Heimatklaenge in Chile

Nach den zwei Wochen in Concepcion wo wir eine super Zeit mit vielen lieben Menschen verbringen durften, sind wir weiter noerdlich nach Rancagua gefahren. Da uns leider niemand ein Zugbillet verkaufen wollte, an manchen Tagen klappt das einfach nicht :-(, machten wir diese Strecke wieder mit dem Bus. In Rancagua hatten wir uns mit Stefanie verabredet. Wir wurden sehr herzlich von Steffi und Ihrer Familie empfangen, obwohl wir uns in der Schweiz nur durch eine Volleyballkollegin von Katja mal kurz gesehen hatten. Zudem tischten sie uns ein wunderbares Essen auf. Waehrend dem Essen lernten wir uns zuerst mal etwas kennen. Und auch hier stimmte die Chemie sofort. Die beiden Kinder haben wir sowieso sofort ins Herz geschlossen und die Froehlichkeit und Herzlichkeit von Stefanie und Jorge liess uns gleich wieder heimisch fuehlen. 🙂


Katja und Joelle


Jorge, Josias, Joelle, Stefanie

Nach einem gemuetlichen Nachmittage machten wir uns auf um im Zentrum etwas zu schlendern.


Fussgaengerpassage


Iglesia Catedral

Am Abend trennten wir uns und wir bezogen unser Hotelzimmer und genossen wieder einmal einen Fernseher, sogar mit Satellitenempfang, zu haben…

Der nachste Tag war ein spezieller auf unserer Reise – Katjas Geburtstag! Wir trafen uns wieder mit Stefanie und Ihrer Familie und fuhren mit Ihnen durch die Berge zum Hotel Termas de Cauquenes. Dieses Hotel war frueher wohl mal ein Kloster und wird heute durch einen ausgewanderten Schweizer betrieben. Wie die Aussicht ist auch das Essen genial. Zudem kann man in den Thermen den Koerper etwas entspannen. Die Einrichtung ist noch im alten Styl gehalten worden. Durch eine grosse Halle kann man in die Badezimmer mit Holzbadewannen huepfen.


Thermen

Eigentlich wollte Katja zuerst nicht verraten, dass sie Geburtstag hat, doch als sie sich dann doch entschloss, die Katze aus dem Sack zu lassen, organisierte Stefanie als Ueberraschung innert Kuerze Kerzen auf den Kuchen von Katja mit fast genug Kerzli drauf 😉

Aus dem Essraum hoerten wir doch tatsaechlich Lieder aus unserer Heimat, es wurde gejodelt. Wir warfen ein Auge in den Saal und fanden gegen 25 Maenner am jodeln. Das ging durch March und Bein. Hatten wir doch zuhause nie viel mit solcher Musik anfangen koennen, gefiel uns diese Darbietung hier ganz gut . Es stellte sich heraus, dass dieser Maennerchor soeben aus Edmonton, Kanada angereist war und aus ausgewanderten Schweizer bestand, welche dem Wirt ein Staendchen sangen.


CH-Maennerchor Edmonton

Auf einem kleinen Spaziergang fanden wir ein Plaetzchen wo sich die kleinen und grossen Kinder etwas Vergnuegen konnten 🙂

Nach einem wunderschoenen Tag in den Bergen der Anden nahmen wir nach dem Nachtessen Abschied von unseren neuen Freunden, welche wir sehr ins Herz geschlossen haben. An dieser Stelle nochmals „merci vielmol“ fuer die schoenen zwei Tage, die wir mit Euch verbringen durften und wir hoffen Euch in der Schweiz wieder zu sehen.

In Rancagua konnten wir die Bahntickets direkt am Bahnschalter kaufen und fuhren somit mit dem Zug nach Santiago. Das Zugfahren in Chile ist eine ganz angenehme Sache, nur leider gibt es fast keine Bahnstrecken… In Santiago de Chile erwischten wir wieder einmal eine sackstarke Unterkunft. Seit gut 3 Monaten ist dieses hospedaje „La Chimba“ eine kleine Oase in der laermigen Stadt und vorallem ganz gut im Restaurant und Barviertel gelegen. Da nicht nur wir diese Unterkunft der Hammer fanden wollten die Gaeste gar nicht so schnell wieder abreisen und so kriegten wir zu unserem Vergnuegen ein upgrade zu einem Doppelzimmer fuer den Preis eines Dorms 🙂


La Chimba

Santiago de Chile hat viele sehenswerte alte Gebaeude, sehenswaerte Seitengaesschen und vorallem wunderschoene, hohe Gebirge im Hintergrund. Jedoch nimmt einem der Smog oder Dunst etwas die Klarsicht auf die Bergkette…


Santiago de Chile


Barrio Bellavista


Das Innere der Hauptpost


Neu neben Alt

In den ersten Studienwochen werden in Chile die Studienanfaenger von den Aelteren mit einer grossen Buerde beladen. Ihnen werden die Kleider, welche sie gerade tragen verschnitten, bemalt, geteert oder mit Fischbruehe uebergossen und die Schulbuecher geklaut. Diese kriegen sie wieder, wenn sie mit ihren zerfetzten Kleider auf der Strasse genuegend Geld gesammelt haben. Doch das ist inzwischen ein recht schwieriges Unterfangen geworden, da so viele Studenten betteln und man nicht jeden Tag 20-25 Mechones helfen kann.


Mechones

Nach ein paar wunderschoenen Tagen in Santiago verlassen wir die chilenische Hauptstadt in Richtung Valparaiso, ein historisches Staedchen am Meer.
Bis zum naechsten Bericht und haltet die Ohren steiff, der Fruehling kommt bald 🙂 …

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