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31. Januar 2006

Kuesten & Straende, dann Nebelwaende

Von Byron Bay bis Sydney gab es noch etliche Straende, die zum Baden oder Bodysurfen einluden, viele Kuesten und Leuchttuerme, die ein Bild wert waren, aber auch ab und zu Kultur (wenn auch junge), einheimische Kunst und Nationalparks im Landesinnern, welche wir uns anschauten. Und einmal beim oestlichsten Punkt von Australiens Festland (in Byron Bay) hatten wir sogar das Glueck, Wasserschildkroeten und Delfine vom Land aus zu beobachten. Wir beiden Tiernarren merkten natuerliche wieder nicht, wie die Zeit vergeht…


(speziell fuer Sandra!)


Mosaikmauer

Da auf unserer Strecke im Osten Koalas in freier Wildbahn eher eine Seltenheit sind, durfte natuerlich auch ein Besuch in einem Koalapark nicht fehlen, um die wuscheligen Tiere zu sehen. Natuerliche haetten wir auch diese Spezies lieber in der Natur gesehen, doch das blieb uns leider vergoennt 🙁

Kurz vor Sydney machten wir in Newcastle einen laengeren Stopp, da dort ein ehemaliger Arbeitskollege von Stephan in den Ferien war und wir ihn seit langem wiedermal treffen wollten. Und Newcastle war die erste Stadt in Australien, die auch etwas Charme hatte mit aelteren Hauesern und gelungenen Neubauten. Aber das Highlight war natuerlich das Wiedersehen mit Patrick und das Bodysurfen am Newcastle Beach.

Doch auf das Bogey Hole in Newcastle hat seinen besonderen Reiz, wir konnten uns jedenfalls lange darin verweilen.


Das Bleichgesicht in der Mitte ist Katja 🙂

In Port Stephens buchen wir noch eine Tour fuer eine 4WD Ausflug auf die 32 km lange Duene. Das ist sehr interessant und informativ, da wir auch noch Pipishells (eine Muschelart, die sich im Sand vergraebt, um waehrend der Ebbe zu ueberleben) vom austrocknen zu retten, eine sinnvolle Kombination von Tourismus und Naturschutz. Auch die Infos die wir ueber das einzige Dorf mitten in den Sandduenen erhalten sind voelliges Neuland fuer uns. Und fuer Euch? Wusstet ihr, dass Duenen eines der besten Filteranlagen fuer Trinkwasser darstellen, und dass das Grundwasser die beste Kuehlung fuer solche Haeuser ist und dieses Grundwasser nur 5m unter dem Boden vorkommt? Fast nicht vorstellbar wenn man auf den Duenen in der Hitze steht!

Am 30. Dezember gings weiter nach Sydney wo wir am Tag darauf ein eindrueckliches Feuerwerk mit bester Aussicht geniessen durften.

Der naechsteTag war der heisseste seit 1935, und sowas, hatten wir auch in Asien noch nie erlebt!
Es nuetzte nicht mal, sich in den Schatten zu setzen ,denn der Wind war noch heisser als die Sonnenstrahlen. Die einzige Flucht hiess, Shoppingcenter mit Airconditioning. Darling Harbour ist an diesem Tag ausgestorben. Natuerlich wussten wir an diesem Tag noch nicht, dass diese Hitze wirklich ein Ausnahmezustand war, aber als wir es hoerten waren wir froh darueber. Die naechsten Tage zeigte sich Sydney nicht von der Besten Seite. Am Tag nach der Hitze liefen wir mit Faserpelzen udn Regenschirm herum und auch die folgenden Tage konnten wir die Umgebung der Unterkunft an der Bondibeach leider nur gelegentlich geniessen, doch einen Kuestenspaziergang von der Bondi- zur Cogeebeach koennen wir jedermann empfehlen. 🙂

Damit wir von Syney ueber Canberra nach Melbourne nicht nur die Staedte sahen und zusaetzlich einfacher auf die Campingplaetze kamen, mieteten wir uns ein kleines Auto um die Strecke zurueck zu legen.


Unser Autoeli und unser Zuhause.

Zuerst gings in die Blue Mountains. Doch der beruehmte blaue Dunst der Eukalyptus war zu dieser Zeit leider nicht blau, sondern alles grau in grau. Und auch die three Sisters haetten sicher gerne eine Jacke bekommen 😉

Das wurden feuchte Tage, doch wir genossen es trotzdem, wieder mal in freier Natur zu sein. Jeden Tag wurden wir anders geweckt. Einmal durch einen unermuedlichen „Gueggel“, dann von Kokkaburras (lachender Hans) und an einem Tag meinten es die Kakadus sehr gut mit ihrem „Gesang“, aber das ist ja auch das, was man in freier Natur so geniesst. Wenn man auf dem Rueckweg von der Toilette von einem Hasen begleitet wird oder auch wenn einem die grasenden Kaenguruhs am Abend vor dem Zelt zuerst einen tuechtigen Schrecken einjagen :-). Aber wer haette gedacht, dass wir im Hochsommer in Australien um unsere warmen Schlafsaecke froh sein werden…?

Neben den Three Sisters gibt es noch andere schoene Aussichtspunkte, die weniger beschweizert sind. Man koennte bei Touristenattraktionen manchmal wirklich meinen, die ganze Schweiz sei hier.

Fuer die Weiterfahrt entschieden wir uns, einen Touristdrive zu nehmen. Sensationelle Landschaften breiteten sich vor uns aus, und die Touristen hatten wir hinter uns gelassen (wer weiss, welchen Drive die genommen haben, uns konnte es recht sein). Wir genossen es und hielten unzaehlige Male an, um Tiere zu beobachten, bis Katja langsam Bammel bekam, denn das Benzin schwand und weit und breit war kein Dorf zu sehen. Die Klimaanlage wurde ausgeschaltet und mit den letzten Tropfen kamen wir in Goulburn an, tankten und schlugen unser Zelt auf.

Am naechsten Tag sind wir bereits frueh in Canberra und versuchen uns, einen Ueberblick ueber die riesige (flaechenmaessig) Stadt zu verschaffen. Ein richtiges Stadtgefuehl kommt hier nicht auf, denn alles ist soweit auseinander, von der Erkundung zu Fuss kommen wir schnell weg. Es hat einige interessante Gebaeude, aber im Grossen und Ganzen kann uns diese Stadt nicht sehr begeistern. Natuerliche besuchten wir die beiden Parlamentshaeuser, und das Kriegsdenkmal, aber lange blieben wir nicht haengen. Die Natur hat es uns hier mehr angetan und so entschliessen wir uns, wieder einen groesseren Umweg durch die Snowy Mountains einzuschlagen und nicht direkt nach Melbourne durchzubrettern.


30. Januar 2006

Loesung der Umfrage 10

Unsere letzte Umfrage “Was fuer eine Aktivitaet sollen wir in Australien keinenfalls verpassen?“ koennen wir wie folgt beantworten.

Am meisten Stimmen erhielt Whalewatching. Leider konnten wir uns die Wale nicht naeher anschauen, da sie einfach nicht da waren 🙁 Die tummeln sich momentan in kaelteren Gewaessern im Norden rum. Die beste Whalewatching Zeit hier an der Ostkueste ist Oktober und November.

An zweiter Stelle war Sandboarden. Hier der Beweis, dass wir uns das nicht entgehen liessen. Und es hat riiiiiiiesen Spass gemacht.

Am drittmeisten Stimmen erhielt die Weintour. Da jeweils eine Person von uns mit dem Fahren an der Reihe war, verzichteten wir schweren Herzens auf die Degustationen.

Etwas weniger Stimmen erhielt der Bodysurfkurs. Da es schon ohne Bodysurfbrett so wunderbar funktionierte sparten wir uns dieses Abenteuer fuer das nachste Mal auf. Voll genial !

Und der fuenfte Platz belegt das Paragliding. Da auch von Eurer Seite sich die Begeisterung in Grenzen hielt, haben wir uns die wunderschoenen Straende nur auf den Postkarten von oben angeschaut…

Vielen Dank fuer Eure zahlreiche Teilnahme


14. Januar 2006

Brisbane nach Byron Bay, der „Westen“ hat uns wieder

Zuerst moechten wir uns entschuldigen, dass die Reportagen hier in Australien immer etwas laenger auf sich warten lassen, weniger ausfuehrlich und auch weniger bebildert sein werden, denn das Internettlen ist hier einfach zu teuer, wenn man mal eins findet!

Eigentlich hatten wir uns Australien vorallem speziell vorgestellt, da wir zum ersten Mal warme Weihnachten und einen hitzigen Jahreswechsel erwarteten. In Asien hoerten wir die Weihnachtsmusik ja vorallem bei Lastwagen, die rueckwaerts fahren und „Jingle Bells“ Musik spielen als Warnung. Aber auch kulturell war es ein echter Schock.
Nach dem anstrengenden Flug von Singapur nach Brisbane (wir mussten beide das Bordunterhaltungsprogramm von A-Z durchprobieren (so was hatten wir beide noch nie gesehen!) wurden wir in Brisbane am Flughafen von Ruth und Juerg (die Eltern von Stephan) in Empfang genommen. Das war ein sehr schoenes Gefuehl wieder mal jemanden Bekannten zu sehen. Nach den ersten Erzaehlungen stiegen wir ins Luxusauto und fuhren Richtung Mount Coot-Tha um die Aussicht auf Brisbane zu geniessen und fuhren dann Downtown.

Dort liefen wir die halbe Stadt ab, da uns Juerg und Ruth schon Einiges zeigen konnten, sie waren ja vor 6 Jahren schon mal hier.

Obwohl wir wenig geschlafen hatten, hielten wir gut mit und erst im spaeteren Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu Stephans Onkel Hans uns seiner Lebenspartnerin Marianne wo wir im Garten unser Zelt aufschlagen durften.


von links nach rechts: Kakadu Jenny, Stephan, Katja, Hans, Marianne, Ruth und Juerg

Doch schon beim durch die Strassen von Brisbane schlendern und auf dem Weg von Brisbane nach Robina (Surfers Paradise) mit den vielen Vergnuegungsparks auf der Strecke und den vielen Eindruecken machte sich der Kulturschock etwas bemerkbar. Fuer die naechsten Tage mussten wir es langsamer angehen, denn soviel Luxus und Infrastruktur usw. waren wir uns einfach nicht mehr gewoehnt. Australien kam uns vor wie Nordamerika. Stephan hatte das etwas erwartet, Katja war ziemlich ueberrumpelt und hatte laenger, um sich daran zu gewoehnen. Die ersten Tage haette uns niemand fragen muessen, ob wir in einen Adventurepark gehen wollen.
Die naechsten Tage verbrachten wir in der Umgebung des Surfers Paradise und Brisbane. Einen Tag ermoeglichte uns Hans mit seinem Boot Brisbane aus der Kanalperspektive zu erkunden, das war super. Wir fuhren vorbei an Haeusern mit Swimmingpool und modernen neuen Bauten (Traeumen darf man ja, leisten werden wir uns das nie koennen) und Stephan und Juerg betaetigten sich auch noch als Steuermaenner. Fast haetten wir bei der Ruderuebernahme von Juerg noch mit einem Mann oder Frau ueber Bord Manoever ueben koennen, doch es blieb dann beim „Hut ueber Bord Manoever“.

Natuerliche durfte auch ein Strandbesuch nicht fehlen, wo wir uns in die Wellen warfen.
Und einen weiteren Tag verbrachten wir nochmals in Brisbane, wo wir eine empfohlene Spaziertour unseres Reisefuehrers machten und die moderne Architekur von Brisbane und die gemuetlichen Kaffees nochmals auf uns wirken liessen. Eine gelungene Stadt, finden wir.


Mitten in der Stadt wurde ein echtes Strandbad aus dem Boden gestampft, auch das ist Brisbane!

Ein weiterer Ausflug fuehrte uns zuerst zu dem Stausee, welche die ganze Region um Brisbane mit Frischwasser versorgt, der Hinze Dam und dann weiter nach Tambourine Mountain, einem Nationalpark mit einer Einkaufs- und Kaffeeshop Strasse, doch wir waren zu spaet dran und alles war schon geschlossen, ist etwas speziell um die Weihnachtszeit mit den Oeffnungszeiten. Doch zum Abschluss des Tages gab es noch ein feines Essen mit super Aussicht auf die Kueste.

Ansonsten hat Katja mal wieder einen Zopf gebacken, Stephan machte eine Tour zu neuen Bauten, extrem was sie hier in Australien, vorallem in der Umgebung von Surfers Paradise aus dem Boden stampfen…


Grillmeister Stephan

Am 24. Dezember machten wir einen ganz speziellen Ausflug. Gegen Mittag gingen wir zu dritt zu einem Pferderennen. Die Australier sind ganz Sportwettverreuckt. Wir kamen zwar erst fuer die letzten zwei Rennen und hatten keine Ahnung was wie wo, doch die Australier sind ja so geduldig und hilfsbereit und so konnten wir eine Wette mit Hilfe der Kassierrin (oder wie die auch immer benannt wird 😉 ) platzieren. Dann gings auf die Tribuene und das Rennen startete gerade. Katja filmte das Spektaktel, doch als sie feststellte, dass „ihr“ Pferd fuehrt, war die Kamerafuehrung eher dass es einem schlecht werden konnte und ausser dem Geschrei von Ihr „meins ist erster, meins ist erster“ hoerte man nichts mehr auf dem Film! Und tatsaechlich, Ihr Pferd gewann. Einsatz 2 Dollar, Auszahlung 8.40 Dollar! War wohl ein Aussenseiter!
Beim zweiten Rennen war dann Stephan an der Reihe auch bei ihm gab es etwas mehr als das Dreifache! Froehliche Weihnachten!
Das war vielleicht ein spezielles Erlebnis!


Das Pferd, das Katja einen vierfachen Gewinn brachte 🙂

Aber auch das ganze Drummherum hat uns recht fasziniert, obwohl wir nicht mal die Haelfte begriffen, aber wir werden versuchen nochmals einen solchen Event zu besuchen, das war echt spannend und lustig!

Am Abend gab es dann Barbecue im Garten anstatt Fondue Chinoise in der warmen Stube. Nur die Muecken wollten uns die Stimmung etwas verderben, sodass wir dann das Dessert trotzdem in die Stube verlegten und den Weihnachtsbaum noch etwas genossen.

Am naechsten Tag verabschiedeten wir uns von Hans und Marianne, da wir nun nach Sueden zogen. Zuerst in den
Springbrook Nationalpark. Wunderschoen in den Huegeln (Berge kann man diesen Hoehen ja nicht sagen, wenn man aus Asien kommt), doch leider spielte das Wetter nicht ganz mit und die schoenste Aussicht blieb uns vergoennt. Doch die Wasserfaelle und Naturbruecken mit den schoen angelegten Spazierwegen genossen wir in vollen Zuegen.

Danach fuhren wir bis nach Byron Bay, wo wir mit viel Glueck das letzte Zimmer fanden (denn am 25. Dez. ist ein oeffentlicher Feiertag, an dem sogar fast alle Unterkuenfte geschlossen haben, entweder man kommt schon am 24. oder dann erst wieder am 26.!). Bei Fish n‘ Chips liessen wir den Tag ausklingen.