Brisbane nach Byron Bay, der „Westen“ hat uns wieder

Zuerst moechten wir uns entschuldigen, dass die Reportagen hier in Australien immer etwas laenger auf sich warten lassen, weniger ausfuehrlich und auch weniger bebildert sein werden, denn das Internettlen ist hier einfach zu teuer, wenn man mal eins findet!

Eigentlich hatten wir uns Australien vorallem speziell vorgestellt, da wir zum ersten Mal warme Weihnachten und einen hitzigen Jahreswechsel erwarteten. In Asien hoerten wir die Weihnachtsmusik ja vorallem bei Lastwagen, die rueckwaerts fahren und „Jingle Bells“ Musik spielen als Warnung. Aber auch kulturell war es ein echter Schock.
Nach dem anstrengenden Flug von Singapur nach Brisbane (wir mussten beide das Bordunterhaltungsprogramm von A-Z durchprobieren (so was hatten wir beide noch nie gesehen!) wurden wir in Brisbane am Flughafen von Ruth und Juerg (die Eltern von Stephan) in Empfang genommen. Das war ein sehr schoenes Gefuehl wieder mal jemanden Bekannten zu sehen. Nach den ersten Erzaehlungen stiegen wir ins Luxusauto und fuhren Richtung Mount Coot-Tha um die Aussicht auf Brisbane zu geniessen und fuhren dann Downtown.

Dort liefen wir die halbe Stadt ab, da uns Juerg und Ruth schon Einiges zeigen konnten, sie waren ja vor 6 Jahren schon mal hier.

Obwohl wir wenig geschlafen hatten, hielten wir gut mit und erst im spaeteren Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu Stephans Onkel Hans uns seiner Lebenspartnerin Marianne wo wir im Garten unser Zelt aufschlagen durften.


von links nach rechts: Kakadu Jenny, Stephan, Katja, Hans, Marianne, Ruth und Juerg

Doch schon beim durch die Strassen von Brisbane schlendern und auf dem Weg von Brisbane nach Robina (Surfers Paradise) mit den vielen Vergnuegungsparks auf der Strecke und den vielen Eindruecken machte sich der Kulturschock etwas bemerkbar. Fuer die naechsten Tage mussten wir es langsamer angehen, denn soviel Luxus und Infrastruktur usw. waren wir uns einfach nicht mehr gewoehnt. Australien kam uns vor wie Nordamerika. Stephan hatte das etwas erwartet, Katja war ziemlich ueberrumpelt und hatte laenger, um sich daran zu gewoehnen. Die ersten Tage haette uns niemand fragen muessen, ob wir in einen Adventurepark gehen wollen.
Die naechsten Tage verbrachten wir in der Umgebung des Surfers Paradise und Brisbane. Einen Tag ermoeglichte uns Hans mit seinem Boot Brisbane aus der Kanalperspektive zu erkunden, das war super. Wir fuhren vorbei an Haeusern mit Swimmingpool und modernen neuen Bauten (Traeumen darf man ja, leisten werden wir uns das nie koennen) und Stephan und Juerg betaetigten sich auch noch als Steuermaenner. Fast haetten wir bei der Ruderuebernahme von Juerg noch mit einem Mann oder Frau ueber Bord Manoever ueben koennen, doch es blieb dann beim „Hut ueber Bord Manoever“.

Natuerliche durfte auch ein Strandbesuch nicht fehlen, wo wir uns in die Wellen warfen.
Und einen weiteren Tag verbrachten wir nochmals in Brisbane, wo wir eine empfohlene Spaziertour unseres Reisefuehrers machten und die moderne Architekur von Brisbane und die gemuetlichen Kaffees nochmals auf uns wirken liessen. Eine gelungene Stadt, finden wir.


Mitten in der Stadt wurde ein echtes Strandbad aus dem Boden gestampft, auch das ist Brisbane!

Ein weiterer Ausflug fuehrte uns zuerst zu dem Stausee, welche die ganze Region um Brisbane mit Frischwasser versorgt, der Hinze Dam und dann weiter nach Tambourine Mountain, einem Nationalpark mit einer Einkaufs- und Kaffeeshop Strasse, doch wir waren zu spaet dran und alles war schon geschlossen, ist etwas speziell um die Weihnachtszeit mit den Oeffnungszeiten. Doch zum Abschluss des Tages gab es noch ein feines Essen mit super Aussicht auf die Kueste.

Ansonsten hat Katja mal wieder einen Zopf gebacken, Stephan machte eine Tour zu neuen Bauten, extrem was sie hier in Australien, vorallem in der Umgebung von Surfers Paradise aus dem Boden stampfen…


Grillmeister Stephan

Am 24. Dezember machten wir einen ganz speziellen Ausflug. Gegen Mittag gingen wir zu dritt zu einem Pferderennen. Die Australier sind ganz Sportwettverreuckt. Wir kamen zwar erst fuer die letzten zwei Rennen und hatten keine Ahnung was wie wo, doch die Australier sind ja so geduldig und hilfsbereit und so konnten wir eine Wette mit Hilfe der Kassierrin (oder wie die auch immer benannt wird 😉 ) platzieren. Dann gings auf die Tribuene und das Rennen startete gerade. Katja filmte das Spektaktel, doch als sie feststellte, dass „ihr“ Pferd fuehrt, war die Kamerafuehrung eher dass es einem schlecht werden konnte und ausser dem Geschrei von Ihr „meins ist erster, meins ist erster“ hoerte man nichts mehr auf dem Film! Und tatsaechlich, Ihr Pferd gewann. Einsatz 2 Dollar, Auszahlung 8.40 Dollar! War wohl ein Aussenseiter!
Beim zweiten Rennen war dann Stephan an der Reihe auch bei ihm gab es etwas mehr als das Dreifache! Froehliche Weihnachten!
Das war vielleicht ein spezielles Erlebnis!


Das Pferd, das Katja einen vierfachen Gewinn brachte 🙂

Aber auch das ganze Drummherum hat uns recht fasziniert, obwohl wir nicht mal die Haelfte begriffen, aber wir werden versuchen nochmals einen solchen Event zu besuchen, das war echt spannend und lustig!

Am Abend gab es dann Barbecue im Garten anstatt Fondue Chinoise in der warmen Stube. Nur die Muecken wollten uns die Stimmung etwas verderben, sodass wir dann das Dessert trotzdem in die Stube verlegten und den Weihnachtsbaum noch etwas genossen.

Am naechsten Tag verabschiedeten wir uns von Hans und Marianne, da wir nun nach Sueden zogen. Zuerst in den
Springbrook Nationalpark. Wunderschoen in den Huegeln (Berge kann man diesen Hoehen ja nicht sagen, wenn man aus Asien kommt), doch leider spielte das Wetter nicht ganz mit und die schoenste Aussicht blieb uns vergoennt. Doch die Wasserfaelle und Naturbruecken mit den schoen angelegten Spazierwegen genossen wir in vollen Zuegen.

Danach fuhren wir bis nach Byron Bay, wo wir mit viel Glueck das letzte Zimmer fanden (denn am 25. Dez. ist ein oeffentlicher Feiertag, an dem sogar fast alle Unterkuenfte geschlossen haben, entweder man kommt schon am 24. oder dann erst wieder am 26.!). Bei Fish n‘ Chips liessen wir den Tag ausklingen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.