…und nun ab nach Hause

Auf der Busfahrt nach Lima genossen wir nochmals die wuestenaehnliche Landschaft, wussten wir doch, dass wir in ein paar Tagen wieder in uns bestens vertrauten gruenen Umgebungen herumkurven werden.

Auch fuer Katja war diese letzte laengere Busfahrt nicht so schlimm, da sie ja wusste, dass sie bald im Flieger sitzen wird wo auch sie wieder lesen kann. Dass dann alles anders kam als wir dachten, wussten wir zu dieser Zeit noch nicht…

Etwas bedrueckt fuhren wir auf dieser Reise nochmals an Slumsiedlungen vorbei. Diese Leute haben nichts, die meisten nicht mal ein Dach ueber dem Kopf sondern nur ein Bastwaendchen um sich etwas abzuschirmen.

Zuerst begutachteten wir den Stadtteil Miraflores mit modernen Gebaeuden und Shoppingkomplexen. Seit Santiago hatten wir keinen so modernen Stadtteil mehr gesehen. Ueberall Kinos, internationale Restaurants und Shoppingstrassen. Der Bau an der Klippe, ein Aushaengeschild von Lima, Larcomar war ein schoener Abstecher vom hektischen Verkehr in Lima.


Larcomar…


…in solch einem Gebaeude zu Hausen muss ein warer Genuss sein.

Einen etwas kleineren Genuss goennten wir uns aber fuer die letzte Nacht unserer Weltreise. Wir hatten im Sheraton Lima Hotel & Casino reserviert.


Sheraton Hotel & Casino Lima (ok, zugegeben, von aussen macht es einen etwas schaebigen Eindruck, doch innen…)

Natuerlich konnten wir dies dem Taxifahrer nicht schon am schaebigen, lokalen Busbahnhof, wo wir mit dem letzten Lotterbus ankamen, unter die Nase reiben. So fragten wir etwas diskreter nach dem Preis ins Zentrum, denn das Sheraton liegt mitten im Zentrum. Als er uns einen vernueftigen Preis nannte, stiegen wir ein und nach kurzer Fahrt nannten wir ihm die Adresse. Dem Fahrer fiel fast der Kiefer aufs Steuerrad. Er fragte waehrend der kurzen Fahrt noch zweimal nach, ob wir dort eine Reservation haben. Der Portier kam uns schon entgegen und das einzige mal liessen wir uns unser Gepaeck abnehmen und dann spaeter aufs Zimmer bringen, das war bereits ein recht komisches Gefuehl. Als wir dann unser Zimmer sahen wussten wir, dass wir diesen letzten Tag und die Nacht in vollen Zuegen geniessen koennen.


im Atrium blieb uns fast der Atem weg!


unser Zimmer

Katja musste natuerlich ziemlich schnell das Kingsize Bett testen…


…und beim fuenften Testlauf schaffte es dann auch Stephan, im richtigen Augenblick abzulichten.

Leider war es zu kalt zum Baden, aber die Liegstuehle mussten trotzdem getestet werden 😉

Und sogar eine Schweizer Fahne wehte uns entgegen, das liess unsere Herzen hoeher schlagen.

Doch wir wollten auch an unserem 304-ten Tag auf unserer Reise noch etwas mehr von der Stadt sehen und noch einige Einkaeufe erledigen, so zwangen wir uns, das Zimmer nochmals zu verlassen. Wir spazierten zum Plaza San Martin und weiter die Fussgaengerpassage zum Plaza de Armas


Die Fussgaengerzone


die Hauptpost mit wunderschoener offener Gallerie


das Regierungsgebaeude


die Kathedrale


eine wandelnde Ballontruppel

Das Kloster San Francisco wollten wir uns nicht entgehen lassen da es als sehenswert eingestuft wurde. Wir schnappten eine der letzten Fuehrungen und tauchten nochmals in die Welt eines Klosters ein.

Die Bibliothek entfuehrte uns etwas in die Welt von Harry Potter

Die Innenhoefe sind mit schoenen, farbenfrohen Kacheln dekoriert, wie etwa in Sevilla. Sie wurden auch von dort importiert.

Am Schluss besuchten wir die beruehmten Katakomben dieses Klosters, eine knochige Angelegenheit. Viele Grabgruben mit sortierten Knochen. In der einen waren nur Schaedel, in der naechsten hunderte von Oberschenkelknochen und das bis zum Abwinken. Am Schluss der Tour das Highlite eine runde Grube mit einem „Kunstwerk“ (wir konnten uns dafuer nicht sehr begeistern).

Dann machten wir uns noch etwas auf um die letzen Souvenire zu kaufen


obwohl es sehr viel Kitsch hatte


wurden wir doch noch fuendig

Das Nachtessen genossen wir dann im Sheraton und nachdem Stephan, der sich fuers Buffetnachtessen entschieden hatte, zum drittenmal Hauptspeise holte, fielen wir doch etwas auf. Wir hatten eigentlich eher gedacht, dass wir wegen unseren Backpackerkleidern auffielen, obwohl, wir hatten unsere einzige Bluse/Hemd fuer diesen Aufenthalt gespart, doch gegen die Amis mit ihren Jogginghosen und Baseballmuetzen und die Japanerin mit den Pijamahosen hatten wir keine Chance 😉

Danach genossen wir noch weitere Service wie das Internet und natuerlich das Fernseher bevor wir im Supersizebett nochmals trauemend unsere Reise durchlebten.

Das Fruehstueck am naechsten morgen war wieder sensationell und wir brauchten unsere Zeit, uns durch fast das ganze Angebot zu kaempfen. Da wir fuer diesen Tag nicht mehr viel fuer Sehenswuerdigkeiten uebrig hatten (Lima hat auch nicht so viel Sehenswertes) nahmen wir endgueltig Abschied von Lima, Peru und somit von ganz Suedamerika

und liessen uns von einem Hotelchauffeur zum Flughafen fahren. Unsere einzige angenehme Taxifahrt in Lima in diesem verrueckten Verkehr. Wir waren viel zu frueh dort und verbrachten unsere zeit nochmals etwas mit shopping, Langweilig wurde es uns nicht…
Als wir 50 Minuten vor Abflug zum Gate kamen (laut Ticket stand wir muessten 1,5 Stunden vorher dort sein, doch wir nahmen diese Zeitangabe auf suedamerikanische Art auf) war dann auch schon reges Treiben. Immer wieder wurden spanische Nachnamen runtergelesen, welche sich am Schalter melden mussten.
Fuenf Minuten vor Einsteigezeit wurde uns dann recht mulmig zumute, als zuerst Katjas, kurz darauf auch Stephans Name aufgerufen wurde. Katja packte die zwei Tickets und machte sich auf zum Schalter. Im Kopf schmiedete sie sich einige Argumente zusammen, wieso wir unbedingt auf diesen Flug muessen.
5 Minuten spaeter stand sie mit zwei neuen Tickets da, wir wurden upgegradet in die Businessclass. Wir konnten unser Glueck zu Beginn gar nicht recht fassen und begreiffen. Unser laengster Flug auf der gesamten Reise, 11.5 Stunden und wir durften den Komfort der Businessclass geniessen!
Die Sitze waren so bequem und mit so viel Beinfreiheit, es gab etliche Knoepfe zum rumdruecken, Fernseher fuer jeden, mit DVD, Internet usw.


der Sitz…


…und die Bedienung dazu

Das Essen war fantastisch, die Weinauswahl der Hammer (wir mussten natuerlich alles versuchen) und geschlafen haben wir wie die Herrgoetter… kein Wunder, in dieser Lage.

Mehr als die Haelfte des Fluges haben wir verschlafen (wenn man denn schon mal schlafen kann, dann muss man es ja auch ausnuetzen 😉 ). Zwischendurch kurz aufgewacht, sich an der Nachtbar verkoestigt und wieder ab in die Klappe.

Als wir dann erwachten vom feinen Brotgeruch waren wir bereits ueber Lissabon.


Lissabon

Der letzte Flug von Madrid nach Zuerich war dann eine kurze Angelegenheit. Obwohl es Katja vor Nervositaet ewig vorkam und Stephan der Platz diesmal extrem eng schien ;-), doch die alte MD-87 hat uns sicher zurueck in die Schweiz gebracht und was uns dort erwartete war besser als wir uns je traeumen liessen. Ein sehr herzlicher, emotionaler Empfang hiess uns in der Heimat wieder willkommen. 🙂
Vielen herzlichen Dank fuer den MEGA Empfang 🙂 😛 😆

3 Antworten auf „…und nun ab nach Hause“

  1. Welcome back ihr zwei Globetrotter!!!

    Es war ein wirkliches Vergnügen Eure Reise mitzuverfolgen. Wir wünschen Euch einen guten Start hier in der Heimat und hoffen, dass das momentan sehr missliche Wetter nicht einen allzu grossen Schock für Euch bedeutet.

    Liebe Grüsse
    Dominik + Fabienne

  2. Hey, danke nochmals, dass wir virtuel an eurer Reise teilnemen durften. Es hat mir wahnsinnig Spass gemacht die Berichte zu lesen und bei einigen Bildern konnte ich das Schmunzeln echt nicht lassen! War also echt cool!

    Merci + bis bald, Iwan

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