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3. Mai 2016

Cameron Highlands

Stephan&Katja, Position: º/º

Aufgrund des diesjährigen Wetterphänomens El Nino sind unsere Tag etwas wärmer als gewöhnlich. So dachten wir uns wir machen einen Ausflug in die Berge, auf knapp 2’000 Höhenmeter, um dieser Hitze etwas ausweichen zu können. Und unser Plan ging auf, wir stiegen bei angenehmen 24°C aus dem Bus. Doch dieses Erlebnis mussten wir uns hart verdienen.
Frühmorgens trafen wir uns mit unseren japanischen Freunden beim Car. überpünklich fuhren wir los und nach knapp zwei Stunden erreichten wir schon Ipoh, eine mittelgrosse Stadt im nirgendwo. Nach einer halbstündigen Pipi-Pause schlängelten wir weiter den Berg hoch. Um uns kurvten Töffli-Gangs welche wir jeweils bei kleinen Steigungen wieder einholten.

  
  

Wir dachten das passt perfekt, damit wir am Nachmittag noch eine Tour in Tanah Rata buchen können. Doch als wir den Kilometerstein, noch 27km bis Tanah Rata, passierten verlangsamte unsere Carchauffeur seine Fahrt. Wir stehen im Stau, ja das kann mal passieren, doch dieser Stau endete erst vor unserer Unterkunft!!!

 

Somit hatten wir den lieben Nachmittag im Car anstatt mit Sightseeing verbracht. Solch ein vergleichbares Chaos erlebten wir erst einmal im nepalischen Kathmadu. Jeder würgt irgendwie in eine 20cm Lücke um doch noch etwas schneller zu sein, doch das führt dazu dass der Verkehrsfluss ganz zum erliegen kommt.

  

Wir hatten dafür genügend Zeit um uns die Umgebung genauer betrachten zu können.

   
    
  
Mit mehr als 3.5 Stunden Verspätung, nach 8 Stunden Busfahrt, wurdenwir dafür direkt vor unserer Unterkunft abgeladen.Wir machten uns sofort daran eine Tour zu buchen um die Teeplantagen zu besuchen. Doch erstens ist die Teefabrik zu und zweitens erwarten Sie einen weitern Monsterstau, denn es müssen ja die meisten wieder runter. In Malaysia werden Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, direkt am Montag nachgeholt. Ich bin auch für diese Regelung!!! 😉

Somit machten wir am nächsten Morgen eine kleine Dschungelwanderung nach Bringchang.

  
 

   

  

  

  

 Streiften ein Herrenhaus  
Farne sind hier Bäumen

 Wir suchten die Erdbeerplantagen auf (welche jedoch alle am Vortag bereits leergepflückt wurden)…

   

Mit Bewässerungssystem und angenehmer Pflückhöhe.

 

…und stattetem einem Tempel einen Besuch ab.

   

     
Am Dienstagmorgen machten wir uns zusammen auf in die Highlands.

  
Als erstes durften wir durch die Teeplantagen schlendern und die fantastische Umgebung geniessen. Diese Teebäume wurden vor 85 Jahren gepflanzt und diese werden drei mal jährlich gepflückt und musste jeder volle Kratten Kilometerweit  in die Fabrik runter getragen werden. Früher wurden diese von Hand gepflückt, für 1 Kilo gab es ganze 15 Cent Lohn – da waren die Plantagenarbeiter froh wenn Regenzeit war, denn da wog jedes Blatt etwas mehr – doch heute werden diese maschinell geschnitten, mit Ästen und allen Blättern zusammen. So gibt es hier nur Schwarztee, denn für Grün-und Weissen Tee müssten die verschiedenen Blätter Einzel gepflückt werden. Das Gebiet gehört immer noch einem Schotten.

   
    
    
 
Da die Felder viele Fussstunden von der Stadt entfernt sind wurden für die Arbeiter kleine Siedlungen mit Schulen, Tempel, Arzt und Shops errichtet. Ausländer und Einheimische sind strikt getrennt, denn die Einheimischen wohnen zusammen mit der ganzen Familie, die Ausländer in einem Massenschlag. Auch arbeiten die Malayen nur in der Fabrik, die Feldarbeit ist Ihnen zu dreckig und zu streng.

Die Tour führte uns weiter auf den Gipfel diese Berges.

  
Danach durften wir noch etwas über den Urwald, den sogenannten Mossyforest, erfahren und diesen noch selbst begehen. Wir mussten jedoch beachten, dass grüne ästchen auch giftige Schlangen sein könnten (die Zeit bis ins Spital würde jedoch nicht reichen) und dass wir nicht auf die Äste und Wurzeln treten, denn das Moos entzieht den Bäumen den Saft und somit wird dieses extrem brüchig. Die Bäume wachsen in diesem Gebiet nur 1cm pro Jahr! Die Humusschicht ist 4m, es läuft sich somit wunderbar weich darauf.

   
    
    
    
  In solchen Wäldern in Neuseeland wurden die Filme wie Avatar oder Herr der Ringe gedreht. Leider breitet sich die Zivilsation immer mehr aus und brennt den Mossyforest nieder um mehr Raum für Erdbeerplantagen, Gemüse oder einfach Hotels zu gewinnen. Unserer Führer meint, dass es möglich ist, dass in 20 Jahren hier kein Urwald mehr sein wird!!!
Den Kindern machte es unheimlich Spass bei angenehmen Temperaturen über Stock und Stein zu klettern.

 
Nach dem Besuch in der Teefabrik, welche jedoch heute Putztag hatte (ha! gestern geschlossen, heute Putztag, wir sahen also gleichwenig), hiess es Abschied nehmen von unseren beiden japanischen Freunden. Auch die Kinder haben beide sehr lieb gewonnen und so fiel es auch Ihnen schwer auf Wiedersehen zu sagen.

   
    
 
Für uns hiess es dann einen Tag später die Koffern packen und zurück nach Georgtown damit wir dort die Fähre nach Langkawi nehmen konnten.


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