Kuesten & Straende, dann Nebelwaende

Von Byron Bay bis Sydney gab es noch etliche Straende, die zum Baden oder Bodysurfen einluden, viele Kuesten und Leuchttuerme, die ein Bild wert waren, aber auch ab und zu Kultur (wenn auch junge), einheimische Kunst und Nationalparks im Landesinnern, welche wir uns anschauten. Und einmal beim oestlichsten Punkt von Australiens Festland (in Byron Bay) hatten wir sogar das Glueck, Wasserschildkroeten und Delfine vom Land aus zu beobachten. Wir beiden Tiernarren merkten natuerliche wieder nicht, wie die Zeit vergeht…


(speziell fuer Sandra!)


Mosaikmauer

Da auf unserer Strecke im Osten Koalas in freier Wildbahn eher eine Seltenheit sind, durfte natuerlich auch ein Besuch in einem Koalapark nicht fehlen, um die wuscheligen Tiere zu sehen. Natuerliche haetten wir auch diese Spezies lieber in der Natur gesehen, doch das blieb uns leider vergoennt 🙁

Kurz vor Sydney machten wir in Newcastle einen laengeren Stopp, da dort ein ehemaliger Arbeitskollege von Stephan in den Ferien war und wir ihn seit langem wiedermal treffen wollten. Und Newcastle war die erste Stadt in Australien, die auch etwas Charme hatte mit aelteren Hauesern und gelungenen Neubauten. Aber das Highlight war natuerlich das Wiedersehen mit Patrick und das Bodysurfen am Newcastle Beach.

Doch auf das Bogey Hole in Newcastle hat seinen besonderen Reiz, wir konnten uns jedenfalls lange darin verweilen.


Das Bleichgesicht in der Mitte ist Katja 🙂

In Port Stephens buchen wir noch eine Tour fuer eine 4WD Ausflug auf die 32 km lange Duene. Das ist sehr interessant und informativ, da wir auch noch Pipishells (eine Muschelart, die sich im Sand vergraebt, um waehrend der Ebbe zu ueberleben) vom austrocknen zu retten, eine sinnvolle Kombination von Tourismus und Naturschutz. Auch die Infos die wir ueber das einzige Dorf mitten in den Sandduenen erhalten sind voelliges Neuland fuer uns. Und fuer Euch? Wusstet ihr, dass Duenen eines der besten Filteranlagen fuer Trinkwasser darstellen, und dass das Grundwasser die beste Kuehlung fuer solche Haeuser ist und dieses Grundwasser nur 5m unter dem Boden vorkommt? Fast nicht vorstellbar wenn man auf den Duenen in der Hitze steht!

Am 30. Dezember gings weiter nach Sydney wo wir am Tag darauf ein eindrueckliches Feuerwerk mit bester Aussicht geniessen durften.

Der naechsteTag war der heisseste seit 1935, und sowas, hatten wir auch in Asien noch nie erlebt!
Es nuetzte nicht mal, sich in den Schatten zu setzen ,denn der Wind war noch heisser als die Sonnenstrahlen. Die einzige Flucht hiess, Shoppingcenter mit Airconditioning. Darling Harbour ist an diesem Tag ausgestorben. Natuerlich wussten wir an diesem Tag noch nicht, dass diese Hitze wirklich ein Ausnahmezustand war, aber als wir es hoerten waren wir froh darueber. Die naechsten Tage zeigte sich Sydney nicht von der Besten Seite. Am Tag nach der Hitze liefen wir mit Faserpelzen udn Regenschirm herum und auch die folgenden Tage konnten wir die Umgebung der Unterkunft an der Bondibeach leider nur gelegentlich geniessen, doch einen Kuestenspaziergang von der Bondi- zur Cogeebeach koennen wir jedermann empfehlen. 🙂

Damit wir von Syney ueber Canberra nach Melbourne nicht nur die Staedte sahen und zusaetzlich einfacher auf die Campingplaetze kamen, mieteten wir uns ein kleines Auto um die Strecke zurueck zu legen.


Unser Autoeli und unser Zuhause.

Zuerst gings in die Blue Mountains. Doch der beruehmte blaue Dunst der Eukalyptus war zu dieser Zeit leider nicht blau, sondern alles grau in grau. Und auch die three Sisters haetten sicher gerne eine Jacke bekommen 😉

Das wurden feuchte Tage, doch wir genossen es trotzdem, wieder mal in freier Natur zu sein. Jeden Tag wurden wir anders geweckt. Einmal durch einen unermuedlichen „Gueggel“, dann von Kokkaburras (lachender Hans) und an einem Tag meinten es die Kakadus sehr gut mit ihrem „Gesang“, aber das ist ja auch das, was man in freier Natur so geniesst. Wenn man auf dem Rueckweg von der Toilette von einem Hasen begleitet wird oder auch wenn einem die grasenden Kaenguruhs am Abend vor dem Zelt zuerst einen tuechtigen Schrecken einjagen :-). Aber wer haette gedacht, dass wir im Hochsommer in Australien um unsere warmen Schlafsaecke froh sein werden…?

Neben den Three Sisters gibt es noch andere schoene Aussichtspunkte, die weniger beschweizert sind. Man koennte bei Touristenattraktionen manchmal wirklich meinen, die ganze Schweiz sei hier.

Fuer die Weiterfahrt entschieden wir uns, einen Touristdrive zu nehmen. Sensationelle Landschaften breiteten sich vor uns aus, und die Touristen hatten wir hinter uns gelassen (wer weiss, welchen Drive die genommen haben, uns konnte es recht sein). Wir genossen es und hielten unzaehlige Male an, um Tiere zu beobachten, bis Katja langsam Bammel bekam, denn das Benzin schwand und weit und breit war kein Dorf zu sehen. Die Klimaanlage wurde ausgeschaltet und mit den letzten Tropfen kamen wir in Goulburn an, tankten und schlugen unser Zelt auf.

Am naechsten Tag sind wir bereits frueh in Canberra und versuchen uns, einen Ueberblick ueber die riesige (flaechenmaessig) Stadt zu verschaffen. Ein richtiges Stadtgefuehl kommt hier nicht auf, denn alles ist soweit auseinander, von der Erkundung zu Fuss kommen wir schnell weg. Es hat einige interessante Gebaeude, aber im Grossen und Ganzen kann uns diese Stadt nicht sehr begeistern. Natuerliche besuchten wir die beiden Parlamentshaeuser, und das Kriegsdenkmal, aber lange blieben wir nicht haengen. Die Natur hat es uns hier mehr angetan und so entschliessen wir uns, wieder einen groesseren Umweg durch die Snowy Mountains einzuschlagen und nicht direkt nach Melbourne durchzubrettern.

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