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4. Dezember 2005

von Hanoi bis Hoi An

Nach dem genialen 3-tages Trip zur „Halong-Bucht“ wollten wir natuerlich das Wasserpuppentheater noch besuchen. Diese traditionelle Auffuehrung entstand auf den Reisfeldern, wo die Reisbauern am abend zur Unterhaltung mit selbst gebastelten Puppen Geschichten die sich auf den Reisfelder abspielten auffuehrten. Wie bereits bei der Arbeit, standen die Reisbauern auch abends fuer dieses Spektaktel huefttief im Wasser. Das verursachte damals, wie heute, sehr viele Krankheiten, v.a. auch Bilharziose. Die Wasserpuppenspieler in Hanoi tragen deshalb Fischerstiefel, doch sie sind die Einzigen, welche sich diesen Luxus leisten koennen. Die meisten Reisbauern und die armen Frauen, welche das Unkraut aus den Teichen pfluecken sind der Infektionsgefahr ungeschuetzt ausgeliefert. Nichts desto trotz, hat uns das Wasserpuppenspiel sehr gefallen und gab uns einen kleinen Einblick in den Alltag der vietnamesischen Bevoelkerung und ihren Tagesablauf.

Danach schalteten wir in Hanoi noch einen Sightseeing Tag ein, wo wir unter anderem den „Temple of Literature“ besichtigten. Das ist wirklich ein lohnenswerter Besuch, inmitten der Stadt kann man von der Hektik fuer kurze Zeit Abstand nehmen.


Stephan mit Hut 😉

Die Studienabgaenger dieser Schule wurden mit einem Diplom belohnt, welches zu dieser Zeit folgendermasser ausgesehen hat.


und die obligate Trommel

Auf dem Rueckweg zur Unterkunft sind wir dann ueber ein Bahngleis gestolpert, welches so nahe an den Haeusern vorbeifuehrt, dass Katja davon ein Foto knipste. Das Gleis wurde von allen als Zugang zu den Hauesern und Baracken benutzt. Als wir dann am Abend mit dem Nachtzug in den Sueden fuhren, wurde ihr bewusst, dass dieses Gleis ja gar nicht stillgelegt ist, sondern die einspurige Strecke nach Hue darstellt ;-). Man konnte direkt aus dem Zugfenster in die 2m entfernten Stuben schauen.

Hue war von 1802 bis 1945 die Hauptstadt von Vietnam, 650km suedlich von Hanoi am Parfuem Fluss gelegen. Leider wurde vieles durch den Vietnam-Amerika Krieg in Grund und Boden gebombt. In der verbotenen purple Stadt waren Bauwerke wie die koenigliche Citadelle, der Fahnenturm, koeniglicher Palast, koenigliche Graeber,… zu sehen. Einige Gebaeude wurden teilweise nach dem Krieg wieder aufgebaut.


Imperial Palace

Mit einem Mietvelo fuhren wir zu den Graebern einiger frueheren Herrschern. Es war extrem warm aber die Muehen haben sich gelohnt und etwas Sport zwischendurch schadet ja auch nicht. Obwohl wir uns die Umwege, durch Fehlinformationen von Einheimischen und der schlechten Karten wegen, lieber erspart haetten…


Die Mandarin Krieger als Wache

Diese Fahrradtour brachte uns auch auf abgelegenen Wegen durch mit Graebern uebersaehte Felder, (In Vietnam gibt es selten Erdbestattungen oder Friedhoefe, meistens werden die Leute gerade auf dem eigenen Land,wo sie gearbeitet haben, in Steingraebern ueber der Erde bestattet. Damit beweisen sie, wie sehr sie ihr eigenes Land, das sie durchs Leben ernaehrt hat, lieben).

an Wasserbueffeln,

dem Fluss entlang

und an kleinen Haeusern vorbei, wo sie die Bambushoelzchen fuer die Raeucherstaebli vorfaerben.

Abends fanden wir in Hue ein super Restaurant, das Madarin, wo wir uns mit den den 2 Hollaendern (Marko und Soon-Hye), welche wir auf dem Bootstrip in Halongbay kennengelernt hatten, trafen. Wir sind schon vorher richtige Liebhaber der vietnamesischen Kueche geworden, aber was uns hier aufgetisch wurde uebertraf alles! Wir entschieden uns, zu viert verschiedene Gericht zu bestellen und alles zu teilen. Das gibt dann immer ein sehr abwechslungsreiches Essen. Wir liessen uns so richtig kulinarisch verwoehnen, und nur schon beim Gedanken an diesez Essen zurueck, laeuft uns das Wasser wieder im Mund zusammen.

Am naechsten Tag fuhren wir weiter nach Hoi An. Da hatten wir doch noch viel vor!
Hoi An ist ein gemuetliches verschlafenes Staedtchen. Man kann tagelang damit verbringen, durch die Strassen und Gaesschen zu schlendern und das Leben geniessen.

Waehrend dem Schlendern versuchten wir uns nebenbei im Schneidergewirr etwas zurechtzufinden und und einen geeigneten Schneider zu finden. Wir liessen verschiedene kleine Kleidungsstuecke bei verschiedenen Schneidern machen und entschieden uns schlussendlich fuer einen, der uns dann unseren Grossauftrag schneidern durfte. Hier ein Muesterchen


PS. auch die Schuhe sind Specialdesign, von uns 🙂

und natuerlich noch in der massgeschneiderten Schale 🙂

und mit Mantel

(es war schon etwas warm um diese Sachen zu tragen, aber es hat Spass gemacht)

Obwohl dieses Kleider machen lassen recht viel Zeit in Anspruch nahm, und wir nach meistens 3 bis 4 Anproben pro Tag recht auf dem Hund waren, schafften wir es eines morgends, uns frueh aus den Federn zu hieven um auf den lokalen Markt zu gehen. Beim Weg dahin passierten wir viele Vietnamesen, welche direkt vor der Haustuere auf der Strasse, noch mit dem Pijama bekleidet ihre Morgengymnastik verrichteten. Ansonsten gab es noch kaum Leben auf den Strassen. Doch als wir an den Fluss kamen, war das Marktgeschehen schon in vollem Gange. Fische wurden feilgeboten, frische Kraeuter und Gemuese.


Ankunft der ueberladenen Faehre mit Schulkindern

Da vergangene Nacht ein Sturm ueber Hoi An fegte, gab es auch neben dem Marktgeschehen viele lohnenswerte Sujets fuer ein Photo.

Hier in Hoi An trafen wir uns mit unseren kanadischen Freunden schon zum 4-ten Mal, nach Tibet, Nepal und Thailand nun in Vietnam. Wir sind richtig gute Freunde geworden 🙂 Mit ihnen machten wir natuerlich auf einem Motorrad einen Ausflug zum beruehmten China Beach. Der Name hat aber mehr versprochen, als wir zu sehen bekamen, vielleicht auch weil das Wetter nicht so mitspielte und vor 2 Wochen ein Taifun ueber die Kueste fegte…
Doch da wir nicht die offizielle Schnellstrasse nahmen, kamen wir doch noch auf den Funfaktor indem wir ueber rumplige, staubige Pisten schaukelten, die teilweise in den Doerfern nicht mehr als fuer ein halbes Auto Platz boten und durch die vielen Schlagloecher konnten nicht mal zwei Mofas kreuzen ohne in eine Pfuetze zu fahren. Doch auch diese Strasse ist im Ausbau und zeigt ein trauriges Bild der Bevoelkerung. Wo momentan noch diese einspurige Strasse durchfuehrt, soll in Kuerze eine vierspurige Uferstrasse Hoi An mit der China Beach verbinden. Da jedoch die Haueser des Dorfes entlang der schmalen Strasse gebaut wurden, werden diese kurzerhand soweit abgerissen, dass es Platz fuer die vierspurige Strasse gibt, so bietet sich ein Bild von halben Haeusern und Mauerueberresten und manchmal sieht man direkt ins Wohnzimmer, da die Frontfassade mit dem Bagger abgerissen wurde.


Lonna & Geoff


ich & ich 😉

Dann kam der Zeitpunkt um uns ein weiteres und wohl letztes Mal dieses Jahr von ihnen zu verabschieden. Die beiden sind nun seit 27 Monaten unterwegs und werden Anfangs Dezember nach Vancouver zurueckkehren um weisse Weihnachten zu feiern 😉


2. Dezember 2005

Juhui, das Gaestebuch wartet auf Eure Beitraege/The guestbook is ready for your message

Katja&Stephan, Position: º/º

Dank dem tollen Einsatz von Thomas (unserem Webmaster), an dieser Stelle wiedermal ein herzliches Dankeschoen, koennt Ihr uns nun auch wieder auf unserem Gaestebuch Eintraege hinterlassen. Wir freuen uns schon darauf 🙂

Thanks to Thomas (our webmaster), our guestbook is newly openend and waits for your comments and messages. We are glad to hear from you 🙂


1. Dezember 2005

Loesung der Umfrage 9

Dieses Bild beweist, dass in Hanoi tatsaechlich 3 Mio. Motorraeder herumkurven. Ist echt ein Erlebniss die Strasse zu ueberqueren. 2 Stimmen von 12 waren richtig 🙂


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