weltreis.ch

28. Februar 2006

Loesung der Umfrage 11

Hier die Loesung zur Frage: „Wie benennt man die Steinskulpturen auf den Osterinseln?“

Die Meisten antworteten mit Rapa Nui. Rapa Nui hat auch was mit der Osterinsel zu tun, es ist der Name der Insel in der „Eingeborenensprache“ welche ebenfalls als Rapa Nui benannt wird. An zweiter Stelle war schon die richtige Antwort. Die Steinsskulpturen heissen Moai und nicht zu verwechseln mit Maori, wie die Eingeborenen von Neuseeland heissen. Mit Bora Bora konnten wir Euch ja nicht verwirren, eine Insel von franzoesisch Polynesien und Roa ist ein Teil des Hauptortes auf der Osterinsel, welcher Hanga Roa heisst.


4. Februar 2006

Suedostkueste und Sydney

Unser naechstes Ziel war Narooma, um von dort einen Ausflug auf das Naturreservat der Montague Island zu unternehmen. Doch den Weg dorthin legten wir der Kueste entlang, auf dem Touristdrive zurueck, nicht auf dem schnelleren Highway. Leider spielte das Wetter nicht so mit und die schoene Kueste zeigte sich uns nicht in ihrer vollen Pracht, doch wir haben doch einige lohnenswerte Abstecher gefunden. Z.b. “ The Pinnacles“ vor Merimbula und das historische Staedtchen Tilba Tilba

Die Jugi in Narooma koennen wir ebenfalls waermstens weiterempfehlen.
Ein gemuetliches Haus mit einem Hot Top im Garten, eine Wohltat

Abends war ganz klar, TV Time. Wir mussten doch verfolgen, was unserer Schweizer Tennisasse hier in Melbourne machten. Auch der Besitzer der Jugi war ein Roger Federer Fan (wie viele Australier) und wollte nach seinem Sieg mit uns anstossen, doch Reisen macht muede und unsere Augenlider waren schwerer als der Wille und so konnte er erst am naechsten Tag von „Rogi“ vorschwaermen.
Der Himmel war wiedermal bedeckt, als wir uns mit einem Boot Richtung Montague Island aufmachten. Und wie meistens, wenn wir auf ein Boot gehen, gab es starken Wellengang. Das setzte Katja wieder arg zu, sodass sie die ersten Minuten, wo wir uns der Seeloewenkolonie naeherten nicht so geniessen konnte. Danach war es weniger der Seegang, sondern schon eher die Ausduenstung der Seeloewen (wer schon mal in San Francisco war, weiss von was wir sprechen), die unseren Magen zu schaffen machte :-/.
Danach verbrachten wir fast zwei Stunden auf der Insel, leider bei bewoelktem Himmel, was das Erlebnis betraechtlich schmaelerte, doch die Fuehrung war sehr gut und liess uns spueren, was fuer ein einsames, isoliertes Leben die Leuchtturmwaechter mit ihren Familien auf dieser Insel verbrachten.

Vor Ulladulla wollen wir Beiden unbedingt noch einen Abstecher an die Pebblybeach machen. Dort sollen auch am hell heitern Tag Kanguruhs direkt am Strand grasen. Wir hatten nun zwar schon einige Kanguruhs gesehen, doch die gibt es ja nur hier und wir konnten der Versuchung nicht widerstehen nochmals einige zu beobachten. Nach der ersten Enttaeuschung am Strand, der Wind war stark und es hatte keine Kaenghis, entdeckten wir im Wald und in einem geschuetzten Garten eine ganze Gruppe friedlich beim Grasen. Faszinierend. Auch ein weiterer Kokkaburra machte uns seine Aufwartung mit seinem Gelaechter und nebenan beim Campingplatz war alles voller Papageien.


Photo fuer Adleraugen, seht ihr die Kaenghis?

Auch am naechsten Tag war eher grau als blau angesagt (einer der schlechtesten Sommer, wie uns die Australier versicherten). So entschlossen wir uns, statt die Kueste abzufahren, einen Abstecher ins Landesinnere zu den Fitzroi Wasserfaellen zu machen. In diesem Wetter muessten doch wenigstens die eindruecklich sein. Es hatte eine mystische Stimmung um die 81m hohen Faelle mit dem Nebel doch nur eine kleine Rinnsale fand den Weg hinunter.
Da war das Blowhole in Kiama dann doch spektakulaerer!

In Wollongong, einer Industriestadt, mit weniger Charme als Newcastle besuchten wir einen chinesichen Tempel. Der Tempel selber war ganz neu und nicht sehr eindruecklich, heutzutage ist das prunkvolle Bauen viel zu teuer, doch der angelegte See mit den vielen Lotusblumen war schoen.

Am 26. Januar, dem Australian Day (Nationalfeiertag) wollten wir moeglichst schnell nach Sydney, wurde doch so stark Werbung fuer die Festivitaeten an diesem Tag gemacht. Doch beim Darling Harbour ist mehrheitlich OpenAir Stimmung und etwas Chilbi, doch sonst laueft bis am Abend nicht viel. So entschliessen wir uns, ins Aquarium zu gehen. Eine gute Entscheidung, es hat kaum Leute. Die beiden groessen Becken sind sehr eindruecklich. Man hat die Moeglichkeit, die Haie, Rochen usw. von unten (in Glastunnels) zu beobachten. Den Rest des Aquariums haben wir schnell gesehen. Fuer den Abend lassen wir uns in einem Restaurant nieder, das den Balkon direkt ins Hafenbecken des Darling Harbour richtet. Dort verkoestigen wir uns bis das Feuerwerk kommt. Nicht so riesig wie das an Silvester, aber ebenfalls schoen. Wir haben mehr Glueck, da unser Nationalfeiertag nicht so nahe zu Silvester liegt.


Feuerwerk am Australian Day

Am naechsten Tag besuchten wir per Velo den Olympiapark, eines sehr schoen Anlage, nur schade, dass sie nicht mehr so gebraucht wird.

Und zum Abschluss wollten wir noch das schnellste Becken der Welt ausprobieren und schwammen wieder einen Kilometer im Becken der Weltrekorde und tatsaechlich, auch wir waren schneller 😉

Der naechste Tag stand im Zeichen der Beaches. Wir zeigten Ruth und Juerg das Bondibad, doch leider waren der Seegang heute zuwenig rauh (wir hatten wieder mal herrliches Wetter) und das Schwimmbecken wurde nicht mit riesigen Wellen ueberspuehlt, so wollten wir uns lieber an der Cogeebeach in die Wellen legen. Doch das erwies sich als schwieriges Unterfangen, denn fast der ganze Strand war wegen Wettkaempfen gesperrt. Doch dies war eindruecklich zum Zuschauen, wie sie mit den Ruderbooten durch die Wellen preschten.

Danach war es an der Zeit, uns von Ruth und Juerg fuer die naechsten Monate zu verabschieden. Wie immer fiel uns dies schwer. Wir hatten schoene, interessante und abwechslungsreiche Tage miteinander verbracht und sie mussten fuer den Abflug nach Brisbane zurueck. Herzlichen Dank fuer alles 🙂 Unser Flug war am 1. Feb. ab Sydney, so schauten wir uns noch den Rest von Sydney an, den wir vor unserem Loop nach Melbourne noch nicht gesehen hatten. Und hier eine Zusammenfassung der Eindruecke von Sydney.


Arkade in Weihnachtsstimmung


OpenAir Kino mit sensationellem Hintergrund und Vorpremiere von „The Producers“


Operahouse von innen


…und von aussen


Harbour Bridge


Darling Harbour, hier verbrachten wir viel Zeit, einfach nur mit Schlendern

nochmals Darling Harbour, weil’s hier so schoen war 🙂


The Rocks


Neue Appartements bei den Docks, wir kamen nicht nur einmal und auch nicht nur einmal ins Traeumen


Wooloomooloo Appartements


Gut war das nicht unser Mietauto 😉


Liveuebertragung des Finals auf Grossleinwand vor dem Operahaus, gute Stimmung war garantiert!

Alles in Allem hat uns Sydney sehr gut gefallen, falls wir wiedermal nach Australien kommen, koennten wir gut wieder ein paar Tage in dieser Stadt verweilen.


2. Februar 2006

Schweizer Tennis zwischen Australischen Alpen und Kuesten


Und das ist die Australische Haupt“stadt“ von oben


Das Kriegsdenkmal


neues Parlamentsgebaeude

Auch nach verlassen von Canberra Richtung Snowy Mountains waren wir wieder fast die Einzigen auf der Strasse.

In Cooha entschieden wir uns dann, den weiteren Umweg einzuschlagen, um eine grosse Strecke durch den Nationalpark fahren zu koennen. So fuhren wir an den Stausee in Jindabyne. Das Wetter lud sogar zu einem Bad ein.

Leider nur fuer einen Tag, am naechsten Tag entschlossen wir uns, da das Wetter nicht zum wandern war, wir aber trotzdem Bewegungsdrang hatten, in einem Hallenbad einen Kilometer zu schwimmen. In Asien waren wir soviel zu Fuss unterwegs, dass wir nie ein solchens verlangen hatten, aber hier in Australien sitzt man soviel im Auto, dass wir uns wiedermal sportlich betaetigen wollten. Danach schauten wir noch den australischen Meisterschaften im Speedwasserskifahren zu, definitiv nichts fuer uns. Die lassen sich mit fast 200 km/h auf einem See ihre Runden ziehen.

Dann fuhren wir Richtung Kosciuszko Nationalpark, da es zu Regnen begann und man diesen Wettkampf nach einer Stunde gesehen hat. Die australischen „Alpen“ eroeffneten sich vor uns, soweit wir durch die Wolken sehen konnten. Der hoechste Berg von Australien befindet sich hier in Thredbo, ca. 2’220m hoch, doch heute war wieder nichts mit wandern, denn der Regen wurde immer staerker. So entschieden wir uns, statt im Zelt, mal wieder eine Jugendherberge als Nachtlager auszusuchen und im warmen, trockenen Bett zu schlafen. Am naechsten morgen gabs fruehe Tagwache, wollten wir doch auf den hoechsten Berg von Australien. Die Wolken lichteten sich und die Sonne zeigte uns die ganze Bergkettenpracht. Da wollen wir hin.
Fuer den ersten Teil liessen wir uns zur Sesselbahn verleiten, auch wieder mal schoen, dann gings zu Fuss weiter auf „Wanderwegen“. Na ja, nicht gerade das, was wir uns vorgestellt hatten.

Beim Aufstieg pfiff uns der Wind maechtig um die Ohren und wir waren froh um unsere windfesten Faserpelze und Regenjacken. Doch da kreuzten wir doch tatsaechlich Australier mit kurzen Hosen und Tops! Am Aussichtspunkt fuer auf den hoechsten Berg, den Kosciuszko, sahen wir ihn in Wolken verhuellt, das machte wiederum keinen Sinn weiter zu laufen.

So entschlossen wir uns, wenigstens zu Fuss durch den Naturpfad runter zu laufen. Leider bestand der Weg wieder mehrheitlich aus Treppen, nicht aus einem Pfad, wir sind wohl verwoehnt von der Schweiz, aber die Umgebung war sehr schoen.

Die letzten Meter wollten wir Rodeln, doch das geht nicht, es gibt nur den Rundtrip, hoch und runter mit dem Rodel, schade, so nahmen wir die letzten Treppen unter die Fuesse. Von Thredbo fuhren wir nach Tallangatta und weiter nach Bonegilla, wo wir wieder einen schoenen Zeltplatz am See fanden. Nach einem ausgiebigen Barbecue fielen wir muede in die Schlafsaecke.
Am naehchsten Tag, da wir gestern den Nationalpark hinter uns gelassen hatten, hatten wir ploetzlich Drang nach Melbourne, wir hatten ja auch schon Einiges von dieser Stadt gehoert. Auf diesem Streckenabschnitt lag die Weinkellerei von Brown Brothers und etwas westlicher noch De Bortoli. Doch einerseits waren die Infos sehr schlecht, und andererseits hatten wir uns gesagt, dass wir keine Weinkellerei besuchen, wenn einer von uns fahren muss. Muessen wir halt die guten Tropfen zu Hause dann wieder geniessen…
Wiedermal schauten wir uns Arbeiten lokaler Kuenstler an, diesmal ein Gebilde, dass von Antonia Gaudis Arbeit in Barcelona beeinflusst wurde.

Nach der langen Fahrt und dem Aufstellen des Zeltes gingen wir voellig ausgehungert einkaufen. Wie man weiss – ein Fehler! Wir kauften fuer ueber 40 CHF ein und dachten, dass wir dies alles aufputzen wuerden. Im Endeffekt reichte uns dieser Einkauf fuer vier Fruehstueck und drei Nachtessen ;-))
Melbourne gefiel uns auch sehr gut, hier wird auch viel zur Unterhaltung gemacht. Das Highlight waren unsere beiden Tage im Melbourne Park am Australian Open. Einmal mit Groundpass und einen ganzen Tag in der Rod Laver Arena, wo wir „unseren“ Roger Federer bestaunen durften. Diese beiden Tage waren voll nach unserem Gusto und wir verheimlichten unsere Herkunft auch nicht.


nur dumm, dass viele nicht wissen, dass Federer, Schnyder und Hingis aus der Schweiz sind!

Doch auch sonst hat die Stadt Einiges zu bieten.


Federation Square von oben


eine Statue down under 😉


alte Exhibition Hall


MCG (Melbourne Cricket Ground), fast bis zu 120’000 Personen


Denkmalschutz nach australischer Art


Music Bowl


Downtown Melbourne

Eine interessanten Fuehrung hatten wir in der Town hall, wo wir in eine riesige Orgel gehen durften, waehrend sie gespielt wurde (groesser als die in der Sydney Opera).

Aber auch der Open Air Tanzkurs war ein spezielles Erlebnis. Unter freiem Himmel, bei strahlendem Sonnenschein und Blick auf das Meer lernten wir die Kunst des Tangos, einmalig!

Nach den intensiven Tagen in Melbourne fuhren wir Richtung Phillip Island, wo wir uns abends beim Eindunkeln mit Nachsichtgeraeten der Heimkehrenden kleinen Pinguinen erzueckten. Richtig schnuselig diese kleinen, watschelnden Genossen.

Am naechsten Tag gings zur Ninety Mile Beach, waaahhhnnnnssiiiinnnnnn diese Laenge. Ein kurzer Spaziergang durch einen Gestruepwald mit vielen verschiedenen Singvoegeln fuehrte uns zur Mc Loughlins Beach, dem Beginn des Neunzig Meilen Strandes. Gut war der gut beschildert, denn wir suchten zwei Touristinfos auf, um nach einer Karte zu fragen, doch wir wissen heute noch nicht, wie diese beiden Bueros den Namen einer Touristinfo verdienen (eigentlich sehr ungewohnt, denn sonst sind diese Posten immer sehr hilfreich). Am naechsten Tag wird es uns vollend bewusst, dass wir in einer Gegend sind, in welcher es weniger touristisch ist. Wir wollten in einem kleinen Dorf auf der Strecke uebernachten, angesichts der moeglichen Uebernachtungen fuer Ruth und Juerg in Motels entschlossen wir uns dann aber weiter zu fahren und bis ins naechste Touristenzentrum vorzudringen, Malacoota. Dies stellte eine grosse Strecke dar. Auf dem Weg schauten wir uns noch die aelteste Drehbruecke der Welt an. Einen langen Jetty, der durch Sedimentablagerungen vom Fluss gebildet wurde und an einem Strand konnten wir uns wieder kaum losreissen, da wir eine Albatross-Familie beobachteten, die mit ihren Jungen Luftkaempfe uebten.
Bei einem Strand von Malacoota fanden wir schoene Felsformationen und wanderten den Strand entlang, die Natur ist schon was Herrliches!


aelteste Drehbruecke (dieser Art) der Welt

Hier noch einige Impressionen zwischen den Staedten

Camping Stylleben 🙂