einhändig fahren und voll in die Pedale treten.

Obwohl es erstens schwierig war den richtigen Weg zu finden und wir zu Hause dankend ablehnen würden, in einer feuchten Sauna Spinning zu betreiben, würden wir es sofort wieder machen.

Nach der erste halben Stunde war Stephans T-Shirt ziemlich nass, doch das Ersatzshirt blieb bis zum Schluss im Daybag😉

  
Da wir den Weg nicht auf Anhieb fanden, waren wir froh, dass Tabea nicht ein eigenes Velo hatte, musstn wir doch, um den Drqchenbastler zu finden schlussendlich ein ganzes Stück auf der stark befahrenen Hauptstrasse zurücklegen.

Leider war der Drachenbastler grad für einen kurzen Moment weg.
Nicht alle waren gleich geduldig beim Warten bis sich die Türe öffnete

  
Gut war daneben noch eine Baustelle, bei welcher ein Gabelstapler die Baggerfuktiin übernahm.

  
Als nach einer halben Stunde die Erlösung nahte, präsentierten sich uns einige super Exemplare.

  
  
  
Und wir konnten ihm zuschauen, wie er die kleinen Drachen mit viel Sorgfalt und einer Engelsgeduld bearbeitete.

  
  

Jeder Schnipsel wird hier wieder verwertet.  
 Geduld war dann nur des Bastlers Tugend, so fuhren wir nach einer Viertelstunde weiter.

Das nächste Ziel war eine Fishchips“Fabrik“am Weg.

  

  

Kistenweise werden die Fische angeliefert.

Am Schluss werden daraus  verschiedene Chips, aber alle schmecken nach Fisch.

Danach führten uns viele kleine Nebenwege vorbei an Feldern, durch Dschungel und Häusern. Vom Weg und den Häusern her riefen uns immer wieder Kinder ein fröhliches „Hello“ zu und hofften auf Erwiederung Ihres Grusses. 

  
Was zu Beginn vor allem durch uns geschah, doch schon bald waren es Tabea und Flavio die lautstark zurück riefen und winkten. Teilweise wurden zudem unsere Gefährte bestaunt.

  
  
  
Von einer Brücke konnten wir wieder Warane beobachten.

  
Am nördlichsten Zipfel hiess es dann, nach einer flüssig süssen Stärkung ein Boot anzuheuern, welches uns auf die andere Seite des Flusses bringen sollte, da die restlichen Ziele auf der andern  Seite des Flusses lagen.

Dieses Unterfangen war nicht so schwierig, da um die Mittagszeit viele Boote auf Passagiere warteten. Es ist die Einnahmequelle der Inselbewohner inmitten des Flusses, mit ihren Booten Leute zu transportieren. Nur unsere langen Velos sorgten etwas für Gesprächsstoff. 

 
Die Velos wurden vorne eingeladen, und wir stiegen hinten zu. Und los ging es über den Fluss.

   
 

Das Abladen war dan wesentlich schwieriger, da wir an einem Steg anlegten und die Velos von tief unten ausgeladen werden mussten, aber auch das gelang. 

  
Danach eine kurze Pause im Schatt en der Anlegestelle wo wir unseren Rucksack plünderten und dem Treiben auf dem Fluss zusahen.

   

    

Dann die Treppen hoch und da wir vorallem die Wasservorräte fast aufgebraucht hatten, wollten wir uns im nächsten Lädeli wieder eindecken. Die Kinder interessierte aber wieder weniger der Einkauf als ein weiteres Spielgerät😉

  

Danach hiess es wieder in die Pedale treten. Wir würden weiterhin mit winkenden Kindern vorwärtsgetrieben. Vorbei an Bananenpalmen

  
Kokosnusspflückenden Äffchen

  

Und sonst Kurligem  

Endlich erreichten wir den Handwerker, der die Puppen für das Schattenspiel herstellt. Er bat uns gleich in seine Werkstatt, welche wir nach einer Weile auch als seine Wohnung identifizierten.

Er zeigte uns, wie er zuerst die Figur skizziert, auf ein Blatt malt und dann auch Kuhleder überträgt und mit Hammer und Nagel die Figuren mit den winzigsten Einzelheiten aussticht.

  

Sein Arbeitsplatz ist auch seine Wohnung

   

 
Und seine Bühne

 Danach schloss er kurz den Rolladen und führte uns ein Schattenspiel vor.

   
 
 Dann durften die Kinder hinter die Kulisse und ein Stück aufführen.  
 
Am Schluss war es noch an Katja

  
Einmal mehr ein direkter Einblick, welcher uns bleiben wird.

 Flavio könnte fast nicht mehr aufhören mit den  Figuren zu spielen.  

Als wir uns verabschiedet und bedankt hatten, war gleich um die Ecke die offizielle Fährstation.

Leider hatte die Fähre gerade abgelegt und obwohl wir einladen und einsteigen konnten, machte der Kapitän keine Anstalten einzusteigen, er legte sich auf eine schattige Bank und machte Siesta. 

  
  
Eine harte Geduldsprobe für unsere Kinder, welche sich aber gelohnt hat. Auch nach 25 Minuten waren wir die einzigen Gäste.

So konnten wir aus nächster Nähe beobachten, wie der Motor gestartet wird und die Gänge werden über einen Draht an der Decke, der mit Nägeln mehr oder weniger gespannt wird eingelegt.

   
 

   
 
Links oben die Nähel für die Gänge

Kaum hatte er die Anlegestelle verlassen, fragte er Flavio, ob er steuern möchte. Zwei strahlende Augen gaben die Antwort. Und flugs war er der Steuermann!

   
 
Bald merkte er, dass Tabea neidisch war und sie durfte auch aufsteigen.

  
   
 
Danach wurde um die Wette gesteuert und gehupt. Eine halbe Stunde dauerte die Überfahrt.

Auch dem Kapitän machte es sichtlich Spass, dass er unseren Kindern eine solch grosse Freude und ein super Erlebnis bieten konnte. 
Das Ausladen wieder ein Krampf und die Zugangsbretter wieder schmal und lotterig, das ging mit links nach diesem Erlebnis.

Dann noch kurz durch die Stadt und mit Hilfe eines Motorradfahrers über die Hauptstrasse. Eine letzte Herausforderung war ein schmaler Damm durch ein bewässertes Feld, welcher zu Beginn eine Neigung von 30Grad hatte. Und mit Hilfe der Dorfbewohner die richtige Abzweigung zur Unterkunft zurück.     

Ein herrlicher Ausflug und jeder Schweisstropfen hat sich gelohnt!

  

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